31 August 2008

Klare Stille

Das Beste für mich ist klare Stille.

Eine Stille,
in der ich kein Wort formuliere,
weder für Menschen noch für das Papier.

Es wird noch reichlich genug zu sagen sein,
wenn die Zeit zum Schreiben kommt.

Thomas Merton (1915–1968)

30 August 2008

Uns blind machen

In der nichtmanifesten Wirklichkeit durchdringt sich alles gegenseitig, hängt alles miteinander zusammen. Deshalb sagen wir auch, das Bewusstsein der Menschheit ganz in der Tiefe ist eins. Das ist, sagen wir, eine Gewissheit, weil selbst die Materie im leeren Raum eins ist. Wir sehen das deshalb nicht, weil wir uns selbst dafür blind machen.

David Bohm (1917-1992)

29 August 2008

28 August 2008

Viel hilft viel



Gesehen in einer süddeutschen Gebetsstätte. Ansonsten "Ohne Worte".

27 August 2008

So weit, wie wir gehen wollen

Es ist sehr wichtig, dass wir lernen, gut zu uns zu sein und uns selbst zu respektieren. Es ist aus einem ganz bestimmten Grund wichtig: Wenn wir in unser Herz blicken und entdecken, was dort verwirrt und was klar ist, was bitter ist und was süß, dann finden wir nicht nur uns selbst. Wir begegnen dem Universum. Wenn wir den Buddha entdecken, der wir eigentlich sind, erkennen wir, dass alles im Universum ebenfalls Buddha ist. Wir kommen zu der Erkenntnis, dass alles und jedes erwacht ist. Alles ist gleichermaßen kostbar, heil und gut, und ebenso ist jedes einzelne Lebewesen kostbar, heil und gut. Wenn wir humorvoll und offen mit unseren eigenen Gedanken und Emotionen umgehen, dann ist das auch die Art und Weise, wie wir das Universum wahrnehmen. Dann geht es uns nicht mehr nur um unsere eigene Befreiung, sondern auch darum, wie wir die Gemeinschaft unterstützen können, in der wir leben, was wir für unsere Familie, unser Land und den ganzen Kontinent tun können, nicht zu reden von der ganzen Welt, der Galaxis, dem Universum - so weit, wie wir gehen wollen.

Pema Chödrön (*1936)

26 August 2008

25 August 2008

Letzte Tage


Die letzten Tage
des Sommers
zeigen noch einmal
strahlendes Licht.

Am Morgen
dämmert's schon -
der Herbst
ist nah

(Sonnenblume aus dem
Botanischen Garten in Bochum)

18 Juli 2008

Olympiade Peking 2008

http://www.reporter-ohne-grenzen.de/kampagne-peking-2008.html

>>Am 8. August 2008 beginnen in Peking die Olympischen Spiele. Bei der Vergabe 2001 hat China zugesichert, die Menschenrechtslage entscheidend zu verbessern. Doch dies ist bis heute nicht geschehen. Es herrscht weiterhin Zensur im Reich der Mitte und rund 100 Journalisten, Internet-Dissidenten und Verteidiger der Meinungsfreiheit sind hinter Gittern. ...<<

Bis zum Ende der Olympiade am 24. August wird es keinen neuen Post geben.

Bis dahin.


17 Juli 2008

Wahrheit

Was nach eigener Erfahrung und Untersuchung mit deiner Vernunft übereinstimmt und zu deinem eigenen Wohle und Heile wie zu dem aller anderen Wesen dient, das nimm als Wahrheit an und lebe danach.

Gautama Buddha (ca. 563-483 v. u.Z.)

16 Juli 2008

Uns selbst blind machen

In der nichtmanifesten Wirklichkeit durchdringt sich alles gegenseitig, hängt alles miteinander zusammen. Deshalb sagen wir auch, das Bewusstsein der Menschheit ganz in der Tiefe ist eins. Das ist, sagen wir, eine Gewissheit, weil selbst die Materie im leeren Raum eins ist. Wir sehen das deshalb nicht, weil wir uns selbst dafür blind machen.

David Bohm (1917-1992)

15 Juli 2008

Wahrheit

Wahrheit zu hören oder zu lesen oder im Zusammensein mit einem erwachten Wesen zu erleben ist hilfreich, aber nicht ausreichend. Es bleibt Stückwerk, allein schon deshalb, weil Wahrheit in Wirklichkeit nicht sprechbar, nicht denkbar, nicht ausdrückbar, nicht vermittelbar ist. Niemand kann sie dir schenken oder geben. Alles kann nur auf sie hinweisen, hindeuten. Du musst sie wollen, mehr als alles andere, mehr als Glück.

Pyar Troll (*1960)

14 Juli 2008

Ins Innerste

Denn, wer kommen will in Gottes Grund, in dessen Innerstes, der muss zuvor in seinen eigenen Grund, in sein Innerstes kommen; denn niemand kann Gott erkennen, der nicht zuvor sich selbst erkennen müsste.

Meister Eckhart (1260-1327)

13 Juli 2008

Karawane

Komm,
komm wer du auch bist,
Vagant, Anbeter, Flüchtling.
Es hat keine Wichtigkeit.

Unsere Karawane ist nicht eine der Verzweiflung.
Unsere Karawane ist eine des unendlichen Glücks.

Komm, auch wenn du deine Vorsätze tausend mal gebrochen hast.
Komm, komm wieder. Komm.

Dschelaluddin Rumi (1207-1273)

12 Juli 2008

Nur ein Gespinst

Alle Dinge sind stets nur ein Gespinst aus Zeit, Raum und Energie. Und alles andere ist das müßige Reden von Menschen, die sich nicht der Mühe spiritueller Praxis, die sie zum Selbst führen würde, unterziehen wollen.

Ribhu Gita

11 Juli 2008

Aufgabe eines jeden Menschen

Es ist die Aufgabe eines jeden Menschen,
sich selbst zu kennen
und das rechte Maß zu wissen.
Das rechte Maß zu wissen, ist die höchste Kunst.

Heraklit (544 bis 483 v.u.Z.)

10 Juli 2008

Miteinander verbunden

Alle Dinge nah und fern sind durch eine unvergängliche Kraft heimlich miteinander verbunden, so dass du keine Blume berühren kannst, ohne dass dadurch ein Stern bewegt wird.

Francis Thompson (1859-1907)

09 Juli 2008

Ich Bin

Wenn ich zu den Tiefen meiner eigenen Existenz und meiner eigenen derzeitigen Realität vordringe, dem undefinierbaren "Bin", das mein Selbst in seinen tiefsten Verwurzelungen darstellt und dann durch diese tiefe Mitte dringe, dann befinde ich mich im unendlichen "Ich Bin", welches der Name Gottes ist.

Thomas Merton (1915–1968)

08 Juli 2008

DA

Rastend ist es und doch rastlos,
Ferne ist es und doch so nah
In allem ist es inwendig,
Und doch außerhalb allem da.

Aus den Upanishaden

07 Juli 2008

Kampf mit der Welt

Ich verlor den irrsinnigen Glauben,
dass mir der Kampf mit der Welt
Frieden bringen würde.

Byron Katie (*1942)

06 Juli 2008

Unsterblichkeit

Aus dem Nichtseienden
führe mich zum Seienden,
aus der Finsternis
führe mich zum Lichte,
aus dem Tode
führe mich zur Unsterblichkeit!

Aus den Upanishaden