Das obsessive menschliche Bewusstsein des Selbst und das Bestehen auf einem getrennten Selbst ist das endgültige und gewaltigste Hindernis vor der Erkenntnis Gottes. Ein Selbst zu sein... ist die Erbsünde, und zum Selbst zu sterben... ist die höchste Tugend.
Aldous Huxley (1894-1963)
11 Dezember 2008
10 Dezember 2008
Was gerade "dran" ist
Die wichtigste Stunde
ist immer die Gegenwart,
der bedeutendste Mensch
ist der, der dir gerade gegenüber sitzt,
das notwendigste Werk
ist stets die Liebe.
Meister Eckhart (1260-1327)
ist immer die Gegenwart,
der bedeutendste Mensch
ist der, der dir gerade gegenüber sitzt,
das notwendigste Werk
ist stets die Liebe.
Meister Eckhart (1260-1327)
09 Dezember 2008
Zeit und Raum
Die Zeit ist das, was das Licht hindert, zu uns zu dringen. Es gibt kein größeres Hindernis für Gott als die Zeit, und nicht nur die Zeit, sondern Zeitliches, nicht nur zeitliche Bestrebungen, sondern gerade der Makel und der Geruch der Zeit. Nichts hindert die Seele so sehr an der Erkenntnis Gottes wie Zeit und Raum. Zeit und Raum sind Stücke, Gott aber ist eins.
Meister Eckhart (1260-1327)
Meister Eckhart (1260-1327)
08 Dezember 2008
Verstand - so oder so
Es gibt zwei gleichermaßen gefährliche Extreme:
Den Verstand abzuschalten
und
ausschließlich den Verstand zu benutzen.
Blaise Pascal (1623-1662)
Den Verstand abzuschalten
und
ausschließlich den Verstand zu benutzen.
Blaise Pascal (1623-1662)
07 Dezember 2008
06 Dezember 2008
Liebendes Universum
Die wichtigste Erkenntnis meines Lebens ist die,
dass wir in einem liebenden Universum leben.
Albert Einstein (1879 – 1955)
dass wir in einem liebenden Universum leben.
Albert Einstein (1879 – 1955)
05 Dezember 2008
Wie hat Gott diese Welt erschaffen?
Ich möchte wissen, wie Gott diese Welt erschaffen hat. Ich bin nicht an dem einen oder anderen Phänomen interessiert, an dem Spektrum des einen oder anderen Elementes. Ich möchte Seine Gedanken kennen, alles übrige sind nur Einzelheiten.
Albert Einstein (1879 – 1955)
Albert Einstein (1879 – 1955)
04 Dezember 2008
Verwirklichung
Verwirklichung bedeutet: etwas zu sein. Denn solange man über etwas denkt oder spricht, ist man es nicht. Du kannst über eine Katze oder über einen Löwen nachdenken, das bedeutet bei weitem noch nicht, dass du sie verwirklicht hast: dass du eine Katze oder ein Löwe geworden bist. Du kannst ebenfalls über dich selbst nachdenken, ohne dass du selbst, dein göttliches, schöpferisches Selbst bist! Etwas denken ist Getrenntsein davon. Denn wenn du nur einen einzigen Gedanken aussendest, so bist du - der Denker - und der Gegenstand deines Denkens - das Gedachte - nur durch das Denken verbunden, aber nicht identisch mit ihm. Was in deinem Verstand ist, bist du noch nicht. Der Verstand gehört dir, es ist ein wunderbares Werkzeug, ein Spiegel, in welchen du alles projizieren und alles darin erkennen kannst, aber der Verstand ist nicht du! Der Verstand ist außerhalb deines Selbst, folglich, was du durch deinen Verstand vermagst, ist nicht du, ist keine Verwirklichung.
Elisabeth Haich (1897-1994)
Elisabeth Haich (1897-1994)
03 Dezember 2008
Von Moment zu Moment
Es gibt niemanden auf der Welt, weder unter denjenigen, die wir als die Unterdrückten sehen, noch unter denjenigen, die wir für die Unterdrücker halten, der nicht alles hätte, was zum Erwachen nötig ist. Wir alle brauchen Unterstützung und Ermutigung, um uns bewusst zu werden, was wir denken, was wir sagen und was wir tun. Werden Sie sich Ihrer Meinungen bewusst. Wenn Sie feststellen, dass Sie Ihren Meinungen gegenüber aggressiv reagieren, bemerken Sie es einfach. Wenn Sie Ihren Meinungen gegenüber nicht aggressiv sind, bemerken Sie auch das. Indem Sie ein Bewusstsein entwickeln, das sich nicht an richtig oder falsch klammert, finden sie einen neuen Seinszustand. Daraus entwickelt sich schließlich das endgültige Aufhören des Leidens. Zu guter Letzt, wenn Sie nicht mehr an sich verzweifeln. Tun Sie von ganzem Herzen alles, um Ihre klarsichtige Intelligenz zu wecken, aber tun Sie es immer nur von Tag zu Tag, von Moment zu Moment.
Pema Chödrön (*1936)
Pema Chödrön (*1936)
02 Dezember 2008
All-eins-sein
Eines Tages muss man sich mit seiner Einsamkeit anfreunden. Wenn du ihr einmal in die Augen geschaut hast, verändert die Einsamkeit ihre Farbe, ihre Qualität; sie schmeckt dann völlig anders. Sie wird zur All-Einheit. Dann ist sie nicht mehr Isolation; sie ist All-eins-sein mit dir selbst.
Isolation birgt Unglück; All-Einheit weitet sich zu Glückseligkeit aus.
Osho (1931-1990)
Isolation birgt Unglück; All-Einheit weitet sich zu Glückseligkeit aus.
Osho (1931-1990)
01 Dezember 2008
Er- und durchleuchtet

Als ich diese drei Fotos gesehen habe, war ich fasziniert. Das erste Bild stellt dar eine thailändische Messing-Buddha-Figur aus dem 15. Jahrhundert. Das zweite Bild zeigt die gleiche Figur im Röntgenbild. Ihr "Geheimnis" gibt sie jedoch erst durch eine neue Technologie preis: Richtig ins Schwärmen kommt das Schweizer Paul Scherrer-Institut: "Das Neutronenbild zeigt, dass in der Statue Holzgegenstände und trockene Blumen verborgen sind. Die Statue blieb bei der Untersuchung völlig unbeschädigt; Röntgenstrahlen hätten keinen Blick ins Innere der Staute ermöglicht."
So sehen wir Buddha nicht nur als den Er- sondern auch als den Durchleuchteten.
(In hoher Auflösung gibt es die drei Bilder in der Pressemeldung "Das Lächeln des Buddha durchschauen" auf der Seite des Institutes: www.psi.ch)
30 November 2008
O Heiland, reiß die Himmel auf

O Heiland, reiß die Himmel auf,
Herab, herab, vom Himmel lauf !
Reiß ab vom Himmel Tor uns Tür,
Reiß ab, wo Schloß und Riegel für !
O Gott, ein' Tau vom Himmel gieß;
Im Tau herab, o Heiland, fließ.
Ihr Wolken, brecht und regnet aus
Den König über Jakobs Haus.
O Erd', schlag aus, schlag aus, o Erd',
Daß Berg und Tal grün alles werd'
O Erd', herfür dies Blümlein bring,
O Heiland, aus der Erden spring.
Wo bleibst du, Trost der ganzen Welt,
Darauf sie all' ihr' Hoffnung stellt ?
O komm, ach komm vom höchsten Saal,
Komm tröst uns hie im Jammertal.
O klare Sonn', du schöner Stern,
Dich wollten wir anschauen gern.
O Sonn', geh auf, ohn' deinen Schein
In Finsternis wir alle sein.
Hie leiden wir die größte Not,
Vor Augen steht der ewig' Tod;
Ach komm, führ uns mit starker Hand
Vom Elend zu dem Vaterland.
Friedrich Spee von Langenfeld S.J. (1591-1635) Köln, 1623
29 November 2008
licht, lauter und leer
Der Geist aller Lebewesen ist im tiefsten Grund licht, lauter und leer. Dieser Geist wird Urgrund der Erleuchtung genannt. Unter dem Einfluss der Trübungen des Geistes irren die Wesen, da es ihnen an Selbsterkenntnis mangelt, im Samsara umher. Wer Selbsterkenntnis und Einsicht in den Urgrund des eigenen Geistes gewonnen hat, der ist ein Weiser, ein Geläuterter, ein Erwachter.
Milarepa (1052-1135)
Milarepa (1052-1135)
28 November 2008
Verwirrung vermeiden
Wenn du eine Verwirrung vermeiden willst, erschaffst du dadurch eine neue, und, um diese zu vermeiden, die nächste. Vermeide die erste nicht: Geh in sie hinein, beobachte sie, lass sie deine Meditation sein. Wenn sie da ist, muss es seine Bedeutung haben, denn nichts existiert ohne irgendeine Bedeutung.
Mit der Zeit wirst du Dankbarkeit für sie empfinden, denn wenn du es dir anschaust, wirst du klar werden, meditativer, wacher, bewusster. Und am Ende wirst du deiner Verwirrung danken, dass sie dir geholfen hat, dass sie dir die Möglichkeit gegeben hat, an Bewusstsein zu wachsen. Es war einfach eine Gelegenheit, die an deine Tür geklopft hat, um dir zu helfen, bewusster zu werden.
Osho (1931-1990)
Mit der Zeit wirst du Dankbarkeit für sie empfinden, denn wenn du es dir anschaust, wirst du klar werden, meditativer, wacher, bewusster. Und am Ende wirst du deiner Verwirrung danken, dass sie dir geholfen hat, dass sie dir die Möglichkeit gegeben hat, an Bewusstsein zu wachsen. Es war einfach eine Gelegenheit, die an deine Tür geklopft hat, um dir zu helfen, bewusster zu werden.
Osho (1931-1990)
27 November 2008
Die Lehrer
Ein junger Mann sucht Arbeit. Um herauszubekommen, was er tun soll, entschließt er sich zu meditieren, bis er seine innere Stimme hört. Er setzt sich hin und meditiert so lange, bis er innen eine Stimme hört, die sagt: "Werde Schreiner!” Also geht er zu einem Schreiner und wird tatsächlich eingestellt. Am ersten Tag zerbricht er eine Säge. Am zweiten schneidet er sich in die Hand, und am dritten bekommt er Sägemehl in die Augen und muss nach Hause gehen. In der Nacht sinniert er: "Da steckt eine Lehre drin, weil alles, was uns zustößt, zum Lernen da ist. Wenn ich nur hören könnte, was mir meine innere Stimme sagen will! Ich will weiter meditieren, dann werde ich es wissen.”
Und beim Meditieren sagt ihm eine neue Stimme: "Die Lehre ist: Du musst an Deinen Vorsätzen festhalten! Führe durch, was Du Dir vorgenommen hast!” Also geht der junge Mann am nächsten Tag wieder in die Werkstatt und ruiniert einen frisch gebeizten Schrank. Am Tag darauf bohrt er in einer Wand eine Wasserleitung an und verursacht eine Überschwemmung. Er bleibt aber guter Dinge und sagt zu sich selber: "Das ist alles zu meinem Besten, das ist eine Lehre, die mich wachsen lässt. Ich versuche es noch einmal, zuzuhören und zu verstehen.”
Beim Meditieren spricht eine andere Stimme zu ihm und sagt: "Die Lektion, die Du lernen sollst, ist: Du sollst Dich nicht gegen die Natur wenden. Wenn Deine Arbeit Dir nichts bringt, dann arbeite überhaupt nicht, weil die Natur Dich immer versorgen wird, wenn nur Dein Herz offen ist.” Also spaziert der junge Mann am nächsten Tag durch den Wald und wartet, dass ihm die Vorsehung einen Tipp gibt.
Als er unter einem großen Baum geht, bricht plötzlich ein dicker Ast ab und trifft ihn so, dass er umfällt. Ein paar Minuten reibt er sich seine Beule, dann schaut er nach oben und spricht zum Himmel: "Ich verstehe das nicht. Ich bin dem Rat all meiner inneren Stimmen gefolgt und trotzdem ist alles schiefgegangen.” Aber der Himmel gibt ihm keine Antwort. Da seufzt der junge Mann tief und denkt bei sich: "Ich gebe auf! Es kümmert mich nicht, was die Lehre ist. Von jetzt an werde ich genau das tun, was ich will und bestimmt nicht mehr auf irgendwelche Stimmen hören.”
Da sagt eine Stimme in ihm: "So! Das ist die Lehre!”
Osho (1931-1990)
Und beim Meditieren sagt ihm eine neue Stimme: "Die Lehre ist: Du musst an Deinen Vorsätzen festhalten! Führe durch, was Du Dir vorgenommen hast!” Also geht der junge Mann am nächsten Tag wieder in die Werkstatt und ruiniert einen frisch gebeizten Schrank. Am Tag darauf bohrt er in einer Wand eine Wasserleitung an und verursacht eine Überschwemmung. Er bleibt aber guter Dinge und sagt zu sich selber: "Das ist alles zu meinem Besten, das ist eine Lehre, die mich wachsen lässt. Ich versuche es noch einmal, zuzuhören und zu verstehen.”
Beim Meditieren spricht eine andere Stimme zu ihm und sagt: "Die Lektion, die Du lernen sollst, ist: Du sollst Dich nicht gegen die Natur wenden. Wenn Deine Arbeit Dir nichts bringt, dann arbeite überhaupt nicht, weil die Natur Dich immer versorgen wird, wenn nur Dein Herz offen ist.” Also spaziert der junge Mann am nächsten Tag durch den Wald und wartet, dass ihm die Vorsehung einen Tipp gibt.
Als er unter einem großen Baum geht, bricht plötzlich ein dicker Ast ab und trifft ihn so, dass er umfällt. Ein paar Minuten reibt er sich seine Beule, dann schaut er nach oben und spricht zum Himmel: "Ich verstehe das nicht. Ich bin dem Rat all meiner inneren Stimmen gefolgt und trotzdem ist alles schiefgegangen.” Aber der Himmel gibt ihm keine Antwort. Da seufzt der junge Mann tief und denkt bei sich: "Ich gebe auf! Es kümmert mich nicht, was die Lehre ist. Von jetzt an werde ich genau das tun, was ich will und bestimmt nicht mehr auf irgendwelche Stimmen hören.”
Da sagt eine Stimme in ihm: "So! Das ist die Lehre!”
Osho (1931-1990)
26 November 2008
Ignoranz des Verstandes
Die ganze Ignoranz des sogenannten Verstandes besteht darin, nicht in der Gegenwart sein zu können. Der Verstand bewegt sich dauernd: in die Zukunft oder in die Vergangenheit. Der Verstand, das Denken ist niemals im Hier und Jetzt! Die Bauweise des Verstandes macht es unmöglich, dass er in der Gegenwart sein kann. Weil der Verstand denken muss und es im gegenwärtigen Moment keine Möglichkeit zum Denken gibt! Man muss sehen, man muss hören, man muss gegenwärtig, anwesend sein, aber man kann da nicht denken.
Osho (1931-1990)
Osho (1931-1990)
25 November 2008
Gott erfahren
Ein bloßer Gelehrter ohne Unterscheidungsgabe und Entsagung, der behält Sinnenfreude und Besitzgier im Blick. Ein Geier steigt hoch hinauf, doch sein Blick bleibt auf den Aasplatz gerichtet. Einzig das ist Wissen, wodurch wir Gott erfahren können, alles andere ist Lüge.
Ramakrishna Paramahamsa (1836 -1886)
Ramakrishna Paramahamsa (1836 -1886)
24 November 2008
Immer noch besser...
"Was macht eigentlich Ihr Sohn?",
fragte Frau A Frau B.
"Der meditiert",
antwortete Frau B.
"Na, ja. Das ist immer noch besser als wenn er in der Ecke sitzen und gar nichts tun würde",
meinte darauf Frau A. antworten zu müssen.
fragte Frau A Frau B.
"Der meditiert",
antwortete Frau B.
"Na, ja. Das ist immer noch besser als wenn er in der Ecke sitzen und gar nichts tun würde",
meinte darauf Frau A. antworten zu müssen.
22 November 2008
20 November 2008
Die gesamte Schöpfung existiert in dir
Die gesamte Schöpfung existiert in dir, und alles, was in dir ist, existiert auch in der Schöpfung. Es gibt keine Grenze zwischen dir und einem Gegenstand, der dir ganz nahe ist, genauso wie es keine Entfernung zwischen dir und sehr weit entfernten Gegenständen gibt. Alle Dinge, die kleinsten und größten, die niedrigsten und höchsten sind in dir vorhanden als ebenbürtig. Ein einziges Atom enthält alle Elemente der Erde. Eine einzige Bewegung des Geistes beinhaltet alle Gesetze des Lebens. In einem einzigen Tropfen Wasser findet man das Geheimnis des endlosen Ozeans. Eine einzige Erscheinungsform deiner selbst enthält alle Erscheinungsformen des Lebens überhaupt.
Khalil Gibran (1883-1931)
Khalil Gibran (1883-1931)
19 November 2008
Es gibt kein besseres Leben
Hole dir deine Kraft zurück: Entblöße dich, das wirkliche Ich, und vergiss all den Unsinn über den Verstand und den Körper und die Gedanken und die Welt und Gott und alles andere, was real zu sein scheint. Vergleiche dich mit niemandem. Sei ehrlich mit dir selbst. Es ist egal, wie weit fortgeschritten jemand anders sein mag. Vergiss alle Heiligen und Weisen und andere Leute. Du bist der Einzige, der je existiert hat, und es gibt niemanden außer dir. Du bist alle Heiligen und alle Weisen und alle Seher. Du bist alles. Alles ist das Selbst und du bist Das. Warum nicht dazu aufwachen? Warum willst du so lange Spiele mit dir selbst spielen? Indem du an Reinkarnation glaubst, kommst du immer und immer wieder, immer in der Hoffnung auf ein besseres nächstes Leben. Es gibt kein besseres Leben.
Robert Adams (1928-1997)
Robert Adams (1928-1997)
18 November 2008
Ich bin da
Ich bin da, wo ich war, ehe ich geschaffen wurde, da ist bloß Gott in Gott. Da sind weder Engel noch Heilige noch Chöre im Himmel. Manche Leute sagen von acht Himmeln und neun Chören; das ist nicht da, wo ich bin.
Ihr sollt wissen, alles, was man so zu Worte bringt und den Leuten mit Bildern vorlegt, das ist nichts als ein Anreiz zu Gott. Wisset, dass in Gott nichts ist als Gott. Wisset, dass keine Seele in Gott kommen kann, sie werde denn zuvor so Gott, wie sie Gott war, ehe sie geschaffen wurde.
Meister Eckhart (1260-1327)
Ihr sollt wissen, alles, was man so zu Worte bringt und den Leuten mit Bildern vorlegt, das ist nichts als ein Anreiz zu Gott. Wisset, dass in Gott nichts ist als Gott. Wisset, dass keine Seele in Gott kommen kann, sie werde denn zuvor so Gott, wie sie Gott war, ehe sie geschaffen wurde.
Meister Eckhart (1260-1327)
17 November 2008
Von Wissen und Weisheit
Es gibt zwei miteinander verbündete Kräfte im Menschen, das Wissen und die Weisheit.
Wissen ist gerade so viel von der Wahrheit, wie der Intellekt durch sein Herumtasten in einem verzerrten Medium zu sehen vermag.
Weisheit ist das, was das Auge der göttlichen Schau im Geist sieht.
Sri Aurobindo (1872 - 1950)
Wissen ist gerade so viel von der Wahrheit, wie der Intellekt durch sein Herumtasten in einem verzerrten Medium zu sehen vermag.
Weisheit ist das, was das Auge der göttlichen Schau im Geist sieht.
Sri Aurobindo (1872 - 1950)
16 November 2008
Betriebsausflug auf höherer Ebene
Im Himmel wird der Betriebsausflug für das kommende Jahr geplant. Man weiß aber noch nicht ganz so, wohin man denn eigentlich fahren soll.
Die erste Idee ist Bethlehem. Maria ist allerdings dagegen, weil sie in Bethlehem schlechte Erfahrungen gemacht hat: Kein Hotelzimmer und so. Bethlehem kommt also nicht in Frage.
Der nächste Vorschlag ist Jerusalem. Das lehnt dann allerdings Jesus ab. Er hatte in Jerusalem ganz schlechte Erfahrungen gemacht.
Als nächster Vorschlag kommt Rom. Die allgemeine Zustimmung hält sich zwar in Grenzen, der Heilige Geist ist jedoch sofort begeistert: „Oh toll, Rom! Da war ich noch nie!"
Die erste Idee ist Bethlehem. Maria ist allerdings dagegen, weil sie in Bethlehem schlechte Erfahrungen gemacht hat: Kein Hotelzimmer und so. Bethlehem kommt also nicht in Frage.
Der nächste Vorschlag ist Jerusalem. Das lehnt dann allerdings Jesus ab. Er hatte in Jerusalem ganz schlechte Erfahrungen gemacht.
Als nächster Vorschlag kommt Rom. Die allgemeine Zustimmung hält sich zwar in Grenzen, der Heilige Geist ist jedoch sofort begeistert: „Oh toll, Rom! Da war ich noch nie!"
15 November 2008
Eins Zwei Drei
Der Sinn erzeugt die Eins.
Die Eins erzeugt die Zwei.
Die Zwei erzeugt die Drei.
Die Drei erzeugt alle Dinge.
Alle Dinge haben im Rücken das Dunkle
und streben nach dem Licht,
und die strömende Kraft gibt ihnen Harmonie.
Lao Tse (zwischen 600 und 300 v. u.Z.)
Die Eins erzeugt die Zwei.
Die Zwei erzeugt die Drei.
Die Drei erzeugt alle Dinge.
Alle Dinge haben im Rücken das Dunkle
und streben nach dem Licht,
und die strömende Kraft gibt ihnen Harmonie.
Lao Tse (zwischen 600 und 300 v. u.Z.)
14 November 2008
Herz hat seine Gründe
Das Herz hat seine Gründe,
welche der Verstand nicht erkennt
Blaise Pascal (1623-1662)
welche der Verstand nicht erkennt
Blaise Pascal (1623-1662)
13 November 2008
Nie sterben weil nie geboren
Das Erste, was du dir vergegenwärtigen solltest, ist: Du wirst nie verschwinden oder sterben, weil du nie geboren wurdest. Du hast immer als Bewusstsein existiert und wirst immer als Bewusstsein existieren.
Nachdem du erwacht bist, was passiert mit dir, wenn du stirbst? Wohin gehst du? Wenn du aufwachst, bleibst du einfach, wo du bist. Du gehst nirgendwohin und kommst von nirgendwo zurück. Du bist einfach. Du bist das Selbst, du bist allgegenwärtig.
Robert Adams (1928-1997)
Nachdem du erwacht bist, was passiert mit dir, wenn du stirbst? Wohin gehst du? Wenn du aufwachst, bleibst du einfach, wo du bist. Du gehst nirgendwohin und kommst von nirgendwo zurück. Du bist einfach. Du bist das Selbst, du bist allgegenwärtig.
Robert Adams (1928-1997)
12 November 2008
Unbekanntes Fahrziel
Auf der Autobahn
im Stau stehend
kann ich auf die
gegenüberliegende Fahrbahn sehen.
Ein Linienbus
kommt mir entgegen.
Seine digitale Anzeige
hat als Fahrziel:
INSEL DES GLÜCKS.
Wer weiß, wohin der fuhr...
im Stau stehend
kann ich auf die
gegenüberliegende Fahrbahn sehen.
Ein Linienbus
kommt mir entgegen.
Seine digitale Anzeige
hat als Fahrziel:
INSEL DES GLÜCKS.
Wer weiß, wohin der fuhr...
11 November 2008
10 November 2008
Vom Unsichtbaren
Ein jeder sieht vom Unsichtbaren soviel,
wie sein Herz Klarheit hat,
und Klarheit hat er soviel,
wie es poliert wurde.
Wer sein Herz mehr poliert hat,
der sieht auch mehr -
mehr unsichtbare Formen
zeigen sich ihm.
Dschelal ed-Din Rumi, auch Dschelaluddin Rumi (1207-1273)
wie sein Herz Klarheit hat,
und Klarheit hat er soviel,
wie es poliert wurde.
Wer sein Herz mehr poliert hat,
der sieht auch mehr -
mehr unsichtbare Formen
zeigen sich ihm.
Dschelal ed-Din Rumi, auch Dschelaluddin Rumi (1207-1273)
09 November 2008
Die Pogromnacht und ihre Folgen
Nicht so sehr die wirtschaftlichen Ausschaltungsmaßnahmen, die die jüdische Bevölkerung auf den Status von Parias herabdrückte, als das Ritual ihrer öffentlichen Degradierung und ihrer Demütigung hatte die Funktion, allen klarzumachen, daß die deutschen Juden nicht mehr zum eigenen Volk gehörten und daß es nicht nur sinnlos, sondern gemeinschädlich war, ihnen zu helfen. Zweifellos trugen die Ereignisse des Pogroms und seine Folgen entscheidend zu der „Entpersönlichung“ der jüdischen Mitbürger bei, die eine wichtige psychologische Voraussetzung des Genozids war.

Der Novemberpogrom vermittelte zugleich ein Vorgefühl des Grauens, das sich später einstellte, aber er war keine Vorstufe der „Endlösung“. Was das moralische Problem anging, lag es auf derselben Ebene. Die Masse der Deutschen, die von Auschwitz nichts oder nur wenig erfuhren, konnte an den ungesühnten Morden und Brandstiftungen des Novemberpogroms ermessen, zu welcher Gewaltanwendung das NS-System fähig war. Ein systematisches Nicht-Hinsehen, eine eingeübte Verdrängung, eine tiefgreifende moralische Indifferenz insbesondere gegenüber dem Schicksal der Juden vermischten sich mit ideologischer Verblendung und terroristischem Druck. Alles dies wirkte zusammen, so daß dort, wo Erschrecken und Protest notwendig gewesen wäre, Verstummen und Verschweigen Platz griffen.
Hans Mommsen (*1930)
Aufsatzes aus dem Katalog „Die Architektur der Synagoge“ (Verlag Klett-Cotta, Stuttgart), der zur gleichnamigen Ausstellung im Deutschen Architekturmuseum in Frankfurt/M. vom
11.11. 88 bis 12.2. 89 erschienen ist.
Der Beitrag erschien auch in den "Gewerkschaftlichen Monatsheften", herausgegeben vom Bundesvorstand des DGB, die von 1950 bis 2004 das theoretische Diskussionsorgan des DGB waren.
Der vollständige Text "Die Pogromnacht und ihre Folgen" hier:
http://www.gmh.dgb.de/main/pdf-files/gmh/1988/1988-10-a-591.pdf

Der Novemberpogrom vermittelte zugleich ein Vorgefühl des Grauens, das sich später einstellte, aber er war keine Vorstufe der „Endlösung“. Was das moralische Problem anging, lag es auf derselben Ebene. Die Masse der Deutschen, die von Auschwitz nichts oder nur wenig erfuhren, konnte an den ungesühnten Morden und Brandstiftungen des Novemberpogroms ermessen, zu welcher Gewaltanwendung das NS-System fähig war. Ein systematisches Nicht-Hinsehen, eine eingeübte Verdrängung, eine tiefgreifende moralische Indifferenz insbesondere gegenüber dem Schicksal der Juden vermischten sich mit ideologischer Verblendung und terroristischem Druck. Alles dies wirkte zusammen, so daß dort, wo Erschrecken und Protest notwendig gewesen wäre, Verstummen und Verschweigen Platz griffen.
Hans Mommsen (*1930)
Aufsatzes aus dem Katalog „Die Architektur der Synagoge“ (Verlag Klett-Cotta, Stuttgart), der zur gleichnamigen Ausstellung im Deutschen Architekturmuseum in Frankfurt/M. vom
11.11. 88 bis 12.2. 89 erschienen ist.
Der Beitrag erschien auch in den "Gewerkschaftlichen Monatsheften", herausgegeben vom Bundesvorstand des DGB, die von 1950 bis 2004 das theoretische Diskussionsorgan des DGB waren.
Der vollständige Text "Die Pogromnacht und ihre Folgen" hier:
http://www.gmh.dgb.de/main/pdf-files/gmh/1988/1988-10-a-591.pdf
08 November 2008
Übersehen statt betrachten
Normalerweise neigen wir eher dazu,
Dinge zu übersehen,
als sie genau zu betrachten.
Alan W.Watts (1915 - 1973)
Dinge zu übersehen,
als sie genau zu betrachten.
Alan W.Watts (1915 - 1973)
07 November 2008
Das Leben ändern
Die größte Entscheidung Deines Lebens liegt darin, dass Du Dein Leben ändern kannst, indem Du Deine Geisteshaltung änderst.
Albert Schweitzer (1875 – 1965)
Albert Schweitzer (1875 – 1965)
06 November 2008
Anreiz zu Gott
Ich bin da, wo ich war, ehe ich geschaffen wurde, da ist bloß Gott in Gott. Da sind weder Engel noch Heilige noch Chöre im Himmel. Manche Leute sagen von acht Himmeln und neun Chören; das ist nicht da, wo ich bin.
Ihr sollt wissen, alles, was man so zu Worte bringt und den Leuten mit Bildern vorlegt, das ist nichts als ein Anreiz zu Gott. Wisset, dass in Gott nichts ist als Gott. Wisset, dass keine Seele in Gott kommen kann, sie werde denn zuvor so Gott, wie sie Gott war, ehe sie geschaffen wurde.
Meister Eckhart (1260-1327)
Ihr sollt wissen, alles, was man so zu Worte bringt und den Leuten mit Bildern vorlegt, das ist nichts als ein Anreiz zu Gott. Wisset, dass in Gott nichts ist als Gott. Wisset, dass keine Seele in Gott kommen kann, sie werde denn zuvor so Gott, wie sie Gott war, ehe sie geschaffen wurde.
Meister Eckhart (1260-1327)
05 November 2008
Gott und sich selbst erkennen
Denn, wer kommen will in Gottes Grund, in dessen Innerstes, der muss zuvor in seinen eigenen Grund, in sein Innerstes kommen;
denn niemand kann Gott erkennen, der nicht zuvor sich selbst erkennen müsste.
Meister Eckhart (1260-1327)
denn niemand kann Gott erkennen, der nicht zuvor sich selbst erkennen müsste.
Meister Eckhart (1260-1327)
04 November 2008
Unbegrenztes Sein
Je genauer du verstehst, dass du auf der Ebene des Verstandes nur in negativen Begriffen beschrieben werden kannst, um so rascher wirst du zum Ende deiner Suche kommen und erkennen, dass du das unbegrenzte Sein bist.
Sri Maharaj Nisargadatta (1897-1981)
Sri Maharaj Nisargadatta (1897-1981)
03 November 2008
Kämpfe nicht
Meine Empfehlung ist: Kämpfe nicht. Prüfe es nach, wieder und wieder und wieder. Ja, wenn du vor den Zweifeln keine Angst hast - lasse sie kommen, kein Problem! Wenn du vor nichts Angst hast, was kommt, selbst nicht vor der Wüste, dann ist es kein Problem, nur eine weitere Erfahrung. Und es gibt keine Erfahrung, die nicht okay ist.
Samarpan alias Sam Golden (*1941)
Samarpan alias Sam Golden (*1941)
02 November 2008
Wahre Freiheit
Bewusste Evolution ist wahre Freiheit. Indem wir die Angst vor der Zukunft verlieren und die wahre Natur in uns erwacht, öffnen wir uns der Großartigkeit unseres Herzens.
Tony Samara (*1965)
Tony Samara (*1965)
01 November 2008
Der Weg zur Selbsterkenntnis
Man sagt, dass der Geist Dinge klarstellt und die Wahrheit offenbart. Tatsache ist jedoch, dass er Verwirrung im Herzen schafft. Die reine Wahrheit wohnt im natürlichen Zentrum, dem Herzen. Das Herz ist der Weg zur Selbsterkenntnis.
Tony Samara (*1965)
Tony Samara (*1965)
31 Oktober 2008
Wie ein Augenblick
Manche schreiben, wie unendlich das All, wie weit der Himmel sei. Nun: das geringste Vermögen in meiner Seele ist weiter als der weite Himmel. Mit dem Fünklein in meinem Seelengrund bin ich einer Stelle tausend Meilen jenseits des Meeres genauso nah wie der Stelle, auf der ich hier stehe. Da ist nicht Zeit noch Raum, kein Vor und Nach. Alles ist gegenwärtig umschlossen in einem Jetzt, in dem tausend Jahre so kurz wie ein Augenblick sind.
Meister Eckhart (1260-1327)
Meister Eckhart (1260-1327)
30 Oktober 2008
Entweder - Oder?
Entweder will Gott die Übel beseitigen und kann es nicht:
Dann ist Gott schwach, was auf ihn nicht zutrifft.
Oder er kann es und will es nicht:
Dann ist Gott missgünstig, was ihm fremd ist.
Oder er will es nicht und kann es nicht:
Dann ist er schwach und missgünstig zugleich, also nicht Gott.
Oder er will es und kann es, was allein für Gott ziemt:
Woher kommen dann die Übel und warum nimmt er sie nicht hinweg?
Diese Argumentationskette wurde durch Laktanz (ca. 250 bis nach 317) überliefert. Er schrieb sie dem Philosophen Epikur (ca 341 - 270/71 v. u.Z.) zu, obwohl sie wahrscheinlich von einem unbekannten skeptischen Philosophen stammt.
Dann ist Gott schwach, was auf ihn nicht zutrifft.
Oder er kann es und will es nicht:
Dann ist Gott missgünstig, was ihm fremd ist.
Oder er will es nicht und kann es nicht:
Dann ist er schwach und missgünstig zugleich, also nicht Gott.
Oder er will es und kann es, was allein für Gott ziemt:
Woher kommen dann die Übel und warum nimmt er sie nicht hinweg?
Diese Argumentationskette wurde durch Laktanz (ca. 250 bis nach 317) überliefert. Er schrieb sie dem Philosophen Epikur (ca 341 - 270/71 v. u.Z.) zu, obwohl sie wahrscheinlich von einem unbekannten skeptischen Philosophen stammt.
24 Oktober 2008
21 Oktober 2008
Jetzt
Es gibt nur eine Zeit,
in der es wesentlich ist aufzuwachen.
Diese Zeit ist jetzt.
Gautama Buddha (ca. 563-483 v. u.Z.)
in der es wesentlich ist aufzuwachen.
Diese Zeit ist jetzt.
Gautama Buddha (ca. 563-483 v. u.Z.)
20 Oktober 2008
Herausforderung
Herausforderung ist das Wesen des Lebens. Manchmal ist es süß und manchmal bitter. Manchmal verspannt sich unser Körper, und manchmal ist er entspannt und offen. Manchmal haben wir Kopfschmerzen, ein andermal fühlen wir uns ganz und gar gesund. Alle losen Enden zu verknüpfen und schließlich alles im Griff zu haben, ist vom Blickpunkt des Erwachens tödlich, denn es erfordert das Leugnen vieler Grunderfahrungen. Eine derartige Einstellung, der Versuch, alle scharfen Kanten und Unvollkommenheiten zu glätten und das Leben zu einem netten angenehmen Ausflug zu machen, hat etwas Aggressives.
Pema Chödrön (*1936)
Pema Chödrön (*1936)
19 Oktober 2008
Ständig im Niemandsland
Ganz und gar lebendig zu sein, ganz und gar Mensch und wirklich wach zu sein, bedeutet, unaufhörlich aus dem Nest geworfen zu werden.
Voll und ganz zu leben bedeutet, sich ständig im Niemandsland zu befinden, jeden Augenblick völlig neu und frisch zu erleben.
Wahres Leben ist die Bereitschaft, immer wieder aufs neue zu sterben.
Das ist Leben vom Standpunkt des Erwachens.
Tod hingegen ist der Wunsch, an dem, was man hat, festzuhalten und sich von jeder Erfahrung bestätigen und auf die Schulter klopfen zu lassen, weil man alles so schön im Griff hat.
Pema Chödrön (*1936)
Voll und ganz zu leben bedeutet, sich ständig im Niemandsland zu befinden, jeden Augenblick völlig neu und frisch zu erleben.
Wahres Leben ist die Bereitschaft, immer wieder aufs neue zu sterben.
Das ist Leben vom Standpunkt des Erwachens.
Tod hingegen ist der Wunsch, an dem, was man hat, festzuhalten und sich von jeder Erfahrung bestätigen und auf die Schulter klopfen zu lassen, weil man alles so schön im Griff hat.
Pema Chödrön (*1936)
18 Oktober 2008
Anreiz zu Gott
Ich bin da, wo ich war, ehe ich geschaffen wurde, da ist bloß Gott in Gott. Da sind weder Engel noch Heilige noch Chöre im Himmel. Manche Leute sagen von acht Himmeln und neun Chören; das ist nicht da, wo ich bin.
Ihr sollt wissen, alles, was man so zu Worte bringt und den Leuten mit Bildern vorlegt, das ist nichts als ein Anreiz zu Gott. Wisset, dass in Gott nichts ist als Gott. Wisset, dass keine Seele in Gott kommen kann, sie werde denn zuvor so Gott, wie sie Gott war, ehe sie geschaffen wurde.
Meister Eckhart (1260-1327)
Ihr sollt wissen, alles, was man so zu Worte bringt und den Leuten mit Bildern vorlegt, das ist nichts als ein Anreiz zu Gott. Wisset, dass in Gott nichts ist als Gott. Wisset, dass keine Seele in Gott kommen kann, sie werde denn zuvor so Gott, wie sie Gott war, ehe sie geschaffen wurde.
Meister Eckhart (1260-1327)
17 Oktober 2008
Sage nicht, es gebe keinen Gott
Du siehst viele Sterne bei Nacht am Himmel, aber findest sie nicht, wenn die Sonne aufgeht. Kannst du darum sagen, dass es keine Sterne am Tageshimmel gibt? Darum, o Mensch, wenn du in den Taten deiner Unwissenheit den Allmächtigen nicht schauest, sage nicht, es gebe keinen Gott.
Shri Ramakrishna (1836 - 1886)
Shri Ramakrishna (1836 - 1886)
16 Oktober 2008
Reines Bewusstsein
Von Zeit zu Zeit verliert sich das "reine Bewusstsein", "Gott", "Brahman/Atman" wie zum Spaß - einfach damit sich etwas tut. Und zwar immer dann, wenn es - das reine Bewusstsein - lange genug ohne Spiel ist. Also nachdem es das Ziel der Evolution lange genug erlebt hat.
Ken Wilber (*1949)
Ken Wilber (*1949)
15 Oktober 2008
Der Weg der Wahrheit
Der Weg der Wahrheit ist ebenso eng wie geradlinig. Es ist als balancierte man auf der Schneide eines Degens. Ein Akrobat kann auf einem straff gespannten Seil gehen, indem er sich konzentriert. Doch ist die für das Vorankommen auf dem Weg der Wahrheit erforderliche Konzentration noch viel größer. Die kleinste Unaufmerksamkeit kann den Sturz bewirken. Die Wahrheit erkennt man nur durch ständiges Bemühen.
Mahatma Gandhi (1869 - 1948)
Mahatma Gandhi (1869 - 1948)
14 Oktober 2008
Leben des gewöhnlichen Menschen
Schwer ist es, in der Welt zu sein, frei und doch das Leben des gewöhnlichen Menschen zu leben. Aber gerade weil es schwer ist, muss es versucht und verwirklicht werden.
Sri Aurobindo(1872 - 1950)
Sri Aurobindo(1872 - 1950)
13 Oktober 2008
Angst
Angst ist ein unablöslicher Teil des Kapitalismus. Es gibt kein Privateigentum, kein Konkurrenzdenken und kein Leistungsprinzip ohne Angst. Die Angst beseitigen hieße also den Kapitalismus beseitigen.
Durch Liberalisierungen im Erziehungs- und Ausbildungssystem könnten sicher einige angstauslösende Momente beseitigt werden, gemessen aber an dem, was an Angstursachen noch übrigbliebe, spielt eine solche Angstverringerung durch Reform keine große Rolle. Alle Reform kann nichts daran ändern, dass der Profit gemacht werden muss, dass die Herrschaftsverhältnisse gesichert bleiben müssen, dass die Untertanen spuren müssen, ohne viel zu überlegen. Die dazu notwendigen Druckmittel mögen noch so fein sein, sie stehen im Widerspruch zur Vorstellung einer wirklich freien Gesellschaft.
Dieter Duhm, Angst im Kapitalismus, 1972, S. 133
Durch Liberalisierungen im Erziehungs- und Ausbildungssystem könnten sicher einige angstauslösende Momente beseitigt werden, gemessen aber an dem, was an Angstursachen noch übrigbliebe, spielt eine solche Angstverringerung durch Reform keine große Rolle. Alle Reform kann nichts daran ändern, dass der Profit gemacht werden muss, dass die Herrschaftsverhältnisse gesichert bleiben müssen, dass die Untertanen spuren müssen, ohne viel zu überlegen. Die dazu notwendigen Druckmittel mögen noch so fein sein, sie stehen im Widerspruch zur Vorstellung einer wirklich freien Gesellschaft.
Dieter Duhm, Angst im Kapitalismus, 1972, S. 133
12 Oktober 2008
Liebe geschieht
Liebe geschieht einfach. Niemand denkt darüber nach, wie wann und wo er lieben soll. Niemand ist bei der Liebe rational. Rationales Denken verhindert die Liebe. Liebe ist ein plötzliches Aufsteigen im Herzen. Liebe ist unausweichliches, unzerstörbares Sehnen nach Einheit.
Amma oder Mata Amritanandamayi (*1953)
Amma oder Mata Amritanandamayi (*1953)
11 Oktober 2008
Den Weg weisen
Haltet mich von dem fern, der sagt: "Ich bin das Licht, das den Menschen den Weg weist." Doch führt mich zu dem, der seinen Weg durch das Licht der Menschen hindurch sucht.
Khalil Gibran (1883-1931)
Khalil Gibran (1883-1931)
10 Oktober 2008
Hexenmeister
Die moderne bürgerliche Gesellschaft, die so gewaltige Produktions- und Verkehrsmittel hervorgezaubert hat, gleicht dem Hexenmeister, der die unterirdischen Gewalten nicht mehr zu beherrschen vermag, die er heraufbeschwor.
Karl Marx / Friedrich Engels:
Manifest der Kommunistischen Partei, 1848
Karl Marx / Friedrich Engels:
Manifest der Kommunistischen Partei, 1848
09 Oktober 2008
Vom Suchenden
Will der Suchende rasch vorwärts kommen und aus der Hilfe des Meisters großen Nutzen ziehen, so muss er ein festes, unerschütterliches Vertrauen in sich selst und in den Meister entwickeln ... Der Suchende muss in der Tat bereit sein, die Möglichkeit ins Auge zu fassen, dass er von keinem seiner Freunde oder Angehörigen ganz verstanden wird, weil sie in Bezug auf die Ursachen seines Denkens und Handelns im Dunkeln tappen.
Meher Baba (1894 - 1969)
Meher Baba (1894 - 1969)
08 Oktober 2008
Keine Erfahrung, die nicht o.k. ist.
Meine Empfehlung ist: Kämpfe nicht. Prüfe es nach, wieder und wieder und wieder. Ja, wenn du vor den Zweifeln keine Angst hast - lasse sie kommen, kein Problem! Wenn du vor nichts Angst hast, was kommt, selbst nicht vor der Wüste, dann ist es kein Problem, nur eine weitere Erfahrung. Und es gibt keine Erfahrung, die nicht okay ist.
Samarpan alias Sam Golden (*1941)
Mehr zu und von Samarpan hier:
http://jetzt-tv.net/index.php?id=samarpan
Samarpan alias Sam Golden (*1941)
Mehr zu und von Samarpan hier:
http://jetzt-tv.net/index.php?id=samarpan
07 Oktober 2008
Zur Wahrheit finden
Wenn wir den Geist nach innen wenden,
erlangen wir Unterscheidungsvermögen.
Durch Unterscheidungsvermögen
finden wir zur Wahrheit.
Shri Ramakrishna (1836 - 1886)
erlangen wir Unterscheidungsvermögen.
Durch Unterscheidungsvermögen
finden wir zur Wahrheit.
Shri Ramakrishna (1836 - 1886)
06 Oktober 2008
Gelächter Gottes
Der Urknall war in Wirklichkeit das dröhnende Gelächter Gottes,
der sich freiwillig zum millionsten Mal verlor.
Ken Wilber (*1949)
der sich freiwillig zum millionsten Mal verlor.
Ken Wilber (*1949)
05 Oktober 2008
In der Wahrheit verankert
Bist Du in der Wahrheit fest verankert, so wirst du selbst im Traum nie die Unwahrheit sagen. Du wirst in Gedanken, Wort und Tat, wahrhaftig sein.
Shri Ramakrishna (1836 - 1886)
Shri Ramakrishna (1836 - 1886)
04 Oktober 2008
Erfahrung statt Erklärung
Wenn zwei Menschen Kopfschmerzen gehabt haben, können sie diese Erfahrung gemeinsam untersuchen und sich mit Hilfe des Intellekts darüber verständigen. Doch wenn jemand nie im Leben Kopfschmerzen gehabt hat, reicht keine noch so weitgehende intellektuelle Erklärung aus, ihm verständlich zu machen, was Kopfschmerz ist.
Intellektuelle Erklärungen können niemals Ersatz sein für unmittelbare Erfahrung. Sie vermögen allenfals den Boden dafür zu bereiten.
Meher Baba (1894 - 1969)
Intellektuelle Erklärungen können niemals Ersatz sein für unmittelbare Erfahrung. Sie vermögen allenfals den Boden dafür zu bereiten.
Meher Baba (1894 - 1969)
03 Oktober 2008
Ein einzig Volk von Brüdern
Wir wollen sein ein einzig Volk von Brüdern*,
in keiner Not uns trennen und Gefahr.
Wir wollen frei sein, wie die Väter waren,
eher den Tod, als in der Knechtschaft leben.
Wir wollen trauen auf den höchsten Gott
und uns nicht fürchten vor der Macht der Menschen.
(2. Aufzug, am Schluss der 2. Szene von Friedrich Schillers "Wilhelm Tell")
In einem Interview hat Peter Sodann dem Frager Frank A. Meyer bei "vis-a-vis" vor ein paar Wochen mit schelmisch anmutendem Lächeln davon berichtet, dass dieser Passus während der DDR-Zeit nicht gern gesehen war.
* und Schwestern, versteht sich ;-)
in keiner Not uns trennen und Gefahr.
Wir wollen frei sein, wie die Väter waren,
eher den Tod, als in der Knechtschaft leben.
Wir wollen trauen auf den höchsten Gott
und uns nicht fürchten vor der Macht der Menschen.
(2. Aufzug, am Schluss der 2. Szene von Friedrich Schillers "Wilhelm Tell")
In einem Interview hat Peter Sodann dem Frager Frank A. Meyer bei "vis-a-vis" vor ein paar Wochen mit schelmisch anmutendem Lächeln davon berichtet, dass dieser Passus während der DDR-Zeit nicht gern gesehen war.
* und Schwestern, versteht sich ;-)
02 Oktober 2008
Weltprozess
Nicht bei den Göttern und ihrem unerforschlichen Willen liegt unser Schicksal; wir sind Teil des Weltprozesses, der sich nach dem Logos vollzieht, welches erkennbar ist.
Heraklit (544 bis 483 v.u.Z.)
Heraklit (544 bis 483 v.u.Z.)
01 Oktober 2008
Die ganze Wahrheit über Sheng Fui

Solche und weitere Hinweise zur Bewältigung des Alltags sind in der Seite "Sheng Fui" zu finden, die sich der alten Tradition verpflichtet weiß. Denn was lange als verschüttet galt, wird von Sybille Hofmeister und Lorenz Meyer wieder hervorgehoben. In einem Text "Über uns" weisen sie darauf hin:
"Kaum jemand weiß es und die, die es wissen, streiten es zumeist vehement ab: lange vor der westlichen Kommerzbewegung Feng Shui gab es in China (zunächst nur im Südteil und dort an den Küstenabschnitten) die Lebensbewegung Sheng Fui.
Das Philosophiesystem wie es erstmals vom Weisen Chen Hsien Yu aufgebaut wurde, ist nach den Symbolen Sheng für die Kraft des Verstandes und die Weisheit und Fui, für Liebesmacht und Wollust bezeichnet.
Als es um die Verwestlichung und damit auch kommerzielle Ausbeutung dieses wohl ältesten bekannten Philosophiesystems ging, hat man - reichlich plump und einfallslos - lediglich die Anfangsbuchstaben vertauscht: so wurde aus Sheng Fui das neue Feng Shui…
Auf diesen Seiten finden Sie wissenswerte Informationen über das echte und einzig wahre Sheng-Fui, das nachweislich vor allen Weltreligionen bestand. ..."
Kaum ein Lebensbereich bleibt in dem umfangreichen Angebot ausgespart:
Arbeit und Karriere, Essen und Trinken, Gesundes Leben, Haus und Garten, Körperertüchtigung und Yoga, Liebe und Partnerschaft, Tagesweisheit, Technik und Wissenschaft.
Wer mehr von dieser wirklich wirklich lebenswerten Weise der Gestaltung unseres Alltags finden will, hier mehr:
http://www.sheng-fui.de/
Und nie vergessen zu lächeln ;-)
30 September 2008
3 Jahre "sinndeuter"
29 September 2008
Falsches Denken
Das Denken wird falsch durch die störende Wirkung der Sanskaras (Gestaltungen, karmische Formationskräfte), die sich im Laufe der Bewusstseinsentwicklungen angehäuft haben. Diese Sanskaras oder Prägungen äußern sich als Begierden und verzerren das Bewusstsein. Über viele Existenzen hinweg bürden sich dem Bewusstsein fortwährend die Nachwirkungen der Erfahrung auf und trüben die Wahrnehmung der Seele. Das Denken vermag den Wall de Sanskaras nicht zu durchbrechen und so wird das Bewusstsein zum hilflosen Gefangenen der Illusionen, die sein eigenes falsches Denken hervorbringt. Solch falsches Denken herrscht nicht nur dort, wo das Bewusstsein erst teilweise entwickelt ist, sondern auch im Menschen, wo es voll entwickelt ist.
Meher Baba geb. Merwan Sheriar Irani (1894 -1969)
Meher Baba geb. Merwan Sheriar Irani (1894 -1969)
28 September 2008
Bewusstsein und Problem
Ein Problem kann nicht
mit Hilfe des Bewusstseins,
durch welches es herbeigeführt wurde,
gelöst werden.
Albert Einstein (1879 – 1955)
mit Hilfe des Bewusstseins,
durch welches es herbeigeführt wurde,
gelöst werden.
Albert Einstein (1879 – 1955)
27 September 2008
Besonders hartnäckige Illusion
Menschen,
die wie wir an die Physik glauben,
wissen,
dass die Unterscheidung
zwischen
Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft
nur eine
besonders hartnäckige Illusion
ist.
Albert Einstein (1879 – 1955)
die wie wir an die Physik glauben,
wissen,
dass die Unterscheidung
zwischen
Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft
nur eine
besonders hartnäckige Illusion
ist.
Albert Einstein (1879 – 1955)
26 September 2008
Am richtigen Platz
Alles ist euer Leben. Tag und Nacht, was immer euch begegnet, ist euer Leben; daher sollt ihr euer Leben der Situation anpassen, die euch im Augenblick begegnet. Verwendet eure Lebenskraft dazu, aus den Umständen, die auf euch zukommen, eine Einheit mit eurem Leben zu gestalten und die Dinge an ihren richtigen Platz zu setzen.
Dogen (1199-1253)
Dogen (1199-1253)
25 September 2008
Dein eigener Palast
Wenn du nicht
dein eigener Palast bist,
wird die Welt für dich
zum Gefängnis.
John Donne (1572 - 1631)
dein eigener Palast bist,
wird die Welt für dich
zum Gefängnis.
John Donne (1572 - 1631)
24 September 2008
Menschliche und Göttliche Liebe
Göttliche Liebe
ist von ganz anderer Qualität
als menschliche Liebe:
Menschliche Liebe gilt den Vielen im Einen.
Göttliche Liebe gilt dem Einen in den Vielen.
Meher Baba geb. Merwan Sheriar Irani (1894 -1969)
ist von ganz anderer Qualität
als menschliche Liebe:
Menschliche Liebe gilt den Vielen im Einen.
Göttliche Liebe gilt dem Einen in den Vielen.
Meher Baba geb. Merwan Sheriar Irani (1894 -1969)
23 September 2008
Verlangen nach ihm
Ein Schüler fragte: "Herr, wie kann ich Gott erlangen ?" Da nahm ihn der Meister zum Meer und tauchte ihn unter Wasser. Nach kurzer Zeit ließ er ihn wieder los und fragte: "Wie hast du dich gefühlt?" Der Schüler antwortete: "Ich glaubte, mein letzter Augenblick sei gekommen. So verzweifelt war ich." Da antwortete der Meister: "Du wirst Gott schauen, wenn dein Verlangen nach ihm so groß ist, wie deine Sehnsucht nach Luft in diesem Augenblick."
Shri Ramakrishna (1836 - 1886)
Shri Ramakrishna (1836 - 1886)
22 September 2008
Herbst
Die Blätter fallen, fallen wie von weit,
als welkten in den Himmeln ferne Gärten;
sie fallen mit verneinender Gebärde.
Und in den Nächten fällt die schwere Erde
aus allen Sternen in die Einsamkeit.
Wir alle fallen. Diese Hand da fällt.
Und sieh dir andre an: es ist in allen.
Und doch ist Einer, welcher dieses Fallen
unendlich sanft in seinen Händen hält.
Rainer Maria Rilke ( 1875 - 1926)
aus: Das Buch der Bilder
als welkten in den Himmeln ferne Gärten;
sie fallen mit verneinender Gebärde.
Und in den Nächten fällt die schwere Erde
aus allen Sternen in die Einsamkeit.
Wir alle fallen. Diese Hand da fällt.
Und sieh dir andre an: es ist in allen.
Und doch ist Einer, welcher dieses Fallen
unendlich sanft in seinen Händen hält.
Rainer Maria Rilke ( 1875 - 1926)
aus: Das Buch der Bilder
21 September 2008
Peace One Day - 21. September 2008
Peace One Day (deutsch: Ein Tag Weltfrieden) ist eine Bewegung, die von dem britischen Regisseur Jeremy Gilley 1999 als ein Filmprojekt initiiert wurde. Ziel des Projekts war es zu erreichen, dass der 21. September zu einem Tag wird, an dem weltweit ein Waffenstillstand herrschen sollte. 2001 war durch die UNO der 21. September zum Weltfriedenstag ernannt worden. Jeremy setzt sich aktuell dafür, dass an dem Tag wirklich weltweit "Feuerpause" herrscht. Seine Bestrebungen hat er im Film "Peace One Day" dokumentiert.Der Tag gilt nicht nur als ein utopischer Wunsch sondern stellt auch einen praktischen Wert dar. So könnten sich etwa Hilfsorganisationen an dem Tag gefahrlos in Kriegsgebieten bewegen. Der Film zeigt auch, dass es möglich ist als einzelner Mensch mit einer Idee etwas zu erreichen und etwas zu verändern.
Mehr dazu hier:
http://www.peaceoneday.org/film.aspx
20 September 2008
Verborgen
Alles, was gebraucht wird, ist schon im menschlichen Bewusstsein verborgen. Der Mensch muss nicht in den Himmel schauen, sondern in sich selber. Er braucht nicht von irgendwoher um Gnade bitten, sondern er muss sich selbst ein Licht werden.
Gautama Buddha (ca. 563-483 v. u.Z.)
Gautama Buddha (ca. 563-483 v. u.Z.)
19 September 2008
In Gott ist nichts als Gott
Ich bin da, wo ich war, ehe ich geschaffen wurde, da ist bloß Gott in Gott. Da sind weder Engel noch Heilige noch Chöre im Himmel. Manche Leute sagen von acht Himmeln und neun Chören; das ist nicht da, wo ich bin.
Ihr sollt wissen, alles, was man so zu Worte bringt und den Leuten mit Bildern vorlegt, das ist nichts als ein Anreiz zu Gott. Wisset, dass in Gott nichts ist als Gott. Wisset, dass keine Seele in Gott kommen kann, sie werde denn zuvor so Gott, wie sie Gott war, ehe sie geschaffen wurde.
Meister Eckhart (1260-1327)
Ihr sollt wissen, alles, was man so zu Worte bringt und den Leuten mit Bildern vorlegt, das ist nichts als ein Anreiz zu Gott. Wisset, dass in Gott nichts ist als Gott. Wisset, dass keine Seele in Gott kommen kann, sie werde denn zuvor so Gott, wie sie Gott war, ehe sie geschaffen wurde.
Meister Eckhart (1260-1327)
18 September 2008
Im Herzen heiter
Im Herzen heiter hat erkannt
Erwachter hier ein Wesen wohl
und dieses hat er offenbart
in Gegenwart der Mönche Schar.
Und sollte sterben die Person
genau in diesem Augenblick,
im Himmel würd sie auferstehen,
weil ja gar heiter ist ihr Herz.
Gleichwie man etwas erst ergreift
und es dann wieder von sich wirft,
so gehen heitren Herzens wohl
die Wesen hier den guten Gang.
http://www.palikanon.com/khuddaka/it/it020t029.html
Erwachter hier ein Wesen wohl
und dieses hat er offenbart
in Gegenwart der Mönche Schar.
Und sollte sterben die Person
genau in diesem Augenblick,
im Himmel würd sie auferstehen,
weil ja gar heiter ist ihr Herz.
Gleichwie man etwas erst ergreift
und es dann wieder von sich wirft,
so gehen heitren Herzens wohl
die Wesen hier den guten Gang.
http://www.palikanon.com/khuddaka/it/it020t029.html
17 September 2008
Gesehen
„Alles,
was ich geschrieben habe,
kommt mir vor wie Stroh
im Vergleich zu dem,
was ich gesehen habe.“
Thomas v. Aquin (um 1225 - 1274)
was ich geschrieben habe,
kommt mir vor wie Stroh
im Vergleich zu dem,
was ich gesehen habe.“
Thomas v. Aquin (um 1225 - 1274)
16 September 2008
Öffne die Augen
Öffne die Augen
und sieh,
was die Welt wirklich ist
und was Gott;
gib dich nicht mehr
mit müßigen und angenehmen
Fantasien ab.
Sri Aurobindo (1872 - 1950)
und sieh,
was die Welt wirklich ist
und was Gott;
gib dich nicht mehr
mit müßigen und angenehmen
Fantasien ab.
Sri Aurobindo (1872 - 1950)
15 September 2008
Eins mit dem Atom
"Die Naturwissenschaften sind in stärkerem Maße auf Theorie gegründet als wahre Religion", sagte der Meister. "Die Wissenschaft kann zum Beispiel die äußere Beschaffenheit und das Verhalten des Atoms erforschen. Das Üben der Meditation dagegen führt zum Zustand der Allgegenwart: Der Yogi kann eins mit dem Atom werden".
Paramahansa Yogananda (1893 - 1952)
Paramahansa Yogananda (1893 - 1952)
14 September 2008
Durst trotz Wasser
Wie traurig,
dass die Menschen
das Nahe nicht sehen
und die Wahrheit
in der Ferne vermuten -
Wie jemand,
der umgeben von Wasser
laut aufschreit vor Durst.
Hakuin Zenji (+1769)
dass die Menschen
das Nahe nicht sehen
und die Wahrheit
in der Ferne vermuten -
Wie jemand,
der umgeben von Wasser
laut aufschreit vor Durst.
Hakuin Zenji (+1769)
13 September 2008
Zur Wirklichkeit erwachen
Was die meisten Menschen sagen, ist mehr oder weniger bedeutungslos, da sie es aus irgendwelchen Büchern oder anderen Menschen übernommen haben. Um Zugang zum Eigentlichen zu gewinnen, muss man sich von leeren Worten lösen. Um zur Wirklichkeit zu erwachen, darf man sich nicht mehr auf Bücher verlassen, denn der Dharma ist jenseits von Worten, Schriften und Predigten, und man kann ihn nicht in einer Fülle von Erklärungen finden. Darum halten die, die auf dem Wege zur Erleuchtung sind, sich nicht mehr an bloße Worte, sondern an den Sinn, und indem sie zur Wirklichkeit erwacht sind, haben sie die Lehre hinter sich gelassen.
Hui Hai (720-814)
P.S. Dies ist übrigens Post 900
Hui Hai (720-814)
P.S. Dies ist übrigens Post 900
12 September 2008
Bist und hast alles
Dies zu sein oder das,
bedeutet nicht alles zu sein.
Denn solange ich dies und das bin
oder dies und das habe,
so bin ich nicht alles
noch habe ich alles.
Scheide ab,
dass du weder dies noch das bist,
oder dies und das hast,
so bist du alles
und hast alles.
Meister Eckhart (1260-1327)
bedeutet nicht alles zu sein.
Denn solange ich dies und das bin
oder dies und das habe,
so bin ich nicht alles
noch habe ich alles.
Scheide ab,
dass du weder dies noch das bist,
oder dies und das hast,
so bist du alles
und hast alles.
Meister Eckhart (1260-1327)
11 September 2008
Erfahrung des Mystischen
Das schönste und tiefste Gefühl,
das wir erfahren können,
ist die Erfahrung des Mystischen.
Sie ist die Quelle
aller wahren Wissenschaft.
Albert Einstein (1879 – 1955)
das wir erfahren können,
ist die Erfahrung des Mystischen.
Sie ist die Quelle
aller wahren Wissenschaft.
Albert Einstein (1879 – 1955)
10 September 2008
Völlig unberührt
Die Menschen reisen umher und bewundern die hohen Berge, die riesigen Wellen der Meere, die ausgedehnten Flüsse, die immensen Ausmaße der Ozeane, die Kreisbewegungen der Sterne, doch an sich selbst ziehen sie völlig unberührt vorüber.
Aurelius Augustinus (354 - 430)
Aurelius Augustinus (354 - 430)
09 September 2008
Begriffliches Denken
Vermeidet es,
euch über irgendetwas
Gedanken zu machen,
und reinigt euren Körper
dadurch
von begrifflichem Denken.
Huang Po (um 850)
euch über irgendetwas
Gedanken zu machen,
und reinigt euren Körper
dadurch
von begrifflichem Denken.
Huang Po (um 850)
08 September 2008
Der Kern des Universums
Das ganze Universum ist im Körper enthalten,
der ganze Körper im Herzen.
So ist das Herz
der Kern des ganzen Universums.
Und wiederum:
Die Welt ist nichts anderes als der Geist,
der Geist nichts anderes als das Herz.
Das Herz umschließt also alles.
Ramana Maharshi (1879-1950)
der ganze Körper im Herzen.
So ist das Herz
der Kern des ganzen Universums.
Und wiederum:
Die Welt ist nichts anderes als der Geist,
der Geist nichts anderes als das Herz.
Das Herz umschließt also alles.
Ramana Maharshi (1879-1950)
07 September 2008
Das Göttliche selber
Es wohnt eine tiefe Sehnsucht im Menschen, die das Göttliche selber ist. Gott drängt in uns zur Entfaltung und zum Erwachen. In uns Menschen stellt sich das Erwachen des Göttlichen dar als Verlangen nach Geborgenheit, Sicherheit und Heimat. Es ist die Sehnsucht, heim zu kommen, den Platz zu finden, wo alles gut ist, wo man geliebt und angenommen ist. Der Mensch erfährt aber sehr bald im Leben, dass kein Mensch dem Menschen diese letzte Sicherheit geben kann, auch nicht der liebste. Es bleibt diese unüberbrückbare Trennung, diese Heimatlosigkeit, bis er sein wahres Selbst gefunden hat, besser, bis sein wahres Selbst durch alle Verkrustungen und Fehlentwicklungen hindurchbrechen kann. Menschen machen sich also auf den Weg zu Gott, weil sie diese tiefste Sehnsucht in sich tragen, die letztlich die Sehnsucht Gottes nach sich selber ist.
Willigis Jäger (* 1925)
Willigis Jäger (* 1925)
06 September 2008
Gesundwerden
Ich habe gelernt, mit einer meditationsähnlichen Konzentration auf meinen Körper zu achten und herauszufinden, wann er Bewegung und wann Ruhe braucht.
Ich habe gelernt, dass Gesundwerden ein aktiver Prozess ist, an dem ich mich selbst beteiligen muss.
Rollo May (1909 - 1994)
US-amerikanischer Psychologe und Philosoph
Ich habe gelernt, dass Gesundwerden ein aktiver Prozess ist, an dem ich mich selbst beteiligen muss.
Rollo May (1909 - 1994)
US-amerikanischer Psychologe und Philosoph
05 September 2008
Universum erfinden
Wenn du eine Apfeltorte
wirklich ganz von Anfang an
machen willst,
musst du erst
das Universum erfinden.
Carl Sagan (1934 - 1996)
Sagan war Astronom, Astrophysiker, Exobiologe, Fernsehmoderator, Sachbuchautor, Schriftsteller und Visionär
wirklich ganz von Anfang an
machen willst,
musst du erst
das Universum erfinden.
Carl Sagan (1934 - 1996)
Sagan war Astronom, Astrophysiker, Exobiologe, Fernsehmoderator, Sachbuchautor, Schriftsteller und Visionär
04 September 2008
Chancen und Misserfolge
Klar, dass die Zukunft beides bringt: Chancen und Misserfolge. Unser Trick sollte darin bestehen, die Chancen wahrzunehmen, die Niederlagen zu vermeiden und pünktlich um sechs Uhr Feierabend zu machen.
Woody Allen (*1935)
Woody Allen (*1935)
03 September 2008
Utopie
Keine Tat bleibt ohne Ergebnisse im Leben, und der Glaube an die eine statt an die andere Theorie hat seine besonderen Einflüsse auf das Handeln: Auch der Irrtum hinterläßt Spuren; wenn er weit verbreitet ist und akzeptiert wird, kann er das Erreichen eines Zieles verlangsamen (wenn auch nicht verhindern).
Antonio Gramsci in: " Utopie" (25. Juli 1918)
Antonio Gramsci in: " Utopie" (25. Juli 1918)
02 September 2008
Zum Thema Sorgen...
... fand ich diese "Statistik" in einem Blog:
40 % treffen nie ein.
30 % sind bereits vorbei.
12 % betreffen die Gesundheit
und sind unbegründet.
10 % betreffen alles Mögliche und führen zu nichts.
Wenn's der Wahrheitsfindung dient ;)
40 % treffen nie ein.
30 % sind bereits vorbei.
12 % betreffen die Gesundheit
und sind unbegründet.
10 % betreffen alles Mögliche und führen zu nichts.
Wenn's der Wahrheitsfindung dient ;)
01 September 2008
Im Dienst der Wahrheit
Tausche nicht die Wahrheit für eine irgendgeartete Erfahrung ein und lehne sie nicht wegen einer irgendgearteten Erfahrung ab! Gib dich nicht zufrieden mit einer Vorstellung von Wahrheit und Freiheit, gib dich nicht mit dem Land der Glückseligen zufrieden. Und gib dich auch nicht mit mentalem Verstehen zufrieden, denn was man intellektuell verstehen kann, kann zwar sehr weit gehen - es kann genau bis an die Grenze der Transzendenz führen, kann uns sogar an diese Grenze treiben, kann uns bis an den Rand des Erkennens von Unendlichkeit leiten, aber dann muss sich das mentale Denken selbst ad absurdum führen, es muss erkennen, dass die eigentliche Realisation über Logik hinausgeht. Nun muss der Verstand seine Unfähigkeit weiterzugeben einsehen und sich der Erkenntnis der Wahrheit, die weit hinausgeht über alles Denkbare, beugen, er muss demütig werden und kann dann wissend, dass er nichts weiß, wissend, dass er nicht verstehen kann, im Dienst der Wahrheit stehen.
Pyar Troll (*1960)
Dies ist übrigens Post 888...
Pyar Troll (*1960)
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31 August 2008
Klare Stille
Das Beste für mich ist klare Stille.
Eine Stille,
in der ich kein Wort formuliere,
weder für Menschen noch für das Papier.
Es wird noch reichlich genug zu sagen sein,
wenn die Zeit zum Schreiben kommt.
Thomas Merton (1915–1968)
Eine Stille,
in der ich kein Wort formuliere,
weder für Menschen noch für das Papier.
Es wird noch reichlich genug zu sagen sein,
wenn die Zeit zum Schreiben kommt.
Thomas Merton (1915–1968)
30 August 2008
Uns blind machen
In der nichtmanifesten Wirklichkeit durchdringt sich alles gegenseitig, hängt alles miteinander zusammen. Deshalb sagen wir auch, das Bewusstsein der Menschheit ganz in der Tiefe ist eins. Das ist, sagen wir, eine Gewissheit, weil selbst die Materie im leeren Raum eins ist. Wir sehen das deshalb nicht, weil wir uns selbst dafür blind machen.
David Bohm (1917-1992)
David Bohm (1917-1992)
29 August 2008
28 August 2008
27 August 2008
So weit, wie wir gehen wollen
Es ist sehr wichtig, dass wir lernen, gut zu uns zu sein und uns selbst zu respektieren. Es ist aus einem ganz bestimmten Grund wichtig: Wenn wir in unser Herz blicken und entdecken, was dort verwirrt und was klar ist, was bitter ist und was süß, dann finden wir nicht nur uns selbst. Wir begegnen dem Universum. Wenn wir den Buddha entdecken, der wir eigentlich sind, erkennen wir, dass alles im Universum ebenfalls Buddha ist. Wir kommen zu der Erkenntnis, dass alles und jedes erwacht ist. Alles ist gleichermaßen kostbar, heil und gut, und ebenso ist jedes einzelne Lebewesen kostbar, heil und gut. Wenn wir humorvoll und offen mit unseren eigenen Gedanken und Emotionen umgehen, dann ist das auch die Art und Weise, wie wir das Universum wahrnehmen. Dann geht es uns nicht mehr nur um unsere eigene Befreiung, sondern auch darum, wie wir die Gemeinschaft unterstützen können, in der wir leben, was wir für unsere Familie, unser Land und den ganzen Kontinent tun können, nicht zu reden von der ganzen Welt, der Galaxis, dem Universum - so weit, wie wir gehen wollen.
Pema Chödrön (*1936)
Pema Chödrön (*1936)
26 August 2008
25 August 2008
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