Eigne dir die Gangart der Natur an.
Ihr Geheimnis ist Geduld.
Ralph Waldo Emerson (1803-1882)
17 Januar 2009
16 Januar 2009
Hartnäckige Illusion
Menschen, die wie wir an die Physik glauben, wissen, dass die Unterscheidung zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft nur eine besonders hartnäckige Illusion ist.
Albert Einstein (1879 – 1955)
Albert Einstein (1879 – 1955)
15 Januar 2009
In dein Wesen einströmen
Sobald Gott dich bereit findet, muss er in dein Wesen einströmen, geradeso wie der Sonnenschein sich auf die Erde ergießen muss, wenn die Luft klar und rein ist. Sehnendes Verlangen schafft Liebe, und Liebe überwindet alle Hindernisse.
Meister Eckhart (1260-1327)
Meister Eckhart (1260-1327)
14 Januar 2009
Erfahrung
Meine Empfehlung ist: Kämpfe nicht. Prüfe es nach, wieder und wieder und wieder. Ja, wenn du vor den Zweifeln keine Angst hast - lasse sie kommen, kein Problem! Wenn du vor nichts Angst hast, was kommt, selbst nicht vor der Wüste, dann ist es kein Problem, nur eine weitere Erfahrung. Und es gibt keine Erfahrung, die nicht okay ist.
Samarpan alias Sam Golden (*1941)
Samarpan alias Sam Golden (*1941)
13 Januar 2009
Euer Leben
Alles ist euer Leben. Tag und Nacht, was immer euch begegnet, ist euer Leben; daher sollt ihr euer Leben der Situation anpassen, die euch im Augenblick begegnet. Verwendet eure Lebenskraft dazu, aus den Umständen, die auf euch zukommen, eine Einheit mit eurem Leben zu gestalten und die Dinge an ihren richtigen Platz zu setzen.
Dogen (1199-1253)
Dogen (1199-1253)
12 Januar 2009
Sehnsucht
Ein Schüler fragte: "Herr, wie kann ich Gott erlangen ?" Da nahm ihn der Meister zum Meer und tauchte ihn unter Wasser. Nach kurzer Zeit ließ er ihn wieder los und fragte: "Wie hast du dich gefühlt?" Der Schüler antwortete: "Ich glaubte, mein letzter Augenblick sei gekommen. So verzweifelt war ich." Da antwortete der Meister: "Du wirst Gott schauen, wenn dein Verlangen nach ihm so groß ist, wie deine Sehnsucht nach Luft in diesem Augenblick."
Shri Ramakrishna (1836 - 1886)
Shri Ramakrishna (1836 - 1886)
11 Januar 2009
Nur die Sonne
10 Januar 2009
Der Geist strahlt in Ewigkeit
Dieser reine Geist, aller Dinge Ursprung, strahlt in Ewigkeit und auf alle mit dem Glanz seiner eigenen Vollkommenheit.
Aber die Menschen der Welt sind dessen nicht gewahr, sie betrachten nur das, was sie sehen, hören, fühlen und als Geist kennen. Erblindet an ihrem Sehen, Hören, Fühlen und Kennen sehen sie nicht den unermesslichen Glanz des Ursprungs aller Substanz.
Huang Po (um 850)
Aber die Menschen der Welt sind dessen nicht gewahr, sie betrachten nur das, was sie sehen, hören, fühlen und als Geist kennen. Erblindet an ihrem Sehen, Hören, Fühlen und Kennen sehen sie nicht den unermesslichen Glanz des Ursprungs aller Substanz.
Huang Po (um 850)
09 Januar 2009
Immer gegenwärtig
Alle Wesen und alle Erleuchteten sind an sich nichts als der Eine Geist, und alles andere ist nichts. Dieser Geist ist ohne Anfang, ungeboren und unzerstörbar, ohne Form, ohne Erscheinung. Er gehört nicht zu den Dingen, die existieren oder nicht existieren. Er ist weder lang noch kurz, weder groß noch klein, denn er ist jenseits aller Beschränkungen, aller Maßeinheiten, Namen, Spuren und Vergleiche. Es ist das, was immer gegenwärtig ist - aber sobald du Begriffe davon bildest, bist du sofort im Irrtum. Dieser Geist ist unermesslich und unergründlich wie die grenzenlose Leere.
Huang Po (um 850)
Huang Po (um 850)
08 Januar 2009
Willst Du...
Willst Du wissen, wer Du warst,
so schau, wer Du bist.
Willst Du wissen, wer Du sein wirst,
so schau, was Du tust.
Gautama Buddha (ca. 563-483 v. u.Z.)
so schau, wer Du bist.
Willst Du wissen, wer Du sein wirst,
so schau, was Du tust.
Gautama Buddha (ca. 563-483 v. u.Z.)
07 Januar 2009
Nicht selbst blind machen
In der nichtmanifesten Wirklichkeit durchdringt sich alles gegenseitig, hängt alles miteinander zusammen. Deshalb sagen wir auch, das Bewusstsein der Menschheit ganz in der Tiefe ist eins. Das ist, sagen wir, eine Gewissheit, weil selbst die Materie im leeren Raum eins ist. Wir sehen das deshalb nicht, weil wir uns selbst dafür blind machen.
David Bohm (1917-1992)
David Bohm (1917-1992)
06 Januar 2009
Augenblick
Manche schreiben, wie unendlich das All, wie weit der Himmel sei. Nun: das geringste Vermögen in meiner Seele ist weiter als der weite Himmel. Mit dem Fünklein in meinem Seelengrund bin ich einer Stelle tausend Meilen jenseits des Meeres genauso nah wie der Stelle, auf der ich hier stehe. Da ist nicht Zeit noch Raum, kein Vor und Nach. Alles ist gegenwärtig umschlossen in einem Jetzt, in dem tausend Jahre so kurz wie ein Augenblick sind.
Meister Eckhart (1260-1327)
Meister Eckhart (1260-1327)
05 Januar 2009
Lassen Gottes um Gottes Willen
Jede Idee, jedes Konzept, jeder Name ist ein letztes Hindernis. Derjenige, welcher in den Kirchen gepredigt wird ist ein letztes Hindernis. Der einzige westliche Lehrer, den ich fand, der das begreift, ist Meister Eckhart, der sagt "Das letzte Lassen ist das Lassen Gottes um Gottes Willen".
Joseph Campbell (1904 - 1987)
Reflections on the Art of Living
Joseph Campbell (1904 - 1987)
Reflections on the Art of Living
04 Januar 2009
Unveränderbar
Verhaltensweisen sind Festlegungen,
Differenzierungen in zehntausendfacher Weise.
Aber da gibt es jemand,
der immer gleich bleibt, der unveränderbar ist.
Findet ihn.
Rinzai Gigen Zenji alias Lin-chi (um 850)
Differenzierungen in zehntausendfacher Weise.
Aber da gibt es jemand,
der immer gleich bleibt, der unveränderbar ist.
Findet ihn.
Rinzai Gigen Zenji alias Lin-chi (um 850)
03 Januar 2009
Letzter Schritt zum Aufwachen
Was Aufwachen letztlich geschehen ließ, war Gnade und nicht mein Verdienst, nicht "der Lohn meiner Arbeit”. Du fragst nun: "Was ist Gnade?” Gnade ist überall. Gnade ist wie der Atem Gottes. Nur haben wir vor die Gnade Stellwände gestellt, haben uns mit Ideen umgeben, uns in unserer kleinen Welt mit ihren klaren Strukturen von richtig und falsch eingerichtet. Wir haben uns mit Zielen und Wünschen möbliert. Da war kein Platz mehr für die Gnade, kein Platz mehr für den Atem Gottes. Alles was wir tun können, ist Platz zu schaffen, und dennoch ist es dann Gnade, die geschieht. Wenn die Stellwände weggeräumt sind, muss nur noch der verschwinden, der sie weggeräumt hat. Und dann ist der Weg frei für die Gnade, dann ist nur noch Gnade da, und plötzlich siehst du, dass nie etwas anderes da war. Dann ist die Tür offen für Gott, für Wahrheit, für Freiheit. Die Gnade ist es dann, die wirkt, die erkennen lässt, denn du bist nicht mehr da. In den Armen des Geliebten liegst du aufgelöst und bist nicht mehr da. Wenn jemand sagen würde, er hätte ES erreicht, wenn jemand prahlen würde, er hätte ES durch seine Anstrengung verdient, so müsste ich ihn fragen: "Wer, wer hat ES erreicht? Wer, wer hat ES verdient? Ist denn da irgend jemand, der verdienen, der sich mühen könnte? Und falls da vielleicht mal einer war, ist denn der jetzt noch da, bist du noch da, ist der noch da, der sich da mühte? Und wenn nein, was hatte der dann von den Mühen, was war sein Gewinn? Und wenn ja, was hast du dann erreicht?” So muss es also Gnade sein, die da geschieht. Den letzten Schritt tut Gott allein, denn du bist nicht mehr da.
Pyar Rauch (*1960)
Pyar Rauch (*1960)
02 Januar 2009
Illusionen
Vor mir steht der "Turm von Babel", das berühmte Gemälde von Brueghel. Ganz plastisch habe ich ihn vor meinen Augen. Und doch steht er da nicht. Es ist eine Illusion, ein Trugbild. Hervorgerufen durch zwei nebeneinander liegende Abbildungen, die sich durch meine Augen zu einer dreidimensionalen Realität verändern.
Wie oft sehen wir etwas, das es so gar nicht gibt, das so gar nicht existiert. Wie oft werden wir Opfer von solchen Illusionen und wie oft schaffen wir sie uns selber?
Wie oft sehen wir etwas, das es so gar nicht gibt, das so gar nicht existiert. Wie oft werden wir Opfer von solchen Illusionen und wie oft schaffen wir sie uns selber?
01 Januar 2009
Wahrheit und Freiheit
Notwendig ist, die Sehnsucht auszurichten, die Wahrheit selbst, die Freiheit selbst zu wollen und nicht ihre Ersatzstoffe. Diese Ersatzstoffe wie Geld, Macht, Ruhm, Beziehung, wie Gutsein, selbst ein Schwelgen in ekstatischen und himmlischen Zuständen können ja nicht wirklich und vor allem nicht dauerhaft befriedigen.
Jetzt im Schreiben fällt mir Jesus ein, der sagte: "Sammelt euch aber Schätze im Himmel, wo weder Motten sie fressen und Diebe sie nicht stehlen. Denn wo euer Schatz ist, da ist auch euer Herz". Auch dies ist ein Satz, den ich erst jetzt verstehe. Erst jetzt verstehe ich, dass nichts, gar nichts gegen Geld, Beziehungen und die schönen Dinge des Lebens einzuwenden ist. All dies sind Dinge, die genossen werden wollen, wenn sie vorhanden sind, man muss sie nicht wegwerfen, man soll sie nicht wegwerfen. Nicht diese Dinge hindern. Was hindert ist, wenn wir unser Herz daran hängen, unsere Sehnsucht danach ausrichten und darüber unsere eigentliche Sehnsucht vergessen.
Aber tausche nicht die Wahrheit für eine irgendgeartete Erfahrung ein und lehne sie nicht wegen einer irgendgearteten Erfahrung ab! Gib dich nicht zufrieden mit einer Vorstellung von Wahrheit und Freiheit, gib dich nicht mit dem Land der Glückseligen zufrieden. Und gib dich auch nicht mit mentalem Verstehen zufrieden, denn was man intellektuell verstehen kann, kann zwar sehr weit gehen - es kann genau bis an die Grenze der Transzendenz führen, kann uns sogar an diese Grenze treiben, kann uns bis an den Rand des Erkennens von Unendlichkeit leiten, aber dann muss sich das mentale Denken selbst ad absurdum führen, es muss erkennen, dass die eigentliche Realisation über Logik hinausgeht. Nun muss der Verstand seine Unfähigkeit weiterzugeben einsehen und sich der Erkenntnis der Wahrheit, die weit hinausgeht über alles Denkbare, beugen, er muss demütig werden und kann dann wissend, dass er nichts weiß, wissend, dass er nicht verstehen kann, im Dienst der Wahrheit stehen. Das macht dem Verstand übrigens viel Spaß!
Pyar Rauch (*1960)
Jetzt im Schreiben fällt mir Jesus ein, der sagte: "Sammelt euch aber Schätze im Himmel, wo weder Motten sie fressen und Diebe sie nicht stehlen. Denn wo euer Schatz ist, da ist auch euer Herz". Auch dies ist ein Satz, den ich erst jetzt verstehe. Erst jetzt verstehe ich, dass nichts, gar nichts gegen Geld, Beziehungen und die schönen Dinge des Lebens einzuwenden ist. All dies sind Dinge, die genossen werden wollen, wenn sie vorhanden sind, man muss sie nicht wegwerfen, man soll sie nicht wegwerfen. Nicht diese Dinge hindern. Was hindert ist, wenn wir unser Herz daran hängen, unsere Sehnsucht danach ausrichten und darüber unsere eigentliche Sehnsucht vergessen.
Aber tausche nicht die Wahrheit für eine irgendgeartete Erfahrung ein und lehne sie nicht wegen einer irgendgearteten Erfahrung ab! Gib dich nicht zufrieden mit einer Vorstellung von Wahrheit und Freiheit, gib dich nicht mit dem Land der Glückseligen zufrieden. Und gib dich auch nicht mit mentalem Verstehen zufrieden, denn was man intellektuell verstehen kann, kann zwar sehr weit gehen - es kann genau bis an die Grenze der Transzendenz führen, kann uns sogar an diese Grenze treiben, kann uns bis an den Rand des Erkennens von Unendlichkeit leiten, aber dann muss sich das mentale Denken selbst ad absurdum führen, es muss erkennen, dass die eigentliche Realisation über Logik hinausgeht. Nun muss der Verstand seine Unfähigkeit weiterzugeben einsehen und sich der Erkenntnis der Wahrheit, die weit hinausgeht über alles Denkbare, beugen, er muss demütig werden und kann dann wissend, dass er nichts weiß, wissend, dass er nicht verstehen kann, im Dienst der Wahrheit stehen. Das macht dem Verstand übrigens viel Spaß!
Pyar Rauch (*1960)
31 Dezember 2008
Erinnere dich...
Alles entfaltet sich wie es soll
Sei ehrlich mit dir selbst
und die richtigen Dinge
werden in deinem Leben geschehen.
Erinnere dich daran,
Dich selbst zu lieben
Dich selbst zu verehren
Zu dir selbst zu beten
Dich vor dir selbst zu verneigen
Denn Gott lebt in dir als DU.
Robert Adams (1928-1997)
Sei ehrlich mit dir selbst
und die richtigen Dinge
werden in deinem Leben geschehen.
Erinnere dich daran,
Dich selbst zu lieben
Dich selbst zu verehren
Zu dir selbst zu beten
Dich vor dir selbst zu verneigen
Denn Gott lebt in dir als DU.
Robert Adams (1928-1997)
30 Dezember 2008
Wahrheit
Wahrheit zu hören oder zu lesen oder im Zusammensein mit einem erwachten Wesen zu erleben ist hilfreich, aber nicht ausreichend. Es bleibt Stückwerk, allein schon deshalb, weil Wahrheit in Wirklichkeit nicht sprechbar, nicht denkbar, nicht ausdrückbar, nicht vermittelbar ist. Niemand kann sie dir schenken oder geben. Alles kann nur auf sie hinweisen, hindeuten. Du musst sie wollen, mehr als alles andere, mehr als Glück.
Pyar Rauch (*1960)
P.S. Dies ist übrigens das 1.ooote Posting
Pyar Rauch (*1960)
P.S. Dies ist übrigens das 1.ooote Posting
29 Dezember 2008
Wahrheit finden
Wenn du die Wahrheit nicht findest,
wo du gerade bist,
wo sonst willst du sie finden?
Dogen (1199-1253)
wo du gerade bist,
wo sonst willst du sie finden?
Dogen (1199-1253)
28 Dezember 2008
Alles akzeptieren
Es geht nicht darum, nach irgendeiner Erfahrung von Erleuchtung Ausschau zu halten. Es gibt da viele schöne und viele schreckliche Erfahrungen. Es ist die Bereitschaft, alles zu akzeptieren. Das bedeutet es, ein erleuchtetes Leben zu führen. Das ist alles.
Samarpan alias Sam Golden (*1941)
Samarpan alias Sam Golden (*1941)
27 Dezember 2008
Denken
Wir sind, was wir denken.
Alles, was wir sind, entsteht mit unseren Gedanken.
Mit unseren Gedanken machen wir die Welt.
Gautama Buddha (ca. 563-483 v.u.Z.)
Alles, was wir sind, entsteht mit unseren Gedanken.
Mit unseren Gedanken machen wir die Welt.
Gautama Buddha (ca. 563-483 v.u.Z.)
26 Dezember 2008
Liebe
Liebe mischt sich weder in das Leben anderer ein, noch gestattet sie anderen, sich ins eigene Leben einzumischen. Liebe gibt anderen ihre Individualität, ohne die eigene Individualität zu verlieren.
Osho (1931-1990)
Osho (1931-1990)
25 Dezember 2008
Gott in uns geboren
"In der Zeit ward der Engel Gabriel gesandt von Gott." In welcher Zeit? Im sechsten Monat, als Johannes im Mutterleib zappelte. Wenn mich nun einer fragte: Warum beten wir oder warum fasten wir oder wirken wir all unser Werk? so antworte ich: Darum, dass Gott in unserer Seele geboren werde. Warum ist alle Schrift geschrieben und warum hat Gott die Engelsnatur und alle Welt geschaffen? Darum allein, dass Gott in der Seele geboren werde. Alles Kornes Natur meint Weizen, alles Schatzes Natur Gold, alle Gebarung meint Mensch. Wie ein Meister spricht, gibt es kein Tier, das nicht etwas mit dem Menschen in der Zeit gemein hat.
Sankt Paulus spricht: "In der Vollendung der Zeit sandte Gott seinen Sohn." Sankt Augustin ward gefragt, was das sei, die Vollendung der Zeit? Vollendung der Zeit ist, wenn der Tag nicht mehr ist: dann ist der Tag vollendet. Es ist eine sichere Wahrheit, wo diese Geburt geschehen soll, da muss alle Zeit hinab sein, denn es gibt nichts, was diese Geburt so sehr hindert, als Zeit und Kreatur. Es ist eine notwendige Wahrheit, dass die Zeit an Gott und die Seele nicht rühren kann. Könnte Zeit an die Seele rühren, so wäre sie nicht Seele. Könnte Gott von der Zeit berührt wer den, so wäre er nicht Gott.
Eine andere Vollendung der Zeit! Wer die Kunst und die Macht hätte, dass er die Zeit und alles, was in sechstausend Jahren je geschah oder noch geschehen wird bis an das Ende der Welt: wenn einer das heranziehen könnte in ein gegenwärtiges Nu, das wäre Vollendung der Zeit. Das ist das Nu der Ewigkeit, wo die Seele alle Dinge in Gott erkennt, so neu und so frisch und in derselben Lust, wie ich sie jetzt gegenwärtig habe. Die mindeste Kraft in meiner Seele ist weiter als der weite Himmel. Ich sehe ab von der Vernunft, in der ist Weite über Weite, in der bin ich so nahe dem Ort, der tausend Meilen weg ist, als dem Ort, worin ich jetzt stehe. Die Meister sagen, die Menge der Engel sei ohne Zahl, ihre Zahl könne nicht begriffen werden. Wer aber ohne Zahl und ohne Menge unterscheiden könnte, dem wäre hundert wie eins. Wären gleich hundert Personen in der Gottheit, so erkennte er doch, dass nur ein Gott ist. Dass Gott in uns geboren werde, das walte Gott. Amen.
Meister Eckhart (1260-1327)
Sankt Paulus spricht: "In der Vollendung der Zeit sandte Gott seinen Sohn." Sankt Augustin ward gefragt, was das sei, die Vollendung der Zeit? Vollendung der Zeit ist, wenn der Tag nicht mehr ist: dann ist der Tag vollendet. Es ist eine sichere Wahrheit, wo diese Geburt geschehen soll, da muss alle Zeit hinab sein, denn es gibt nichts, was diese Geburt so sehr hindert, als Zeit und Kreatur. Es ist eine notwendige Wahrheit, dass die Zeit an Gott und die Seele nicht rühren kann. Könnte Zeit an die Seele rühren, so wäre sie nicht Seele. Könnte Gott von der Zeit berührt wer den, so wäre er nicht Gott.
Eine andere Vollendung der Zeit! Wer die Kunst und die Macht hätte, dass er die Zeit und alles, was in sechstausend Jahren je geschah oder noch geschehen wird bis an das Ende der Welt: wenn einer das heranziehen könnte in ein gegenwärtiges Nu, das wäre Vollendung der Zeit. Das ist das Nu der Ewigkeit, wo die Seele alle Dinge in Gott erkennt, so neu und so frisch und in derselben Lust, wie ich sie jetzt gegenwärtig habe. Die mindeste Kraft in meiner Seele ist weiter als der weite Himmel. Ich sehe ab von der Vernunft, in der ist Weite über Weite, in der bin ich so nahe dem Ort, der tausend Meilen weg ist, als dem Ort, worin ich jetzt stehe. Die Meister sagen, die Menge der Engel sei ohne Zahl, ihre Zahl könne nicht begriffen werden. Wer aber ohne Zahl und ohne Menge unterscheiden könnte, dem wäre hundert wie eins. Wären gleich hundert Personen in der Gottheit, so erkennte er doch, dass nur ein Gott ist. Dass Gott in uns geboren werde, das walte Gott. Amen.
Meister Eckhart (1260-1327)
24 Dezember 2008
Selig sind...
Selig sind, die da geistlich arm sind;
denn ihrer ist das Himmelreich.
Selig sind, die da Leid tragen;
denn sie sollen getröstet werden.
Selig sind die Sanftmütigen;
denn sie werden das Erdreich besitzen.
Selig sind, die da hungern und dürsten nach der Gerechtigkeit;
denn sie sollen satt werden.
Selig sind die Barmherzigen;
denn sie werden Barmherzigkeit erlangen.
Selig sind, die reinen Herzens sind;
denn sie werden Gott schauen.
Selig sind die Friedfertigen;
denn sie werden Gottes Kinder heißen.
Selig sind, die um der Gerechtigkeit willen verfolgt werden;
denn ihrer ist das Himmelreich.
Jesus Christus (ca. 4 v.-29 u.Z.)
In diesem Sinne: Allen ein gutes Weihnachtsfest!
denn ihrer ist das Himmelreich.
Selig sind, die da Leid tragen;
denn sie sollen getröstet werden.
Selig sind die Sanftmütigen;
denn sie werden das Erdreich besitzen.
Selig sind, die da hungern und dürsten nach der Gerechtigkeit;
denn sie sollen satt werden.
Selig sind die Barmherzigen;
denn sie werden Barmherzigkeit erlangen.
Selig sind, die reinen Herzens sind;
denn sie werden Gott schauen.
Selig sind die Friedfertigen;
denn sie werden Gottes Kinder heißen.
Selig sind, die um der Gerechtigkeit willen verfolgt werden;
denn ihrer ist das Himmelreich.
Jesus Christus (ca. 4 v.-29 u.Z.)
In diesem Sinne: Allen ein gutes Weihnachtsfest!
23 Dezember 2008
Nie aus Gott herausgefallen
Das alte Paradigma lautete: Wir sind Wesen, die Geist entwickelt haben, durch Verfehlung aber von Gott abgekommen sind.
Das neue Paradigma lautet: Wir sind nie aus Gott herausgefallen. Was wir Gott nennen, entfaltet sich wie ein Fächer in der Evolution. Wir sind eine Epiphanie Gottes. Wir können unsere wahre Natur nur nicht erkennen. Wir sind nicht abgefallen von dieser ersten Wirklichkeit, wie die "Ursünde" uns das deuten will. Wir haben nur vergessen, dass wir aus dieser Wirklichkeit kommen und nie herausfallen können. Wir halten uns für den Strand, der nach dem Meer lechzt. Wir sind das Meer, das mit dem Strand spielt. In dieser Erkenntnis liegt die Zukunft unserer Spezies.
Die Trendwende in den Religionen hat begonnen.
Willigis Jäger (* 1925)
Das neue Paradigma lautet: Wir sind nie aus Gott herausgefallen. Was wir Gott nennen, entfaltet sich wie ein Fächer in der Evolution. Wir sind eine Epiphanie Gottes. Wir können unsere wahre Natur nur nicht erkennen. Wir sind nicht abgefallen von dieser ersten Wirklichkeit, wie die "Ursünde" uns das deuten will. Wir haben nur vergessen, dass wir aus dieser Wirklichkeit kommen und nie herausfallen können. Wir halten uns für den Strand, der nach dem Meer lechzt. Wir sind das Meer, das mit dem Strand spielt. In dieser Erkenntnis liegt die Zukunft unserer Spezies.
Die Trendwende in den Religionen hat begonnen.
Willigis Jäger (* 1925)
22 Dezember 2008
Explosion eigener Bewusstheit
Weisheit ist die Explosion deiner eigenen Bewusstheit. Weisheit ist innewohnend, sie kommt nicht von außen; sie explodiert in dir und verbreitet sich dann über die äußere Welt. Sie ist wie Licht: du strahlst es aus, aber du sammelst es nicht.
Osho (1931-1990)
Osho (1931-1990)
21 Dezember 2008
20 Dezember 2008
Spiritualität
Kümmert euch nicht um Lehren, Dogmen, Sekten, Kirchen oder Tempel; sie zählen wenig, wenn wir sie mit der Essenz der Existenz in jedem Menschen - der Spiritualität - vergleichen; und je mehr diese im Menschen entwickelt ist, desto stärker wird er. Eignet euch dies an und kritisiert niemanden, denn alle Lehren und Glaubensüberzeugungen haben auch etwas Gutes...
Shri Ramakrishna (1836 - 1886)
Shri Ramakrishna (1836 - 1886)
19 Dezember 2008
Hartnäckige Illusion
Menschen, die wie wir an die Physik glauben, wissen, dass die Unterscheidung zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft nur eine besonders hartnäckige Illusion ist.
Albert Einstein (1879 – 1955)
Albert Einstein (1879 – 1955)
18 Dezember 2008
17 Dezember 2008
Menschen
Die Menschen reisen umher und bewundern die hohen Berge, die riesigen Wellen der Meere, die ausgedehnten Flüsse, die immensen Ausmaße der Ozeane, die Kreisbewegungen der Sterne, doch an sich selbst ziehen sie völlig unberührt vorüber.
Aurelius Augustinus (354 - 430)
Aurelius Augustinus (354 - 430)
16 Dezember 2008
Gedanken und ihre Folgen
Wir sind, was wir denken.
Alles, was wir sind, entsteht mit unseren Gedanken.
Mit unseren Gedanken machen wir die Welt.
Gautama Buddha (ca. 563-483 v. u.Z.)
Alles, was wir sind, entsteht mit unseren Gedanken.
Mit unseren Gedanken machen wir die Welt.
Gautama Buddha (ca. 563-483 v. u.Z.)
15 Dezember 2008
Diese Version...
Einmal kündigte der Physiker Leo Szilard seinem Freund Hans Bethe an, er wolle eventuell ein Tagebuch führen:
"Ich habe nicht vor, etwas zu veröffentlichen. Ich möchte die Tatsachen nur festhalten, damit Gott Bescheid weiß."
Daraufhin sagte Bethe:
"Glauben Sie nicht, dass Gott die Tatsache schon kennt?
"Ja", erwiderte Szilard, "die Tatsachen kennt er. Aber diese Version der Tatsachen kennt er noch nicht".
Hans Christian von Baeyer, Das Atom in der Falle.
Einleitendes Zitat des Buches von Bill Bryson, Eine kurze Geschichte von fast allem. Goldmann-Verlag, München 11.Auflage 2005
"Ich habe nicht vor, etwas zu veröffentlichen. Ich möchte die Tatsachen nur festhalten, damit Gott Bescheid weiß."
Daraufhin sagte Bethe:
"Glauben Sie nicht, dass Gott die Tatsache schon kennt?
"Ja", erwiderte Szilard, "die Tatsachen kennt er. Aber diese Version der Tatsachen kennt er noch nicht".
Hans Christian von Baeyer, Das Atom in der Falle.
Einleitendes Zitat des Buches von Bill Bryson, Eine kurze Geschichte von fast allem. Goldmann-Verlag, München 11.Auflage 2005
14 Dezember 2008
Wie lange noch?

Wer mit Kindern unterwegs ist, der kennt diese Frage; Kaum hat man die Haustür verlassen und ist nur kurz auf dem Weg, kommt sie: Wie lange noch?
Verkündet ist, dass der Messias kommen würde, der Erlöser, der Befreier - um nur ein paar der namenlosen Namen zu nennen, die das unbeschreibliche ankündigen.
Wie lange noch?
13 Dezember 2008
Wert
Dreißig Speichen treffen die Nabe;
Die Leere dazwischen
macht das Rad.
Lehm formt der Töpfer zu Gefäßen;
Die Leere darinnen
macht das Gefäß.
Fenstern und Türen bricht man in Mauern;
die Leere damitten macht die Behausung.
Das Sichtbare bildet die Form eines Werkes,
Das Nicht-Sichtbare macht seinen Wert aus.
Lao Tse (zwischen 600 und 300 v.u.Z.)
Die Leere dazwischen
macht das Rad.
Lehm formt der Töpfer zu Gefäßen;
Die Leere darinnen
macht das Gefäß.
Fenstern und Türen bricht man in Mauern;
die Leere damitten macht die Behausung.
Das Sichtbare bildet die Form eines Werkes,
Das Nicht-Sichtbare macht seinen Wert aus.
Lao Tse (zwischen 600 und 300 v.u.Z.)
12 Dezember 2008
Erleuchtet
Derjenige der andere kennt,
ist weise;
derjenige, der sich selbst kennt,
ist erleuchtet.
Lao Tse (zwischen 600 und 300 v. u.Z.)
ist weise;
derjenige, der sich selbst kennt,
ist erleuchtet.
Lao Tse (zwischen 600 und 300 v. u.Z.)
11 Dezember 2008
Höchste Tugend
Das obsessive menschliche Bewusstsein des Selbst und das Bestehen auf einem getrennten Selbst ist das endgültige und gewaltigste Hindernis vor der Erkenntnis Gottes. Ein Selbst zu sein... ist die Erbsünde, und zum Selbst zu sterben... ist die höchste Tugend.
Aldous Huxley (1894-1963)
Aldous Huxley (1894-1963)
10 Dezember 2008
Was gerade "dran" ist
Die wichtigste Stunde
ist immer die Gegenwart,
der bedeutendste Mensch
ist der, der dir gerade gegenüber sitzt,
das notwendigste Werk
ist stets die Liebe.
Meister Eckhart (1260-1327)
ist immer die Gegenwart,
der bedeutendste Mensch
ist der, der dir gerade gegenüber sitzt,
das notwendigste Werk
ist stets die Liebe.
Meister Eckhart (1260-1327)
09 Dezember 2008
Zeit und Raum
Die Zeit ist das, was das Licht hindert, zu uns zu dringen. Es gibt kein größeres Hindernis für Gott als die Zeit, und nicht nur die Zeit, sondern Zeitliches, nicht nur zeitliche Bestrebungen, sondern gerade der Makel und der Geruch der Zeit. Nichts hindert die Seele so sehr an der Erkenntnis Gottes wie Zeit und Raum. Zeit und Raum sind Stücke, Gott aber ist eins.
Meister Eckhart (1260-1327)
Meister Eckhart (1260-1327)
08 Dezember 2008
Verstand - so oder so
Es gibt zwei gleichermaßen gefährliche Extreme:
Den Verstand abzuschalten
und
ausschließlich den Verstand zu benutzen.
Blaise Pascal (1623-1662)
Den Verstand abzuschalten
und
ausschließlich den Verstand zu benutzen.
Blaise Pascal (1623-1662)
07 Dezember 2008
06 Dezember 2008
Liebendes Universum
Die wichtigste Erkenntnis meines Lebens ist die,
dass wir in einem liebenden Universum leben.
Albert Einstein (1879 – 1955)
dass wir in einem liebenden Universum leben.
Albert Einstein (1879 – 1955)
05 Dezember 2008
Wie hat Gott diese Welt erschaffen?
Ich möchte wissen, wie Gott diese Welt erschaffen hat. Ich bin nicht an dem einen oder anderen Phänomen interessiert, an dem Spektrum des einen oder anderen Elementes. Ich möchte Seine Gedanken kennen, alles übrige sind nur Einzelheiten.
Albert Einstein (1879 – 1955)
Albert Einstein (1879 – 1955)
04 Dezember 2008
Verwirklichung
Verwirklichung bedeutet: etwas zu sein. Denn solange man über etwas denkt oder spricht, ist man es nicht. Du kannst über eine Katze oder über einen Löwen nachdenken, das bedeutet bei weitem noch nicht, dass du sie verwirklicht hast: dass du eine Katze oder ein Löwe geworden bist. Du kannst ebenfalls über dich selbst nachdenken, ohne dass du selbst, dein göttliches, schöpferisches Selbst bist! Etwas denken ist Getrenntsein davon. Denn wenn du nur einen einzigen Gedanken aussendest, so bist du - der Denker - und der Gegenstand deines Denkens - das Gedachte - nur durch das Denken verbunden, aber nicht identisch mit ihm. Was in deinem Verstand ist, bist du noch nicht. Der Verstand gehört dir, es ist ein wunderbares Werkzeug, ein Spiegel, in welchen du alles projizieren und alles darin erkennen kannst, aber der Verstand ist nicht du! Der Verstand ist außerhalb deines Selbst, folglich, was du durch deinen Verstand vermagst, ist nicht du, ist keine Verwirklichung.
Elisabeth Haich (1897-1994)
Elisabeth Haich (1897-1994)
03 Dezember 2008
Von Moment zu Moment
Es gibt niemanden auf der Welt, weder unter denjenigen, die wir als die Unterdrückten sehen, noch unter denjenigen, die wir für die Unterdrücker halten, der nicht alles hätte, was zum Erwachen nötig ist. Wir alle brauchen Unterstützung und Ermutigung, um uns bewusst zu werden, was wir denken, was wir sagen und was wir tun. Werden Sie sich Ihrer Meinungen bewusst. Wenn Sie feststellen, dass Sie Ihren Meinungen gegenüber aggressiv reagieren, bemerken Sie es einfach. Wenn Sie Ihren Meinungen gegenüber nicht aggressiv sind, bemerken Sie auch das. Indem Sie ein Bewusstsein entwickeln, das sich nicht an richtig oder falsch klammert, finden sie einen neuen Seinszustand. Daraus entwickelt sich schließlich das endgültige Aufhören des Leidens. Zu guter Letzt, wenn Sie nicht mehr an sich verzweifeln. Tun Sie von ganzem Herzen alles, um Ihre klarsichtige Intelligenz zu wecken, aber tun Sie es immer nur von Tag zu Tag, von Moment zu Moment.
Pema Chödrön (*1936)
Pema Chödrön (*1936)
02 Dezember 2008
All-eins-sein
Eines Tages muss man sich mit seiner Einsamkeit anfreunden. Wenn du ihr einmal in die Augen geschaut hast, verändert die Einsamkeit ihre Farbe, ihre Qualität; sie schmeckt dann völlig anders. Sie wird zur All-Einheit. Dann ist sie nicht mehr Isolation; sie ist All-eins-sein mit dir selbst.
Isolation birgt Unglück; All-Einheit weitet sich zu Glückseligkeit aus.
Osho (1931-1990)
Isolation birgt Unglück; All-Einheit weitet sich zu Glückseligkeit aus.
Osho (1931-1990)
01 Dezember 2008
Er- und durchleuchtet

Als ich diese drei Fotos gesehen habe, war ich fasziniert. Das erste Bild stellt dar eine thailändische Messing-Buddha-Figur aus dem 15. Jahrhundert. Das zweite Bild zeigt die gleiche Figur im Röntgenbild. Ihr "Geheimnis" gibt sie jedoch erst durch eine neue Technologie preis: Richtig ins Schwärmen kommt das Schweizer Paul Scherrer-Institut: "Das Neutronenbild zeigt, dass in der Statue Holzgegenstände und trockene Blumen verborgen sind. Die Statue blieb bei der Untersuchung völlig unbeschädigt; Röntgenstrahlen hätten keinen Blick ins Innere der Staute ermöglicht."
So sehen wir Buddha nicht nur als den Er- sondern auch als den Durchleuchteten.
(In hoher Auflösung gibt es die drei Bilder in der Pressemeldung "Das Lächeln des Buddha durchschauen" auf der Seite des Institutes: www.psi.ch)
30 November 2008
O Heiland, reiß die Himmel auf

O Heiland, reiß die Himmel auf,
Herab, herab, vom Himmel lauf !
Reiß ab vom Himmel Tor uns Tür,
Reiß ab, wo Schloß und Riegel für !
O Gott, ein' Tau vom Himmel gieß;
Im Tau herab, o Heiland, fließ.
Ihr Wolken, brecht und regnet aus
Den König über Jakobs Haus.
O Erd', schlag aus, schlag aus, o Erd',
Daß Berg und Tal grün alles werd'
O Erd', herfür dies Blümlein bring,
O Heiland, aus der Erden spring.
Wo bleibst du, Trost der ganzen Welt,
Darauf sie all' ihr' Hoffnung stellt ?
O komm, ach komm vom höchsten Saal,
Komm tröst uns hie im Jammertal.
O klare Sonn', du schöner Stern,
Dich wollten wir anschauen gern.
O Sonn', geh auf, ohn' deinen Schein
In Finsternis wir alle sein.
Hie leiden wir die größte Not,
Vor Augen steht der ewig' Tod;
Ach komm, führ uns mit starker Hand
Vom Elend zu dem Vaterland.
Friedrich Spee von Langenfeld S.J. (1591-1635) Köln, 1623
29 November 2008
licht, lauter und leer
Der Geist aller Lebewesen ist im tiefsten Grund licht, lauter und leer. Dieser Geist wird Urgrund der Erleuchtung genannt. Unter dem Einfluss der Trübungen des Geistes irren die Wesen, da es ihnen an Selbsterkenntnis mangelt, im Samsara umher. Wer Selbsterkenntnis und Einsicht in den Urgrund des eigenen Geistes gewonnen hat, der ist ein Weiser, ein Geläuterter, ein Erwachter.
Milarepa (1052-1135)
Milarepa (1052-1135)
28 November 2008
Verwirrung vermeiden
Wenn du eine Verwirrung vermeiden willst, erschaffst du dadurch eine neue, und, um diese zu vermeiden, die nächste. Vermeide die erste nicht: Geh in sie hinein, beobachte sie, lass sie deine Meditation sein. Wenn sie da ist, muss es seine Bedeutung haben, denn nichts existiert ohne irgendeine Bedeutung.
Mit der Zeit wirst du Dankbarkeit für sie empfinden, denn wenn du es dir anschaust, wirst du klar werden, meditativer, wacher, bewusster. Und am Ende wirst du deiner Verwirrung danken, dass sie dir geholfen hat, dass sie dir die Möglichkeit gegeben hat, an Bewusstsein zu wachsen. Es war einfach eine Gelegenheit, die an deine Tür geklopft hat, um dir zu helfen, bewusster zu werden.
Osho (1931-1990)
Mit der Zeit wirst du Dankbarkeit für sie empfinden, denn wenn du es dir anschaust, wirst du klar werden, meditativer, wacher, bewusster. Und am Ende wirst du deiner Verwirrung danken, dass sie dir geholfen hat, dass sie dir die Möglichkeit gegeben hat, an Bewusstsein zu wachsen. Es war einfach eine Gelegenheit, die an deine Tür geklopft hat, um dir zu helfen, bewusster zu werden.
Osho (1931-1990)
27 November 2008
Die Lehrer
Ein junger Mann sucht Arbeit. Um herauszubekommen, was er tun soll, entschließt er sich zu meditieren, bis er seine innere Stimme hört. Er setzt sich hin und meditiert so lange, bis er innen eine Stimme hört, die sagt: "Werde Schreiner!” Also geht er zu einem Schreiner und wird tatsächlich eingestellt. Am ersten Tag zerbricht er eine Säge. Am zweiten schneidet er sich in die Hand, und am dritten bekommt er Sägemehl in die Augen und muss nach Hause gehen. In der Nacht sinniert er: "Da steckt eine Lehre drin, weil alles, was uns zustößt, zum Lernen da ist. Wenn ich nur hören könnte, was mir meine innere Stimme sagen will! Ich will weiter meditieren, dann werde ich es wissen.”
Und beim Meditieren sagt ihm eine neue Stimme: "Die Lehre ist: Du musst an Deinen Vorsätzen festhalten! Führe durch, was Du Dir vorgenommen hast!” Also geht der junge Mann am nächsten Tag wieder in die Werkstatt und ruiniert einen frisch gebeizten Schrank. Am Tag darauf bohrt er in einer Wand eine Wasserleitung an und verursacht eine Überschwemmung. Er bleibt aber guter Dinge und sagt zu sich selber: "Das ist alles zu meinem Besten, das ist eine Lehre, die mich wachsen lässt. Ich versuche es noch einmal, zuzuhören und zu verstehen.”
Beim Meditieren spricht eine andere Stimme zu ihm und sagt: "Die Lektion, die Du lernen sollst, ist: Du sollst Dich nicht gegen die Natur wenden. Wenn Deine Arbeit Dir nichts bringt, dann arbeite überhaupt nicht, weil die Natur Dich immer versorgen wird, wenn nur Dein Herz offen ist.” Also spaziert der junge Mann am nächsten Tag durch den Wald und wartet, dass ihm die Vorsehung einen Tipp gibt.
Als er unter einem großen Baum geht, bricht plötzlich ein dicker Ast ab und trifft ihn so, dass er umfällt. Ein paar Minuten reibt er sich seine Beule, dann schaut er nach oben und spricht zum Himmel: "Ich verstehe das nicht. Ich bin dem Rat all meiner inneren Stimmen gefolgt und trotzdem ist alles schiefgegangen.” Aber der Himmel gibt ihm keine Antwort. Da seufzt der junge Mann tief und denkt bei sich: "Ich gebe auf! Es kümmert mich nicht, was die Lehre ist. Von jetzt an werde ich genau das tun, was ich will und bestimmt nicht mehr auf irgendwelche Stimmen hören.”
Da sagt eine Stimme in ihm: "So! Das ist die Lehre!”
Osho (1931-1990)
Und beim Meditieren sagt ihm eine neue Stimme: "Die Lehre ist: Du musst an Deinen Vorsätzen festhalten! Führe durch, was Du Dir vorgenommen hast!” Also geht der junge Mann am nächsten Tag wieder in die Werkstatt und ruiniert einen frisch gebeizten Schrank. Am Tag darauf bohrt er in einer Wand eine Wasserleitung an und verursacht eine Überschwemmung. Er bleibt aber guter Dinge und sagt zu sich selber: "Das ist alles zu meinem Besten, das ist eine Lehre, die mich wachsen lässt. Ich versuche es noch einmal, zuzuhören und zu verstehen.”
Beim Meditieren spricht eine andere Stimme zu ihm und sagt: "Die Lektion, die Du lernen sollst, ist: Du sollst Dich nicht gegen die Natur wenden. Wenn Deine Arbeit Dir nichts bringt, dann arbeite überhaupt nicht, weil die Natur Dich immer versorgen wird, wenn nur Dein Herz offen ist.” Also spaziert der junge Mann am nächsten Tag durch den Wald und wartet, dass ihm die Vorsehung einen Tipp gibt.
Als er unter einem großen Baum geht, bricht plötzlich ein dicker Ast ab und trifft ihn so, dass er umfällt. Ein paar Minuten reibt er sich seine Beule, dann schaut er nach oben und spricht zum Himmel: "Ich verstehe das nicht. Ich bin dem Rat all meiner inneren Stimmen gefolgt und trotzdem ist alles schiefgegangen.” Aber der Himmel gibt ihm keine Antwort. Da seufzt der junge Mann tief und denkt bei sich: "Ich gebe auf! Es kümmert mich nicht, was die Lehre ist. Von jetzt an werde ich genau das tun, was ich will und bestimmt nicht mehr auf irgendwelche Stimmen hören.”
Da sagt eine Stimme in ihm: "So! Das ist die Lehre!”
Osho (1931-1990)
26 November 2008
Ignoranz des Verstandes
Die ganze Ignoranz des sogenannten Verstandes besteht darin, nicht in der Gegenwart sein zu können. Der Verstand bewegt sich dauernd: in die Zukunft oder in die Vergangenheit. Der Verstand, das Denken ist niemals im Hier und Jetzt! Die Bauweise des Verstandes macht es unmöglich, dass er in der Gegenwart sein kann. Weil der Verstand denken muss und es im gegenwärtigen Moment keine Möglichkeit zum Denken gibt! Man muss sehen, man muss hören, man muss gegenwärtig, anwesend sein, aber man kann da nicht denken.
Osho (1931-1990)
Osho (1931-1990)
25 November 2008
Gott erfahren
Ein bloßer Gelehrter ohne Unterscheidungsgabe und Entsagung, der behält Sinnenfreude und Besitzgier im Blick. Ein Geier steigt hoch hinauf, doch sein Blick bleibt auf den Aasplatz gerichtet. Einzig das ist Wissen, wodurch wir Gott erfahren können, alles andere ist Lüge.
Ramakrishna Paramahamsa (1836 -1886)
Ramakrishna Paramahamsa (1836 -1886)
24 November 2008
Immer noch besser...
"Was macht eigentlich Ihr Sohn?",
fragte Frau A Frau B.
"Der meditiert",
antwortete Frau B.
"Na, ja. Das ist immer noch besser als wenn er in der Ecke sitzen und gar nichts tun würde",
meinte darauf Frau A. antworten zu müssen.
fragte Frau A Frau B.
"Der meditiert",
antwortete Frau B.
"Na, ja. Das ist immer noch besser als wenn er in der Ecke sitzen und gar nichts tun würde",
meinte darauf Frau A. antworten zu müssen.
22 November 2008
20 November 2008
Die gesamte Schöpfung existiert in dir
Die gesamte Schöpfung existiert in dir, und alles, was in dir ist, existiert auch in der Schöpfung. Es gibt keine Grenze zwischen dir und einem Gegenstand, der dir ganz nahe ist, genauso wie es keine Entfernung zwischen dir und sehr weit entfernten Gegenständen gibt. Alle Dinge, die kleinsten und größten, die niedrigsten und höchsten sind in dir vorhanden als ebenbürtig. Ein einziges Atom enthält alle Elemente der Erde. Eine einzige Bewegung des Geistes beinhaltet alle Gesetze des Lebens. In einem einzigen Tropfen Wasser findet man das Geheimnis des endlosen Ozeans. Eine einzige Erscheinungsform deiner selbst enthält alle Erscheinungsformen des Lebens überhaupt.
Khalil Gibran (1883-1931)
Khalil Gibran (1883-1931)
19 November 2008
Es gibt kein besseres Leben
Hole dir deine Kraft zurück: Entblöße dich, das wirkliche Ich, und vergiss all den Unsinn über den Verstand und den Körper und die Gedanken und die Welt und Gott und alles andere, was real zu sein scheint. Vergleiche dich mit niemandem. Sei ehrlich mit dir selbst. Es ist egal, wie weit fortgeschritten jemand anders sein mag. Vergiss alle Heiligen und Weisen und andere Leute. Du bist der Einzige, der je existiert hat, und es gibt niemanden außer dir. Du bist alle Heiligen und alle Weisen und alle Seher. Du bist alles. Alles ist das Selbst und du bist Das. Warum nicht dazu aufwachen? Warum willst du so lange Spiele mit dir selbst spielen? Indem du an Reinkarnation glaubst, kommst du immer und immer wieder, immer in der Hoffnung auf ein besseres nächstes Leben. Es gibt kein besseres Leben.
Robert Adams (1928-1997)
Robert Adams (1928-1997)
18 November 2008
Ich bin da
Ich bin da, wo ich war, ehe ich geschaffen wurde, da ist bloß Gott in Gott. Da sind weder Engel noch Heilige noch Chöre im Himmel. Manche Leute sagen von acht Himmeln und neun Chören; das ist nicht da, wo ich bin.
Ihr sollt wissen, alles, was man so zu Worte bringt und den Leuten mit Bildern vorlegt, das ist nichts als ein Anreiz zu Gott. Wisset, dass in Gott nichts ist als Gott. Wisset, dass keine Seele in Gott kommen kann, sie werde denn zuvor so Gott, wie sie Gott war, ehe sie geschaffen wurde.
Meister Eckhart (1260-1327)
Ihr sollt wissen, alles, was man so zu Worte bringt und den Leuten mit Bildern vorlegt, das ist nichts als ein Anreiz zu Gott. Wisset, dass in Gott nichts ist als Gott. Wisset, dass keine Seele in Gott kommen kann, sie werde denn zuvor so Gott, wie sie Gott war, ehe sie geschaffen wurde.
Meister Eckhart (1260-1327)
17 November 2008
Von Wissen und Weisheit
Es gibt zwei miteinander verbündete Kräfte im Menschen, das Wissen und die Weisheit.
Wissen ist gerade so viel von der Wahrheit, wie der Intellekt durch sein Herumtasten in einem verzerrten Medium zu sehen vermag.
Weisheit ist das, was das Auge der göttlichen Schau im Geist sieht.
Sri Aurobindo (1872 - 1950)
Wissen ist gerade so viel von der Wahrheit, wie der Intellekt durch sein Herumtasten in einem verzerrten Medium zu sehen vermag.
Weisheit ist das, was das Auge der göttlichen Schau im Geist sieht.
Sri Aurobindo (1872 - 1950)
16 November 2008
Betriebsausflug auf höherer Ebene
Im Himmel wird der Betriebsausflug für das kommende Jahr geplant. Man weiß aber noch nicht ganz so, wohin man denn eigentlich fahren soll.
Die erste Idee ist Bethlehem. Maria ist allerdings dagegen, weil sie in Bethlehem schlechte Erfahrungen gemacht hat: Kein Hotelzimmer und so. Bethlehem kommt also nicht in Frage.
Der nächste Vorschlag ist Jerusalem. Das lehnt dann allerdings Jesus ab. Er hatte in Jerusalem ganz schlechte Erfahrungen gemacht.
Als nächster Vorschlag kommt Rom. Die allgemeine Zustimmung hält sich zwar in Grenzen, der Heilige Geist ist jedoch sofort begeistert: „Oh toll, Rom! Da war ich noch nie!"
Die erste Idee ist Bethlehem. Maria ist allerdings dagegen, weil sie in Bethlehem schlechte Erfahrungen gemacht hat: Kein Hotelzimmer und so. Bethlehem kommt also nicht in Frage.
Der nächste Vorschlag ist Jerusalem. Das lehnt dann allerdings Jesus ab. Er hatte in Jerusalem ganz schlechte Erfahrungen gemacht.
Als nächster Vorschlag kommt Rom. Die allgemeine Zustimmung hält sich zwar in Grenzen, der Heilige Geist ist jedoch sofort begeistert: „Oh toll, Rom! Da war ich noch nie!"
15 November 2008
Eins Zwei Drei
Der Sinn erzeugt die Eins.
Die Eins erzeugt die Zwei.
Die Zwei erzeugt die Drei.
Die Drei erzeugt alle Dinge.
Alle Dinge haben im Rücken das Dunkle
und streben nach dem Licht,
und die strömende Kraft gibt ihnen Harmonie.
Lao Tse (zwischen 600 und 300 v. u.Z.)
Die Eins erzeugt die Zwei.
Die Zwei erzeugt die Drei.
Die Drei erzeugt alle Dinge.
Alle Dinge haben im Rücken das Dunkle
und streben nach dem Licht,
und die strömende Kraft gibt ihnen Harmonie.
Lao Tse (zwischen 600 und 300 v. u.Z.)
14 November 2008
Herz hat seine Gründe
Das Herz hat seine Gründe,
welche der Verstand nicht erkennt
Blaise Pascal (1623-1662)
welche der Verstand nicht erkennt
Blaise Pascal (1623-1662)
13 November 2008
Nie sterben weil nie geboren
Das Erste, was du dir vergegenwärtigen solltest, ist: Du wirst nie verschwinden oder sterben, weil du nie geboren wurdest. Du hast immer als Bewusstsein existiert und wirst immer als Bewusstsein existieren.
Nachdem du erwacht bist, was passiert mit dir, wenn du stirbst? Wohin gehst du? Wenn du aufwachst, bleibst du einfach, wo du bist. Du gehst nirgendwohin und kommst von nirgendwo zurück. Du bist einfach. Du bist das Selbst, du bist allgegenwärtig.
Robert Adams (1928-1997)
Nachdem du erwacht bist, was passiert mit dir, wenn du stirbst? Wohin gehst du? Wenn du aufwachst, bleibst du einfach, wo du bist. Du gehst nirgendwohin und kommst von nirgendwo zurück. Du bist einfach. Du bist das Selbst, du bist allgegenwärtig.
Robert Adams (1928-1997)
12 November 2008
Unbekanntes Fahrziel
Auf der Autobahn
im Stau stehend
kann ich auf die
gegenüberliegende Fahrbahn sehen.
Ein Linienbus
kommt mir entgegen.
Seine digitale Anzeige
hat als Fahrziel:
INSEL DES GLÜCKS.
Wer weiß, wohin der fuhr...
im Stau stehend
kann ich auf die
gegenüberliegende Fahrbahn sehen.
Ein Linienbus
kommt mir entgegen.
Seine digitale Anzeige
hat als Fahrziel:
INSEL DES GLÜCKS.
Wer weiß, wohin der fuhr...
11 November 2008
10 November 2008
Vom Unsichtbaren
Ein jeder sieht vom Unsichtbaren soviel,
wie sein Herz Klarheit hat,
und Klarheit hat er soviel,
wie es poliert wurde.
Wer sein Herz mehr poliert hat,
der sieht auch mehr -
mehr unsichtbare Formen
zeigen sich ihm.
Dschelal ed-Din Rumi, auch Dschelaluddin Rumi (1207-1273)
wie sein Herz Klarheit hat,
und Klarheit hat er soviel,
wie es poliert wurde.
Wer sein Herz mehr poliert hat,
der sieht auch mehr -
mehr unsichtbare Formen
zeigen sich ihm.
Dschelal ed-Din Rumi, auch Dschelaluddin Rumi (1207-1273)
09 November 2008
Die Pogromnacht und ihre Folgen
Nicht so sehr die wirtschaftlichen Ausschaltungsmaßnahmen, die die jüdische Bevölkerung auf den Status von Parias herabdrückte, als das Ritual ihrer öffentlichen Degradierung und ihrer Demütigung hatte die Funktion, allen klarzumachen, daß die deutschen Juden nicht mehr zum eigenen Volk gehörten und daß es nicht nur sinnlos, sondern gemeinschädlich war, ihnen zu helfen. Zweifellos trugen die Ereignisse des Pogroms und seine Folgen entscheidend zu der „Entpersönlichung“ der jüdischen Mitbürger bei, die eine wichtige psychologische Voraussetzung des Genozids war.

Der Novemberpogrom vermittelte zugleich ein Vorgefühl des Grauens, das sich später einstellte, aber er war keine Vorstufe der „Endlösung“. Was das moralische Problem anging, lag es auf derselben Ebene. Die Masse der Deutschen, die von Auschwitz nichts oder nur wenig erfuhren, konnte an den ungesühnten Morden und Brandstiftungen des Novemberpogroms ermessen, zu welcher Gewaltanwendung das NS-System fähig war. Ein systematisches Nicht-Hinsehen, eine eingeübte Verdrängung, eine tiefgreifende moralische Indifferenz insbesondere gegenüber dem Schicksal der Juden vermischten sich mit ideologischer Verblendung und terroristischem Druck. Alles dies wirkte zusammen, so daß dort, wo Erschrecken und Protest notwendig gewesen wäre, Verstummen und Verschweigen Platz griffen.
Hans Mommsen (*1930)
Aufsatzes aus dem Katalog „Die Architektur der Synagoge“ (Verlag Klett-Cotta, Stuttgart), der zur gleichnamigen Ausstellung im Deutschen Architekturmuseum in Frankfurt/M. vom
11.11. 88 bis 12.2. 89 erschienen ist.
Der Beitrag erschien auch in den "Gewerkschaftlichen Monatsheften", herausgegeben vom Bundesvorstand des DGB, die von 1950 bis 2004 das theoretische Diskussionsorgan des DGB waren.
Der vollständige Text "Die Pogromnacht und ihre Folgen" hier:
http://www.gmh.dgb.de/main/pdf-files/gmh/1988/1988-10-a-591.pdf

Der Novemberpogrom vermittelte zugleich ein Vorgefühl des Grauens, das sich später einstellte, aber er war keine Vorstufe der „Endlösung“. Was das moralische Problem anging, lag es auf derselben Ebene. Die Masse der Deutschen, die von Auschwitz nichts oder nur wenig erfuhren, konnte an den ungesühnten Morden und Brandstiftungen des Novemberpogroms ermessen, zu welcher Gewaltanwendung das NS-System fähig war. Ein systematisches Nicht-Hinsehen, eine eingeübte Verdrängung, eine tiefgreifende moralische Indifferenz insbesondere gegenüber dem Schicksal der Juden vermischten sich mit ideologischer Verblendung und terroristischem Druck. Alles dies wirkte zusammen, so daß dort, wo Erschrecken und Protest notwendig gewesen wäre, Verstummen und Verschweigen Platz griffen.
Hans Mommsen (*1930)
Aufsatzes aus dem Katalog „Die Architektur der Synagoge“ (Verlag Klett-Cotta, Stuttgart), der zur gleichnamigen Ausstellung im Deutschen Architekturmuseum in Frankfurt/M. vom
11.11. 88 bis 12.2. 89 erschienen ist.
Der Beitrag erschien auch in den "Gewerkschaftlichen Monatsheften", herausgegeben vom Bundesvorstand des DGB, die von 1950 bis 2004 das theoretische Diskussionsorgan des DGB waren.
Der vollständige Text "Die Pogromnacht und ihre Folgen" hier:
http://www.gmh.dgb.de/main/pdf-files/gmh/1988/1988-10-a-591.pdf
08 November 2008
Übersehen statt betrachten
Normalerweise neigen wir eher dazu,
Dinge zu übersehen,
als sie genau zu betrachten.
Alan W.Watts (1915 - 1973)
Dinge zu übersehen,
als sie genau zu betrachten.
Alan W.Watts (1915 - 1973)
07 November 2008
Das Leben ändern
Die größte Entscheidung Deines Lebens liegt darin, dass Du Dein Leben ändern kannst, indem Du Deine Geisteshaltung änderst.
Albert Schweitzer (1875 – 1965)
Albert Schweitzer (1875 – 1965)
06 November 2008
Anreiz zu Gott
Ich bin da, wo ich war, ehe ich geschaffen wurde, da ist bloß Gott in Gott. Da sind weder Engel noch Heilige noch Chöre im Himmel. Manche Leute sagen von acht Himmeln und neun Chören; das ist nicht da, wo ich bin.
Ihr sollt wissen, alles, was man so zu Worte bringt und den Leuten mit Bildern vorlegt, das ist nichts als ein Anreiz zu Gott. Wisset, dass in Gott nichts ist als Gott. Wisset, dass keine Seele in Gott kommen kann, sie werde denn zuvor so Gott, wie sie Gott war, ehe sie geschaffen wurde.
Meister Eckhart (1260-1327)
Ihr sollt wissen, alles, was man so zu Worte bringt und den Leuten mit Bildern vorlegt, das ist nichts als ein Anreiz zu Gott. Wisset, dass in Gott nichts ist als Gott. Wisset, dass keine Seele in Gott kommen kann, sie werde denn zuvor so Gott, wie sie Gott war, ehe sie geschaffen wurde.
Meister Eckhart (1260-1327)
05 November 2008
Gott und sich selbst erkennen
Denn, wer kommen will in Gottes Grund, in dessen Innerstes, der muss zuvor in seinen eigenen Grund, in sein Innerstes kommen;
denn niemand kann Gott erkennen, der nicht zuvor sich selbst erkennen müsste.
Meister Eckhart (1260-1327)
denn niemand kann Gott erkennen, der nicht zuvor sich selbst erkennen müsste.
Meister Eckhart (1260-1327)
04 November 2008
Unbegrenztes Sein
Je genauer du verstehst, dass du auf der Ebene des Verstandes nur in negativen Begriffen beschrieben werden kannst, um so rascher wirst du zum Ende deiner Suche kommen und erkennen, dass du das unbegrenzte Sein bist.
Sri Maharaj Nisargadatta (1897-1981)
Sri Maharaj Nisargadatta (1897-1981)
03 November 2008
Kämpfe nicht
Meine Empfehlung ist: Kämpfe nicht. Prüfe es nach, wieder und wieder und wieder. Ja, wenn du vor den Zweifeln keine Angst hast - lasse sie kommen, kein Problem! Wenn du vor nichts Angst hast, was kommt, selbst nicht vor der Wüste, dann ist es kein Problem, nur eine weitere Erfahrung. Und es gibt keine Erfahrung, die nicht okay ist.
Samarpan alias Sam Golden (*1941)
Samarpan alias Sam Golden (*1941)
02 November 2008
Wahre Freiheit
Bewusste Evolution ist wahre Freiheit. Indem wir die Angst vor der Zukunft verlieren und die wahre Natur in uns erwacht, öffnen wir uns der Großartigkeit unseres Herzens.
Tony Samara (*1965)
Tony Samara (*1965)
01 November 2008
Der Weg zur Selbsterkenntnis
Man sagt, dass der Geist Dinge klarstellt und die Wahrheit offenbart. Tatsache ist jedoch, dass er Verwirrung im Herzen schafft. Die reine Wahrheit wohnt im natürlichen Zentrum, dem Herzen. Das Herz ist der Weg zur Selbsterkenntnis.
Tony Samara (*1965)
Tony Samara (*1965)
31 Oktober 2008
Wie ein Augenblick
Manche schreiben, wie unendlich das All, wie weit der Himmel sei. Nun: das geringste Vermögen in meiner Seele ist weiter als der weite Himmel. Mit dem Fünklein in meinem Seelengrund bin ich einer Stelle tausend Meilen jenseits des Meeres genauso nah wie der Stelle, auf der ich hier stehe. Da ist nicht Zeit noch Raum, kein Vor und Nach. Alles ist gegenwärtig umschlossen in einem Jetzt, in dem tausend Jahre so kurz wie ein Augenblick sind.
Meister Eckhart (1260-1327)
Meister Eckhart (1260-1327)
30 Oktober 2008
Entweder - Oder?
Entweder will Gott die Übel beseitigen und kann es nicht:
Dann ist Gott schwach, was auf ihn nicht zutrifft.
Oder er kann es und will es nicht:
Dann ist Gott missgünstig, was ihm fremd ist.
Oder er will es nicht und kann es nicht:
Dann ist er schwach und missgünstig zugleich, also nicht Gott.
Oder er will es und kann es, was allein für Gott ziemt:
Woher kommen dann die Übel und warum nimmt er sie nicht hinweg?
Diese Argumentationskette wurde durch Laktanz (ca. 250 bis nach 317) überliefert. Er schrieb sie dem Philosophen Epikur (ca 341 - 270/71 v. u.Z.) zu, obwohl sie wahrscheinlich von einem unbekannten skeptischen Philosophen stammt.
Dann ist Gott schwach, was auf ihn nicht zutrifft.
Oder er kann es und will es nicht:
Dann ist Gott missgünstig, was ihm fremd ist.
Oder er will es nicht und kann es nicht:
Dann ist er schwach und missgünstig zugleich, also nicht Gott.
Oder er will es und kann es, was allein für Gott ziemt:
Woher kommen dann die Übel und warum nimmt er sie nicht hinweg?
Diese Argumentationskette wurde durch Laktanz (ca. 250 bis nach 317) überliefert. Er schrieb sie dem Philosophen Epikur (ca 341 - 270/71 v. u.Z.) zu, obwohl sie wahrscheinlich von einem unbekannten skeptischen Philosophen stammt.
24 Oktober 2008
21 Oktober 2008
Jetzt
Es gibt nur eine Zeit,
in der es wesentlich ist aufzuwachen.
Diese Zeit ist jetzt.
Gautama Buddha (ca. 563-483 v. u.Z.)
in der es wesentlich ist aufzuwachen.
Diese Zeit ist jetzt.
Gautama Buddha (ca. 563-483 v. u.Z.)
20 Oktober 2008
Herausforderung
Herausforderung ist das Wesen des Lebens. Manchmal ist es süß und manchmal bitter. Manchmal verspannt sich unser Körper, und manchmal ist er entspannt und offen. Manchmal haben wir Kopfschmerzen, ein andermal fühlen wir uns ganz und gar gesund. Alle losen Enden zu verknüpfen und schließlich alles im Griff zu haben, ist vom Blickpunkt des Erwachens tödlich, denn es erfordert das Leugnen vieler Grunderfahrungen. Eine derartige Einstellung, der Versuch, alle scharfen Kanten und Unvollkommenheiten zu glätten und das Leben zu einem netten angenehmen Ausflug zu machen, hat etwas Aggressives.
Pema Chödrön (*1936)
Pema Chödrön (*1936)
19 Oktober 2008
Ständig im Niemandsland
Ganz und gar lebendig zu sein, ganz und gar Mensch und wirklich wach zu sein, bedeutet, unaufhörlich aus dem Nest geworfen zu werden.
Voll und ganz zu leben bedeutet, sich ständig im Niemandsland zu befinden, jeden Augenblick völlig neu und frisch zu erleben.
Wahres Leben ist die Bereitschaft, immer wieder aufs neue zu sterben.
Das ist Leben vom Standpunkt des Erwachens.
Tod hingegen ist der Wunsch, an dem, was man hat, festzuhalten und sich von jeder Erfahrung bestätigen und auf die Schulter klopfen zu lassen, weil man alles so schön im Griff hat.
Pema Chödrön (*1936)
Voll und ganz zu leben bedeutet, sich ständig im Niemandsland zu befinden, jeden Augenblick völlig neu und frisch zu erleben.
Wahres Leben ist die Bereitschaft, immer wieder aufs neue zu sterben.
Das ist Leben vom Standpunkt des Erwachens.
Tod hingegen ist der Wunsch, an dem, was man hat, festzuhalten und sich von jeder Erfahrung bestätigen und auf die Schulter klopfen zu lassen, weil man alles so schön im Griff hat.
Pema Chödrön (*1936)
18 Oktober 2008
Anreiz zu Gott
Ich bin da, wo ich war, ehe ich geschaffen wurde, da ist bloß Gott in Gott. Da sind weder Engel noch Heilige noch Chöre im Himmel. Manche Leute sagen von acht Himmeln und neun Chören; das ist nicht da, wo ich bin.
Ihr sollt wissen, alles, was man so zu Worte bringt und den Leuten mit Bildern vorlegt, das ist nichts als ein Anreiz zu Gott. Wisset, dass in Gott nichts ist als Gott. Wisset, dass keine Seele in Gott kommen kann, sie werde denn zuvor so Gott, wie sie Gott war, ehe sie geschaffen wurde.
Meister Eckhart (1260-1327)
Ihr sollt wissen, alles, was man so zu Worte bringt und den Leuten mit Bildern vorlegt, das ist nichts als ein Anreiz zu Gott. Wisset, dass in Gott nichts ist als Gott. Wisset, dass keine Seele in Gott kommen kann, sie werde denn zuvor so Gott, wie sie Gott war, ehe sie geschaffen wurde.
Meister Eckhart (1260-1327)
17 Oktober 2008
Sage nicht, es gebe keinen Gott
Du siehst viele Sterne bei Nacht am Himmel, aber findest sie nicht, wenn die Sonne aufgeht. Kannst du darum sagen, dass es keine Sterne am Tageshimmel gibt? Darum, o Mensch, wenn du in den Taten deiner Unwissenheit den Allmächtigen nicht schauest, sage nicht, es gebe keinen Gott.
Shri Ramakrishna (1836 - 1886)
Shri Ramakrishna (1836 - 1886)
16 Oktober 2008
Reines Bewusstsein
Von Zeit zu Zeit verliert sich das "reine Bewusstsein", "Gott", "Brahman/Atman" wie zum Spaß - einfach damit sich etwas tut. Und zwar immer dann, wenn es - das reine Bewusstsein - lange genug ohne Spiel ist. Also nachdem es das Ziel der Evolution lange genug erlebt hat.
Ken Wilber (*1949)
Ken Wilber (*1949)
15 Oktober 2008
Der Weg der Wahrheit
Der Weg der Wahrheit ist ebenso eng wie geradlinig. Es ist als balancierte man auf der Schneide eines Degens. Ein Akrobat kann auf einem straff gespannten Seil gehen, indem er sich konzentriert. Doch ist die für das Vorankommen auf dem Weg der Wahrheit erforderliche Konzentration noch viel größer. Die kleinste Unaufmerksamkeit kann den Sturz bewirken. Die Wahrheit erkennt man nur durch ständiges Bemühen.
Mahatma Gandhi (1869 - 1948)
Mahatma Gandhi (1869 - 1948)
14 Oktober 2008
Leben des gewöhnlichen Menschen
Schwer ist es, in der Welt zu sein, frei und doch das Leben des gewöhnlichen Menschen zu leben. Aber gerade weil es schwer ist, muss es versucht und verwirklicht werden.
Sri Aurobindo(1872 - 1950)
Sri Aurobindo(1872 - 1950)
13 Oktober 2008
Angst
Angst ist ein unablöslicher Teil des Kapitalismus. Es gibt kein Privateigentum, kein Konkurrenzdenken und kein Leistungsprinzip ohne Angst. Die Angst beseitigen hieße also den Kapitalismus beseitigen.
Durch Liberalisierungen im Erziehungs- und Ausbildungssystem könnten sicher einige angstauslösende Momente beseitigt werden, gemessen aber an dem, was an Angstursachen noch übrigbliebe, spielt eine solche Angstverringerung durch Reform keine große Rolle. Alle Reform kann nichts daran ändern, dass der Profit gemacht werden muss, dass die Herrschaftsverhältnisse gesichert bleiben müssen, dass die Untertanen spuren müssen, ohne viel zu überlegen. Die dazu notwendigen Druckmittel mögen noch so fein sein, sie stehen im Widerspruch zur Vorstellung einer wirklich freien Gesellschaft.
Dieter Duhm, Angst im Kapitalismus, 1972, S. 133
Durch Liberalisierungen im Erziehungs- und Ausbildungssystem könnten sicher einige angstauslösende Momente beseitigt werden, gemessen aber an dem, was an Angstursachen noch übrigbliebe, spielt eine solche Angstverringerung durch Reform keine große Rolle. Alle Reform kann nichts daran ändern, dass der Profit gemacht werden muss, dass die Herrschaftsverhältnisse gesichert bleiben müssen, dass die Untertanen spuren müssen, ohne viel zu überlegen. Die dazu notwendigen Druckmittel mögen noch so fein sein, sie stehen im Widerspruch zur Vorstellung einer wirklich freien Gesellschaft.
Dieter Duhm, Angst im Kapitalismus, 1972, S. 133
12 Oktober 2008
Liebe geschieht
Liebe geschieht einfach. Niemand denkt darüber nach, wie wann und wo er lieben soll. Niemand ist bei der Liebe rational. Rationales Denken verhindert die Liebe. Liebe ist ein plötzliches Aufsteigen im Herzen. Liebe ist unausweichliches, unzerstörbares Sehnen nach Einheit.
Amma oder Mata Amritanandamayi (*1953)
Amma oder Mata Amritanandamayi (*1953)
11 Oktober 2008
Den Weg weisen
Haltet mich von dem fern, der sagt: "Ich bin das Licht, das den Menschen den Weg weist." Doch führt mich zu dem, der seinen Weg durch das Licht der Menschen hindurch sucht.
Khalil Gibran (1883-1931)
Khalil Gibran (1883-1931)
10 Oktober 2008
Hexenmeister
Die moderne bürgerliche Gesellschaft, die so gewaltige Produktions- und Verkehrsmittel hervorgezaubert hat, gleicht dem Hexenmeister, der die unterirdischen Gewalten nicht mehr zu beherrschen vermag, die er heraufbeschwor.
Karl Marx / Friedrich Engels:
Manifest der Kommunistischen Partei, 1848
Karl Marx / Friedrich Engels:
Manifest der Kommunistischen Partei, 1848
09 Oktober 2008
Vom Suchenden
Will der Suchende rasch vorwärts kommen und aus der Hilfe des Meisters großen Nutzen ziehen, so muss er ein festes, unerschütterliches Vertrauen in sich selst und in den Meister entwickeln ... Der Suchende muss in der Tat bereit sein, die Möglichkeit ins Auge zu fassen, dass er von keinem seiner Freunde oder Angehörigen ganz verstanden wird, weil sie in Bezug auf die Ursachen seines Denkens und Handelns im Dunkeln tappen.
Meher Baba (1894 - 1969)
Meher Baba (1894 - 1969)
08 Oktober 2008
Keine Erfahrung, die nicht o.k. ist.
Meine Empfehlung ist: Kämpfe nicht. Prüfe es nach, wieder und wieder und wieder. Ja, wenn du vor den Zweifeln keine Angst hast - lasse sie kommen, kein Problem! Wenn du vor nichts Angst hast, was kommt, selbst nicht vor der Wüste, dann ist es kein Problem, nur eine weitere Erfahrung. Und es gibt keine Erfahrung, die nicht okay ist.
Samarpan alias Sam Golden (*1941)
Mehr zu und von Samarpan hier:
http://jetzt-tv.net/index.php?id=samarpan
Samarpan alias Sam Golden (*1941)
Mehr zu und von Samarpan hier:
http://jetzt-tv.net/index.php?id=samarpan
07 Oktober 2008
Zur Wahrheit finden
Wenn wir den Geist nach innen wenden,
erlangen wir Unterscheidungsvermögen.
Durch Unterscheidungsvermögen
finden wir zur Wahrheit.
Shri Ramakrishna (1836 - 1886)
erlangen wir Unterscheidungsvermögen.
Durch Unterscheidungsvermögen
finden wir zur Wahrheit.
Shri Ramakrishna (1836 - 1886)
06 Oktober 2008
Gelächter Gottes
Der Urknall war in Wirklichkeit das dröhnende Gelächter Gottes,
der sich freiwillig zum millionsten Mal verlor.
Ken Wilber (*1949)
der sich freiwillig zum millionsten Mal verlor.
Ken Wilber (*1949)
05 Oktober 2008
In der Wahrheit verankert
Bist Du in der Wahrheit fest verankert, so wirst du selbst im Traum nie die Unwahrheit sagen. Du wirst in Gedanken, Wort und Tat, wahrhaftig sein.
Shri Ramakrishna (1836 - 1886)
Shri Ramakrishna (1836 - 1886)
04 Oktober 2008
Erfahrung statt Erklärung
Wenn zwei Menschen Kopfschmerzen gehabt haben, können sie diese Erfahrung gemeinsam untersuchen und sich mit Hilfe des Intellekts darüber verständigen. Doch wenn jemand nie im Leben Kopfschmerzen gehabt hat, reicht keine noch so weitgehende intellektuelle Erklärung aus, ihm verständlich zu machen, was Kopfschmerz ist.
Intellektuelle Erklärungen können niemals Ersatz sein für unmittelbare Erfahrung. Sie vermögen allenfals den Boden dafür zu bereiten.
Meher Baba (1894 - 1969)
Intellektuelle Erklärungen können niemals Ersatz sein für unmittelbare Erfahrung. Sie vermögen allenfals den Boden dafür zu bereiten.
Meher Baba (1894 - 1969)
03 Oktober 2008
Ein einzig Volk von Brüdern
Wir wollen sein ein einzig Volk von Brüdern*,
in keiner Not uns trennen und Gefahr.
Wir wollen frei sein, wie die Väter waren,
eher den Tod, als in der Knechtschaft leben.
Wir wollen trauen auf den höchsten Gott
und uns nicht fürchten vor der Macht der Menschen.
(2. Aufzug, am Schluss der 2. Szene von Friedrich Schillers "Wilhelm Tell")
In einem Interview hat Peter Sodann dem Frager Frank A. Meyer bei "vis-a-vis" vor ein paar Wochen mit schelmisch anmutendem Lächeln davon berichtet, dass dieser Passus während der DDR-Zeit nicht gern gesehen war.
* und Schwestern, versteht sich ;-)
in keiner Not uns trennen und Gefahr.
Wir wollen frei sein, wie die Väter waren,
eher den Tod, als in der Knechtschaft leben.
Wir wollen trauen auf den höchsten Gott
und uns nicht fürchten vor der Macht der Menschen.
(2. Aufzug, am Schluss der 2. Szene von Friedrich Schillers "Wilhelm Tell")
In einem Interview hat Peter Sodann dem Frager Frank A. Meyer bei "vis-a-vis" vor ein paar Wochen mit schelmisch anmutendem Lächeln davon berichtet, dass dieser Passus während der DDR-Zeit nicht gern gesehen war.
* und Schwestern, versteht sich ;-)
02 Oktober 2008
Weltprozess
Nicht bei den Göttern und ihrem unerforschlichen Willen liegt unser Schicksal; wir sind Teil des Weltprozesses, der sich nach dem Logos vollzieht, welches erkennbar ist.
Heraklit (544 bis 483 v.u.Z.)
Heraklit (544 bis 483 v.u.Z.)
01 Oktober 2008
Die ganze Wahrheit über Sheng Fui

Solche und weitere Hinweise zur Bewältigung des Alltags sind in der Seite "Sheng Fui" zu finden, die sich der alten Tradition verpflichtet weiß. Denn was lange als verschüttet galt, wird von Sybille Hofmeister und Lorenz Meyer wieder hervorgehoben. In einem Text "Über uns" weisen sie darauf hin:
"Kaum jemand weiß es und die, die es wissen, streiten es zumeist vehement ab: lange vor der westlichen Kommerzbewegung Feng Shui gab es in China (zunächst nur im Südteil und dort an den Küstenabschnitten) die Lebensbewegung Sheng Fui.
Das Philosophiesystem wie es erstmals vom Weisen Chen Hsien Yu aufgebaut wurde, ist nach den Symbolen Sheng für die Kraft des Verstandes und die Weisheit und Fui, für Liebesmacht und Wollust bezeichnet.
Als es um die Verwestlichung und damit auch kommerzielle Ausbeutung dieses wohl ältesten bekannten Philosophiesystems ging, hat man - reichlich plump und einfallslos - lediglich die Anfangsbuchstaben vertauscht: so wurde aus Sheng Fui das neue Feng Shui…
Auf diesen Seiten finden Sie wissenswerte Informationen über das echte und einzig wahre Sheng-Fui, das nachweislich vor allen Weltreligionen bestand. ..."
Kaum ein Lebensbereich bleibt in dem umfangreichen Angebot ausgespart:
Arbeit und Karriere, Essen und Trinken, Gesundes Leben, Haus und Garten, Körperertüchtigung und Yoga, Liebe und Partnerschaft, Tagesweisheit, Technik und Wissenschaft.
Wer mehr von dieser wirklich wirklich lebenswerten Weise der Gestaltung unseres Alltags finden will, hier mehr:
http://www.sheng-fui.de/
Und nie vergessen zu lächeln ;-)
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