24 Mai 2007

Die Nummer 500 / Ein Text von Pyar

Ja, es sind jetzt 500 Posts im "Sinndeuter". Deshalb heute ein kurzer Text von Pyar, der ich viel verdanke:

Du musst dich nicht verändern, sag auch Ja zu dir - du bist genauso gewollt wie du bist! Du bist ein Ausdruck des Göttlichen wie du bist - mit allen deinen Ecken und Kanten! Sag ja zu dir, denn du bist ein Ausdruck der Göttlichkeit - was für eine Blasphemie wäre es, dich nicht anzunehmen! Ich kann nichts anderes als Göttlichkeit in dir sehen. "Du kennst mich ja gar nicht!”, sagst du jetzt. Doch, ich kenne dich, denn du bist dasselbe Selbst, was ich bin, und ich sehe Buddha in jedem Wesen. Warum sollte ich Ihn ausgerechnet in dir nicht sehen können?

Pyar (*1960)

Das erleuchtete Selbst ist allgegenwärtig

In Ihrer Wahrnehmung ziehen Wolken, in Ihrem Geist ziehen Gedanken vorbei. Im Körper kommen Gefühle auf, und Sie sind Zeuge von all dem. Der Zeuge funktioniert bereits vollkommen, ist völlig da, völlig wach. Während Sie diese Seite betrachten, ist das erleuchtete Selbst bereits zu hundert Prozent anwesend. Es ist der erleuchtete GEIST, der genau in diesem Moment diese Worte liest: Um wie viel näher können Sie dem wohl noch kommen? Warum weggehen und den Suchenden suchen? Die große Suche nach Erleuchtung ist nicht nur eine Zeitverschwendung, sondern sogar eine kolossale Unmöglichkeit, denn das erleuchtete Selbst ist allgegenwärtig, ebenso wie der Zeuge dieses oder jedes anderen Moments.

Ken Wilber (*1949)

22 Mai 2007

Sie sind das Selbst

Sie sind das Selbst, hier und jetzt, sind Zeuge, wie die Welt in Ihnen entsteht, strahlend bis in die Unendlichkeit. Das ist immer so gewesen, und Sie haben es immer gewusst. Es ist selbst jetzt so, und selbst jetzt ist es Ihnen bereits bewusst.

Ken Wilber (* 1949)

21 Mai 2007

zeitlos und ewig

In Ihrem Sein entsteht die Welt, und Sie sind voll Leidenschaft und Mitgefühl eins mit jedem ihrer Bewohner, sanft, in einer einzigen Geste, dieses eine Selbst, das nur Sie sind, zeitlos und ewig.

Ken Wilber (*1949)

20 Mai 2007

Wenn

Wenn
es einen Gott
gibt

Dann
dürfte es nicht...
Dann
müsste es...

Warum?

18 Mai 2007

Das Ego

Das Ego ist weder gut noch schlecht, es ist nur eine Vorstellung. Diese Vorstellung wird genährt von der Angst, dem zu begegnen, was ist und wird genährt vom Kampf. Jeder Wunsch und jede Ablehnung bedeutet zugleich eine Abtrennung und verfestigt die Vorstellung von "ich”, führt somit zu neuem Leiden. Sie ist wie ein dicker Filter, wie eine harte Schale, die die Wahrheit unseres Selbst verhüllt. Auch die Ablehnung des Ego, der Kampf gegen das Ego führt zu nichts anderem. Das Zauberwort heißt "Ja”, heißt Hingabe, heißt Akzeptanz dessen was ist.

Pyar Troll (*1960)

17 Mai 2007

DA

Auch
wenn er
zum Himmel
aufgefahren ist.

Damals.

Ist er
Jetzt
DA.

16 Mai 2007

Vorstellungen bewusst machen

Solange du dir Vorstellungen nicht bewusst machst, wirst du Erleuchtung nicht verwirklichen, selbst wenn du dich ein ganzes Weltzeitalter mit der Lehre beschäftigst und alle Lehrreden und Meditationsanweisungen kennst.

Bardo Thödol

15 Mai 2007

Klarheit des Herzens

Ein jeder sieht vom Unsichtbaren soviel,
wie sein Herz Klarheit hat,
und Klarheit hat er soviel,
wie es poliert wurde.

Wer sein Herz mehr poliert hat,
der sieht auch mehr -
mehr unsichtbare Formen zeigen sich ihm.


Dschelaluddin Rumi (1207-1273)

14 Mai 2007

Geschenk

Wenn Gott ein Geschenk macht,
verpackt er es oft in eine Krise.

Anonym

04 Mai 2007

One

Heute ein Hinweis auf einen Film:

"Was passiert, wenn ein 45-jähriger Anwalt und dreifacher Familienvater mitten in der Nacht mit der Idee aufwacht, einen unabhängigen Film über den Sinn des Lebens zu machen? Ward M. Powers, der noch nie einen Film gemacht hatte, bestellte per Post eine Videokamera und begab sich gemeinsam mit seinem besten Freund und seinem Cousin auf eine zweijährige Reise, die sein Leben für immer veränderte. Inspiriert durch den Satz von Joseph Campbell: „Folge deinem Glück“, aber ohne Geld oder Erfahrung, gingen sie hinaus auf die Straßen um ganz normalen Menschen die wichtigsten Fragen des Lebens zu stellen.

Sie begannen mit zwanzig Fragen, wie zum Beispiel: Warum existieren Armut und Leid in der Welt? Wie ist die Beziehung zwischen Wissenschaft und Religion? Wovor haben wir alle so große Angst? Wie erlangt man wahren Frieden? Beschreiben Sie Gott: Was ist der Sinn des Lebens? Was für einen Wunsch haben Sie für die Welt?

Schließlich wagten es die Filmemacher, diese Fragen auch spirituellen Lehrern, Philosophen, Autoren, Künstlern, Priestern, Rabbis, Yogis, Imanen, Mönchen, Nonnen, Medizinmännern, Soziologen und Gelehrten zu stellen, darunter Leuten wie Robert Thurman, Ram Dass, Thich Nhat Hanh, Llewellyn Vaughan-Lee, Barbara Marx Hubbard, Sadguru Jaggi Vasudev, Pater Thomas Keating, Hasan Quazwini, Deepak Chopra, Riane Eisler und vielen anderen.

„Und so kam es, dass wir uns vor drei Jahren auf diese Odyssee begaben mit nichts im Gepäck als einer DV Kamera, zwanzig Fragen und einem Mantra – Wir sind alle Eins. Aber was als Spaß zwischen Freunden begann, der Versuch, einen unabhängigen Film zu machen, wurde irgendwann zu einer Lebensreise. Und was sich damals mehr als eine Art Kumbaya ( = stammesgeschichtliche) Idee von Einheit anfühlte, wurde zusehends größer. Irgendwann auf der Reise wurde diese Einheit farbiger ... intensiver ... allumfassender ... innerlicher ... reicher und schöner, als wir uns je hätten vorstellen können.“ (Ward M. Powers, Regisseur)"


http://www.one-derfilm.de/kinofinder.html

Und noch einen Hinweis:

Das nächste Posting gibt es am 14. Mai

02 Mai 2007

"Wie geschieht dir?"

Die Liebe zum Nächsten
in all Ihrer Fülle
bedeutet schlicht,
dass wir zu ihm sagen können:
"Wie geschieht dir?"

Simone Weil (1909 - 1943)

01 Mai 2007

Zum 1. Mai

Es gibt nur eine Zeit,
in der es wesentlich ist
aufzuwachen.

Diese Zeit ist jetzt.


Gautama Buddha (ca. 563-483 v. u.Z.)

30 April 2007

Sich selbst erfahren

Den Buddha-Weg erfahren bedeutet, sich selbst erfahren. Sich selbst erfahren heißt sich selbst vergessen. Sich selbst vergessen heißt, sich selbst wahrnehmen - in allen Dingen. Dies erkennen bedeutet, dass das Unterscheiden aufhört: von Leib und Geist, von mir selbst und von den andern. So verschwinden die Spuren der Erleuchtung, und zugleich ist sie da, jederzeit und überall, ohne dass wir daran denken.

Dogen (1199-1253)

29 April 2007

Besinne dich auf dich selbst

Wir erhalten nur, was wir verdienen. Es ist eine Lüge, wenn wir behaupten, dass die Welt schlecht ist und wir gut. Das stimmt nicht. Es ist eine schreckliche Lüge, die wir uns selbst einreden. Dies ist die erste Lektion, die wir lernen müssen: Sei entschlossen, nichts außerhalb zu verwünschen, die Schuld nicht auf andere zu schieben, sondern sei ein Mann, erhebe dich und suche die Schuld bei dir selbst! Du wirst finden, dass es stimmt. Besinne dich auf dich selbst!

Swami Vivekananda (1863 - 1902)

27 April 2007

Ganz und gar lebendig sein

Ganz und gar lebendig zu sein, ganz und gar Mensch und wirklich wach zu sein, bedeutet, unaufhörlich aus dem Nest geworfen zu werden. Voll und ganz zu leben bedeutet, sich ständig im Niemandsland zu befinden, jeden Augenblick völlig neu und frisch zu erleben. Wahres Leben ist die Bereitschaft, immer wieder aufs neue zu sterben.

Pema Chödrön (*1936)

26 April 2007

Mitgefühl

Weise alles zurück, was nicht Liebe ist. Was dann bleibt, ist Mitgefühl. Was du in deinem Wesen bist, ist von außerordentlicher Bedeutung, denn du bist die Welt und die Welt ist du. Das ist Mitgefühl.

Jiddu Krishnamurti (1895-1986)

25 April 2007

Wenn du nicht bei dir selbst beginnst

Wenn du nicht bei dir selbst beginnst,
kannst du alles Mögliche versuchen,
du wirst niemals das Ende des Leidens finden.

Jiddu Krishnamurti (1895-1986)

24 April 2007

In Wirklichkeit selbst

Wenn Sie aber erkennen, dass die Wahrheit etwas lebendiges ist, das in Bewegung ist, das keine bleibende Stätte hat, das in keinem Tempel, keiner Moschee oder Kirche zu finden ist, wohin Sie keine Religion, kein Lehrer, kein Philosoph führen kann - dann werden Sie auch erkennen, dass dieses Lebendige das ist, was Sie in Wirklichkeit selbst sind.

Jiddu Krishnamurti (1895-1986)

23 April 2007

Universaler Geist

Dieser Geist ist ein Bestandteil des universalen Geistes. Jeder Geist ist mit jedem anderen verbunden. Und jeder Geist, wo auch immer er sich befindet, kommuniziert wirklich mit der ganzen Welt.

Swami Vivekananda (1863 - 1902)

22 April 2007

Unscheinbar

Der Anfang großer Ereignisse ist - wie der Anfang großer Flüsse - oft unscheinbar und klein.

Jonathan Swift
(1667 - 1745)

21 April 2007

Alles fließt

Wir steigen in dieselben Flüsse,
und tun es doch nicht.
Man kann nicht zweimal
in denselben Fluss steigen.
Alles fließt.

Heraklit (544 bis 483 v.u.Z.)

20 April 2007

Gott im Kosmos

Gott inkarniert sich im Kosmos. Er und seine Inkarnationen sind unlösbar miteinander verbunden. Er ist nicht in seiner Inkarnation, sondern er manifestiert sich als Inkarnation. Er offenbart sich im Baum als Baum, im Tier als Tier, im Menschen als Mensch und im Engel als Engel. Es sind dies also nicht Wesen, neben denen es dann noch einen Gott gäbe, der gleichsam in sie hineinschlüpfte, sondern er ist jedes einzelne dieser Wesen - und ist es auch wieder nicht, da er sich nie in einem von ihnen erschöpft, sondern immer auch alle anderen ist. Eben diese Erfahrung macht der Mystiker. Er erkennt den Kosmos als sinnvolle Manifestation Gottes, während sich manche Menschen dem Kosmos gegenüber verhalten wie Analphabeten gegenüber einem Gedicht: Sie zählen die einzelnen Zeichen und Worte, aber sie sind nicht imstande den Sinn zu verstehen, der dem ganzen Gedicht seine Gestalt gibt.

Willigis Jäger (* 1925)

19 April 2007

Kein Wissen

Was gesehen wird ist der Glanz Gottes, Gott sich widerspiegelnd in all dem. Was für ein göttlicher Tanz, was für ein göttliches Lachen, was für göttliche Tränen! Ein Tanz ohne Tänzer. Ja, Gott hügelt, Gott schmerzt, Gott baumt, Gott himmelt und spiegelt sich so in immer einzigartiger Weise – ein immer einzigartiger Ausdruck der Göttlichkeit. Und still, still inmitten alldessen, selbst in der Mitte der Hölle bin ich. Stille, Gott, ist vor diesem Tanz, in diesem Tanz, über diesem Tanz, und wenn der Tanz vorüber ist, ist unberührt und unbewegt von dem Tanz, ist die Essenz, das Herz von alledem und ist, was es wirklich ist und was ich bin. In DEM gibt es kein Innen und kein Außen, kein Wissen und keine Unwissenheit, kein Ich und kein Du, keine Freiheit und kein Gebundensein, weder nichts noch etwas, es ist einfach jenseits aller Worte – Sein.Geliebter, diese Reise ist eine solche Freude. Es ist eine solche Freude, dem Selbst in jedem Wesen überall in allen Sphären zu begegnen. Da ist soviel Liebe zu DEM, zu Gott, zu der brüllenden Stille. Solch ein Überfließen aus Nichts, so viel Dankbarkeit für Nichts.... Und immer noch nicht die richtigen Worte – kein Wissen.....

Pyar (*1960)

[Zweiter Teil des gestrigen Posts]

18 April 2007

Frisch und neu in jedem Moment

Geliebter , während ich hier sitze, diesen Hügel dort mit Bäumen und gelben Blumen betrachte, den so blauen Himmel mit einigen weißen Wolken darin, wenn ich diesen Körper wahrnehme, der auf dem Balkon sitzt, wenn ich die Vögel singen, die Bienen summen und einen Traktor tuckern höre, genau jetzt – was da erkannt wird und gesehen wird, ist wie eine Explosion, die aus dem unbewegten, unberührten Sein, der Stille, dem Bewusstsein hervorbricht. So explodieren Phänomene in die Existenz hinein, und gleichzeitig erfolgt eine Implosion, welche dieselben Phänomene in den Ozean der Stille, des Bewusstseins zurück auflöst. All dies geschieht gleichzeitig und es geschieht in mir, alles, alles geschieht in mir, nicht irgendwo dort draußen, denn es gibt kein Draußen. Und es geschieht immer jetzt und jetzt und hier und hier. Das ganze Universum wird in DEM erschaffen und löst sich gleichzeitig auf in DEM, frisch und neu in jedem Moment.

Pyar (*1960)

[Der zweite Teil des Textes folgt morgen]

17 April 2007

Höchste Erkenntnis

Wenn sich euch, die ihr auf dem Weg zur Erleuchtung seid, nicht der Urgrund des Geistes offenbart, so werdet ihr im Denken stecken bleiben; ihr werdet den Buddha außerhalb suchen und werdet allen möglichen Dingen, der "Welt der Erscheinungen" und geistigen Übungen verhaftet bleiben, die alle nichts zu tun haben mit dem Weg zur Höchsten Erkenntnis.

Huang Po (um 850)

16 April 2007

In Gott ist nichts als Gott

Ihr sollt wissen, alles, was man so zu Worte bringt und den Leuten mit Bildern vorlegt, das ist nichts als ein Anreiz zu Gott. Wisset, dass in Gott nichts ist als Gott. Wisset, dass keine Seele in Gott kommen kann, sie werde denn zuvor so Gott, wie sie Gott war, ehe sie geschaffen wurde.

Meister Eckhart (1260-1327)

[Aus Anlass des 80. Geburtstages von Benedikt XVI.]

15 April 2007

Tausende Sonnen

Wenn deine Liebe ganz aufgeblüht ist, wird ein helles Licht erscheinen, plötzlich gehen rings um dich Tausende von Sonnen auf.

Kabir (1440-1518)

14 April 2007

Toröffner

Lehrer öffnen dir das Tor.
Doch über die Schwelle treten musst du selber.

Hakuin Zenji, auch Hakuin Ekaku (1686-1769)

13 April 2007

Ego und Leiden

Das Ego ist weder gut noch schlecht, es ist nur eine Vorstellung. Diese Vorstellung wird genährt von der Angst, dem zu begegnen, was ist und wird genährt vom Kampf. Jeder Wunsch und jede Ablehnung bedeutet zugleich eine Abtrennung und verfestigt die Vorstellung von "ich”, führt somit zu neuem Leiden.

Pyar (*1960)

12 April 2007

Wahrheit

Was nach eigener Erfahrung und Untersuchung mit deiner Vernunft übereinstimmt und zu deinem eigenen Wohle und Heile wie zu dem aller anderen Wesen dient, das nimm als Wahrheit an und lebe danach.

Gautama Buddha (ca. 563-483 v. u.Z.)

11 April 2007

Göttliches Selbst

Wenn du glaubst, ein Körper zu sein, bist du vom Weltall getrennt. Wenn du glaubst, ein Geist zu sein, bist du ein Funke des ewigen Feuers, wenn du glaubst, das göttliche Selbst zu sein, bist du alles.

Swami Vivekananda (1863 - 1902)

10 April 2007

Musik ohne Saiten

Nada befindet sich in Deinem Inneren. Es ist eine Musik ohne Saiten, die in Deinem Körper spielt. Sie durchdringt das Innere und Äußere und führt Dich fort von Illusion.

Kabir (1440-1518)

09 April 2007

awake

Even this morning,
O Swan,
awake,
arise,
follow me!

Kabir (1440-1518)

08 April 2007

Auf zur Auferstehung

Manchmal stehen wir auf
Stehen wir zur Auferstehung auf
Mitten am Tage
Mit unserem lebendigen Haar
Mit unserer atmenden Haut.

Nur das Gewohnte ist um uns.
Keine Fata Morgana von Palmen
Mit weidenden Löwen
Und sanften Wölfen.

Die Weckuhren hören nicht auf zu ticken
Ihre Leuchtzeiger löschen nicht aus.

Und dennoch leicht
Und dennoch unverwundbar
Geordnet in geheimnisvoller Ordnung
Vorweggenommen in ein Haus aus Licht.


Marie Luise Kaschnitz (1901 - 1974)

07 April 2007

Sehnsucht

Du wirst Gott schauen,
wenn dein Verlangen nach ihm so groß ist,
wie deine Sehnsucht nach Luft in diesem Augenblick.

Shri Ramakrishna (1836 - 1886)

06 April 2007

Geboren werden

Die Dunkelheit
ist eine Morgendämmerung,
die darauf wartet,
geboren zu werden.

Khalil Gibran (1883-1931)

05 April 2007

Gegenwärtig

Würden wir sagen,
dass Gott die Welt gestern oder morgen erschüfe,
so würden wir uns töricht verhalten.
Gott erschafft
die Welt und alle Dinge
in einem gegenwärtigen Nu.

Meister Eckhart (1260-1327)

04 April 2007

In Gott

Gott ist die Gerechtigkeit,
und wer in der Gerechtigkeit ist,
der ist in Gott und ist Gott.

Meister Eckhart (1260-1327)

03 April 2007

JETZT

Wer, wenn nicht wir?
Wo, wenn nicht hier?
Wann, wenn nicht jetzt?

Aus China

02 April 2007

Erwachen

Bist du dir deiner Gedanken und Vorstellungen bewusst,
dann kann es sein,
dass dich ein einziger Ausspruch,
vielleicht sogar nur ein einziges Wort,
unmittelbar zum Erwachen bringt.

Bardo Thödol

01 April 2007

Punkte im Raum

Alle Punkte im Raum werden allen anderen Punkten im Raum gleich, und man kann somit nicht mehr davon sprechen, dass irgend etwas von etwas anderem getrennt oder unabhängig ist.

David Bohm (1917-1992)

31 März 2007

Weg und Ort finden

Hätte sich aber ein Fisch vorgenommen, zuerst über die Grenzen des Wassers hinauszugelangen und dann ins Wasser zu gehen, und ein Vogel erst dann in den Himmel zu fliegen, wenn er über die Grenzen des Himmels hinausgelangt wäre, dann könnten der Fisch und der Vogel niemals ihren Weg und ihren Ort im Wasser oder im Himmel finden.

Dogen (1199-1253)

30 März 2007

Zeit

Berge sind Zeit, Ozeane sind Zeit. Ohne die Zeit könnten Berge und Ozeane nicht existieren: ihr sollt niemals bestreiten, dass die Zeit hier und jetzt in den Bergen und in den Ozeanen existiert.

Wenn die Zeit zerstört wird, werden Berge und Ozeane zerstört. Wenn die Zeit nicht zerstört wird, werden Berge und Ozeane nicht zerstört.

Im Einklang mit dieser Wahrheit zeigt sich der helle Morgenstern, erscheint der Tathagata, erscheint das Auge, und es geschieht, dass die Blume hochgehalten wird, und dies ist Zeit.

Dogen (1199-1253)

29 März 2007

Formen

Formen erscheinen dann, wenn Bedingungen zur Formgebung entstehen, etwa so, wie der Mond sich spiegelt, wenn Wasser da ist, das ihn reflektiert.

Rinzai Gigen Zenji alias Lin-chi (um 850)

28 März 2007

Buddhanatur

Die Absicht des tiefgründigen Lehrens aller Buddhas besteht darin, den in uns sichtbar werden zu lassen, der in der Lage ist, alle Lebensumstände zu beherrschen.
Die Buddhanatur kann von sich selbst nicht sagen: ich bin die Buddhanatur. Es ist vielmehr der unabhängige Mensch des Weges, der in allen Lebensfragen von seiner Buddhanatur Gebrauch macht, indem er sie einfach walten lässt.

Rinzai Gigen Zenji alias Lin-chi (um 850)

27 März 2007

Werden

Wer werden will,
was er sein sollte,
der muss lassen,
was er jetzt ist.

Meister Eckhart (1260 - 1327)

26 März 2007

Dem Universum begegnen

Es ist sehr wichtig, dass wir lernen, gut zu uns zu sein und uns selbst zu respektieren. Es ist aus einem ganz bestimmten Grund wichtig: Wenn wir in unser Herz blicken und entdecken, was dort verwirrt und was klar ist, was bitter ist und was süß, dann finden wir nicht nur uns selbst. Wir begegnen dem Universum.

Pema Chödrön (*1936)

25 März 2007

Licht der Menschen

Haltet mich von dem fern, der sagt: "Ich bin das Licht, das den Menschen den Weg weist."
Doch führt mich zu dem, der seinen Weg durch das Licht der Menschen hindurch sucht.

Khalil Gibran (1883-1931)

24 März 2007

Geboren werden

Die Dunkelheit
ist eine Morgendämmerung,
die darauf wartet,
geboren zu werden.

Khalil Gibran (1883-1931)

23 März 2007

Kommunikation

Dieser Geist ist ein Bestandteil des universalen Geistes. Jeder Geist ist mit jedem anderen verbunden. Und jeder Geist, wo auch immer er sich befindet, kommuniziert wirklich mit der ganzen Welt.

Swami Vivekananda (1863 - 1902)

22 März 2007

In Wirklichkeit nur eines

Das Subjekt wurde mit dem Objekt überlagert; das Subjekt ist die einzige Realität, das andere ist eine bloße Erscheinung. Die gegenteilige Ansicht ist unhaltbar. Materie und äußere Welt sind nichts als die Seele in einem bestimmten Zustand; in Wirklichkeit gibt es nur eines.

Swami Vivekananda (1863 - 1902)

21 März 2007

Nach Innen wenden

Wenn Du umkehrst
und Dich nach Innen wendest,
wird sich das Geheimnis
Deines Innern offenbaren.

Zen-Weisheit

20 März 2007

Mittelpunkt

Die ein gutes Leben beginnen wollten,
sollten tun wie einer,
der einen Kreis zieht:

Hat er den Mittelpunkt
gut angesetzt,
so wird die Kreislinie gut.

Meister Eckhart (1260 - 1327)

19 März 2007

Den Weg gehen

Um das zu werden,
was du nicht bist,
musst du den Weg gehen,
auf dem du nicht bist.

T.S. Eliot (1888 - 1965)

18 März 2007

Gott muss lieben

Ich will Gott niemals dafür danken, dass er mich liebt, denn er kann es nicht lassen, seine Natur zwingt ihn dazu; ich will dafür danken, dass er es in seiner Güte nicht lassen kann, dass er mich lieben muss.

Meister Eckhart (1260 - 1327)

17 März 2007

Sonnenstrahl

Ohne Staub, worin er aufleuchtet, wäre der Sonnenstrahl nicht sichtbar.

16 März 2007

Zum Schweigen kommen

Wer in allen Räumen zu Hause ist, der ist Gottes würdig, und wer in allen Zeiten eins bleibt, dem ist Gott gegenwärtig, und in wem alle Kreaturen zum Schweigen gekommen sind, in dem gebiert Gott seinen eingeborenen Sohn.

Meister Eckhart (1260-1327)

15 März 2007

Gott und Verstand

Wenn Gott, der Gegenstand unseres Glaubens, unser Verständnis übersteigt, und wenn du ihn nicht verstehst, so heißt das nicht, dass du deinen Verstand nicht benutzen sollst, um danach zu streben, ihn zu verstehen.

Fjodor Strachow

14 März 2007

Alles ist im menschlichen Bewusstsein

Alles, was gebraucht wird, ist schon im menschlichen Bewusstsein verborgen. Der Mensch muss nicht in den Himmel schauen, sondern in sich selber. Er braucht nicht von irgendwoher um Gnade bitten, sondern er muss sich selbst ein Licht werden.

Gautama Buddha (ca. 563-483 v. u.Z.)

13 März 2007

Der Geist geht voran

Den Dingen geht der Geist voran.
Der Geist entscheidet:
Entspringen reinem Geist dein Wort und deine Taten,
folgt das Glück dir nach: Unfehlbar wie dein Schatten.

Gautama Buddha (ca. 563-483 v. u. Z.)

12 März 2007

Bewusstsein ist wie Gaukelwerk

Dem Schaumball gleichet dieser Leib,
der Wasserblase das Gefühl,
Wahnehmung ist dem Luftbild gleich,
die Geistgebilde dem Bananenstamm,
Bewusstsein aber ist wie Gaukelwerk.

Gautama Buddha (ca. 563-483 v. u.Z.)

11 März 2007

Sage die Wahrheit

Verleugne nicht, was für dich in deiner Erfahrung dem Sein in der Stille, dem Frieden im Wege steht. Gib nichts vor, täusche nichts vor, sage die Wahrheit zu dir, gestehe sie dir ein, und dann akzeptiere es und schau, was bleibt.

Pyar (*1960)

10 März 2007

Jede Geschichte ist richtig

Die jeweiligen äußeren Umstände - Beruf oder Arbeitslosigkeit, Höhle im Himalaja oder geschäftiges Leben im Westen, Partnerschaft oder monastisches Leben, Gefängnis oder Freiheit - sind letztlich immer die richtigen, sind genau die Umstände, die DU brauchst, um aufzuwachen. Jede Geschichte ist die richtige! Jede Geschichte jedes Wesens mündet schließlich in Erwachen, auch deine!

Pyar (*1960)

09 März 2007

Wie Leid endet

Der größte Teil unserer Gefühle entsteht aus der irrigen Vorstellung, die unbeständigen Erscheinungen seien von beständiger Natur.
Habt ihr diese falsche Vorstellung mit der Wurzel ausgerissen, endet das Leid.

Gautama Buddha (ca. 563-483 v. u.Z.)

08 März 2007

Ursprung psychischer Probleme

Wir können damit beginnen, den Ursprung aler psychischen Probleme zu analysieren, den Ursprung des neurotischen Geistes. Es ist unsere Tendenz, sich mit Wünschen und Konflikten zu identifizieren, die sich auf die äußere Welt beziehen. Natürlich stellt sich hier sofort die Frage, ob diese Konflikte im Außen wirklich existieren oder ob sie in Wirklichkeit innere Konflikte sind.

Chögyam Trungpa (1940 - 1987)

07 März 2007

Nicht normal

Wir sind nicht normal und natürlich. Wir sind absolut anormal, krank, verrückt! Nur dass das keiner merkt, weil wir ja alle so sind. Die Verrücktheit ist so normal, dass es anormal erscheint, nicht verrückt zu sein. Buddha ist anormal.

Osho (1931 - 1990)

06 März 2007

Ego-Baustelle

Dieses Nichts macht Angst und deshalb sind wir ständig auf der Ego-Baustelle zugange, verstärken hier, verbessern da, um dieses Haus, das in Wahrheit so wenig existiert wie des Kaisers neue Kleider, vor dem Einsturz zu bewahren. Und da es in Wahrheit nur eine Fiktion ist, ist ständige Anstrengung notwendig, es aufrecht zu erhalten.

Pyar Troll (*1960)

05 März 2007

Entscheidung

Was willst Du?
Willst Du lieben?
Oder willst Du geliebt werden?

Entscheide Dich!

Maitri

01 März 2007

Wer bist Du?

Willst Du wissen,
wer Du warst,
so schau, wer Du bist.

Willst Du wissen,
wer Du sein wirst,
so schau, was Du tust.

Gautama Buddha (ca. 563-483 v. u.Z.)

28 Februar 2007

Umgang mit Einfachem

Für viele gilt Zen als verwirrend und schwierig. Doch das ist es nicht. Unser Geist ist es, der es dazu macht. Denn den Umgang mit so Einfachem ist er nicht gewöhnt.

27 Februar 2007

Farbe des Windes

Menschen fragen oft: "Was ist der Sinn einer Religion wie der Buddhismus, die keinen Gott und keine Himmel kennt?".
Zen fragt: "Was ist die Farbe des Windes?"

26 Februar 2007

Wahrheit - ganz anders

Lass dich nicht täuschen und nicht betäuben, nicht einlullen. Die Wahrheit ist ganz anders, als du dir jemals vorgestellt hast. Sie ist auch ganz anders als sie dir irgend jemand mit Worten vermitteln könnte!

Pyar Troll (*1960)

25 Februar 2007

Die Sehnsucht ausrichten

Notwendig ist, die Sehnsucht auszurichten, die Wahrheit selbst, die Freiheit selbst zu wollen und nicht ihre Ersatzstoffe. Diese Ersatzstoffe wie Geld, Macht, Ruhm, Beziehung, wie Gutsein, selbst ein Schwelgen in ekstatischen und himmlischen Zuständen können ja nicht wirklich und vor allem nicht dauerhaft befriedigen.

Pyar Troll (*1960)

24 Februar 2007

Leben des wachsenden Baumes

Das Leben des Samens in der Frucht ist ein ganz aneres als das Leben des wachsenden Baumes. So muss auch unser Leben, das an allen Seiten auf die Umgebung unseres Selbst und auf das eng begrenzte Gebiet unserer Sinne beschränkt ist, so grundverschieden sein von dem Leben einer befreiten Seele, dass es uns unmöglich ist, uns dies vorzustellen, solange wir in der Hülle des Selbst eingekerkert sind.

Rabindranath Tagore (1861–1941)

23 Februar 2007

Im Wasser nach Wasser schreien vor Durst

Alle Menschen sind im Grunde Buddhas, gleich wie Wasser und Eis: Es gibt kein Eis getrennt vom Wasser, gesondert von den Geschöpfen keine Buddhas. Nicht wissend wie nahe ihnen die Wahrheit, suchen die Geschöpfe sie in der Ferne - welch Jammer! Sie gleichen denen, die im Wasser nach Wasser schrei'n vor Durst.

Hakuin Zenji, auch Hakuin Ekaku (1686-1769)

22 Februar 2007

Erreichen und finden

Du erreichst es nicht,
indem du dich bemühst;
und du kannst es auch nicht finden,
indem du dich nicht bemühst.

Zen-Weisheit

21 Februar 2007

Der Weg zur Freiheit

Der Weg zur Freiheit ist so schmal wie die Schneide eines Messers und dazu lang, schwer und mühselig. So haben es die Weisen wieder und immer wieder bekundet. Doch lasse dich weder von Schwäche noch Misserfolgen fesseln.

Swami Vivekananda (1863 - 1902)

20 Februar 2007

(Un)Wahrheit

Was für den einen Wahrheit ist, kann für den anderen Unwahrheit sein. Wer nach der Wahrheit sucht, sollte deswegen nicht beunruhigt sein. Denn er wird durch unablässiges und ehrliches Bemühen zu der Einsicht gelangen, dass das, was unterschiedliche Wahrheiten zu sein scheinen, nur die zahllosen Blätter ein und desselben Baumes sind.

Mahatma Gandhi (1869 - 1948)

19 Februar 2007

Bild der Seele

Wenn die Seele etwas erfahren möchte,
dann wirft sie ein Bild der Erfahrung vor sich nach außen
und tritt in ihr eigenes Bild ein.

Meister Eckhart (1260-1327)

18 Februar 2007

"Ich bin"

Wenn ich zu den Tiefen meiner eigenen Existenz und meiner eigenen derzeitigen Realität vordringe, dem undefinierbaren "Bin", das mein Selbst in seinen tiefsten Verwurzelungen darstellt und dann durch diese tiefe Mitte dringe, dann befinde ich mich im unendlichen "Ich Bin", welches der Name Gottes ist.

Thomas Merton (1915–1968)

17 Februar 2007

Den Träumen trauen

Trauet euren Träumen,
denn das Tor der Ewigkeit
ist darin verborgen.

Khalil Gibran (1883-1931)

16 Februar 2007

Fand Dich Innen

Ich fand dich, o Herr,
nicht außerhalb,
denn ich ging fehl,
dass ich dich außerhalb suchte,
da du doch innen warst.

Aurelius Augustinus (354 - 430)

15 Februar 2007

Erfahrung

Ich bin nicht Materie, die eine spirituelle Erfahrung macht.
Ich bin ein spirituelles Wesen, das diese menschliche Erfahrung macht.

Willigis Jäger (* 1925)

14 Februar 2007

Unendlichkeit der Schönheit

Suche nicht nach jenem Blumengarten,
oh Freund, strebe nicht dort hinzugelangen!
In deinem Körper ist der Blumengarten.
Nimm deinen Sitz ein auf dem tausendblättrigen Lotus
und schaue so die Unendlichkeit der Schönheit.

Kabir (1440-1518)

12 Februar 2007

Tempel im Geist

Was sind Tempel, sagt es mir. Und was sind heilige Wasserbecken?

Oh, ihr armen Sklaven, die ihr betet in Tempeln und Wasserbecken. Tempel sind im Geist. Wasserbecken sind im Geist.

Es gibt kein Werden, es gibt kein Entwerden, nichts davon, gar nicht.

Aus dem Hinduismus

Alpdruck in der Nacht

Die gier- und hasserfüllte Welt ist nur ein Alpdruck in der Nacht. Ihr Dasein wird zu leerem Schein, wenn man aus diesem Traum erwacht.

Shankaracharya

11 Februar 2007

Gott und Mensch

Gott und Mensch verhalten sich zueinander wie Gold und Ring. Sie sind zwei ganz verschiedene Realitäten. Gold ist nicht Ring und Ring ist nicht Gold. Aber in einem goldenen Ring können sie nur zusammen auftreten. Sie sind koexistent. Das Gold braucht eine Form, um zu erscheinen, und der Ring braucht ein Material, um sichtbar zu werden. Sie sind Nicht-Zwei. Das Gold offenbart sich als Ring. So offenbart sich Gott als Mensch. Sie können nur zusammen erscheinen. Das ist für mich der Sinn der Inkarnation Jesu. Es soll darin sichtbar gemacht werden, dass alles eine Inkarnation Gottes darstellt, von den Quarks und Leptonen bis hin zu den rein geistigen Formen, von denen wir keine Ahnung haben. Wir sind "Gottmenschen". Ich kann auch sagen: Gott hat sich als Mensch manifestiert.

Willigis Jäger (* 1925)

10 Februar 2007

Namenloses und Benennen

Das Namenlose
ist der Urspung
von Himmel und Erde.

Benennen
ist die Mutter
der
zehntausend Dinge.


Lao Tse (zwischen 600 und 300 v.u.Z.)

09 Februar 2007

Geh deinen Weg

Triffst du nicht Bess're oder Gleiche,
geh allein auf deinem Weg;
lass dich mit Toren niemals ein.

Gautama Buddha (ca. 563-483 v. u.Z.)

08 Februar 2007

Schaukel des Geistes

Zwischen den Polen des Bewussten und des Unbewussten hat der Geist eine Schaukel errichtet.
Daran hängen alle Wesen, alle Welten, und diese Schaukel hört nie zu schwingen auf. Dort sind Wesen ohne Zahl, dort sind Sonne und Mond in ihrem Lauf - Millionen von Zeitaltern gehen vorüber und die Schaukel hört nicht auf zu schwingen.
Alles schwingt: Himmel, Erde und das Wasser. Und auch der Höchste, indem er Form annimmt.

Kabir (1440-1518)

07 Februar 2007

Geist des Suchens

Es ist der Geist des Suchens,
der dir hilft.
Ich bin ein Sklave
des Geistes der Suche.

Kabir (1440-1518)

06 Februar 2007

Wissen und Weisheit

Was die Menschen Wissen nennen,
ist die rationalisierte Annahme
trügerischer Erscheinungen.

Weisheit sieht
hinter den Schleier
und sieht.


Sri Aurobindo (1872 - 1950)

05 Februar 2007

Krankheit etc.

Es gibt
keine Sünde
im Menschen,
nur sehr viel
Krankheit,
Unwissenheit
und Missbrauch.

Sri Aurobindo (1872 - 1950)

04 Februar 2007

Gott lieben

Unsere Aufgabe ist es,
Gott zu lieben.

Unser Glück liegt
in der Hingabe
an die göttliche Umarmung.

Jan van Ruysbroeck (1293 - 1381)

03 Februar 2007

Früchte des Tuns

Deine Aufgabe
liegt allein im Handeln,
nicht in dessen Früchten.

Lasse die Früchte deines Tuns
nicht der Beweggrund sein;
ergib dich nicht der Untätigkeit.

Aus der Bhagavad-Gita

02 Februar 2007

Weise und Schriften

Der Weise soll die Schriften erforschen auf der Suche nach Erkenntnis.
Dann aber soll er sie alle aufgeben. Wie die Hülle, die vom Reis abgelöst wird.

Aus der Amritabindu-Upanishad

01 Februar 2007

Leuchtendes Gewahrsein

Man kann und muss den Geist in allen drei Sprachen beschreiben, der Ich-, der Wir- und der Es-Sprache.
Jeder dieser drei Bereiche entwickelt sich. Damit ist gemeint, dass jeder von ihnen seine spirituelle Natur immer weiter entfaltet und dadurch diese seine spirituelle Natur immer mehr verwirklicht. In den höchsten Regionen dieser Evolution werden das Ich, das Wir und das Es immer mehr für ihre eigene wahre Natur transparent. Sie strahlen die Herrlichkeit des Urgrundes aus, der sie sind.
In diesem leuchtenden Gewahrsein wird jedes Ich zu einem Gott, wird jedes Wir zu Gottes aufrichtigster Verehrung, wird jedes Es zu Gottes anmutigstem Tempel.

Ken Wilber (*1947)