10 Oktober 2008

Hexenmeister

Die moderne bürgerliche Gesellschaft, die so gewaltige Produktions- und Verkehrsmittel hervorgezaubert hat, gleicht dem Hexenmeister, der die unterirdischen Gewalten nicht mehr zu beherrschen vermag, die er heraufbeschwor.

Karl Marx / Friedrich Engels:
Manifest der Kommunistischen Partei, 1848

09 Oktober 2008

Vom Suchenden

Will der Suchende rasch vorwärts kommen und aus der Hilfe des Meisters großen Nutzen ziehen, so muss er ein festes, unerschütterliches Vertrauen in sich selst und in den Meister entwickeln ... Der Suchende muss in der Tat bereit sein, die Möglichkeit ins Auge zu fassen, dass er von keinem seiner Freunde oder Angehörigen ganz verstanden wird, weil sie in Bezug auf die Ursachen seines Denkens und Handelns im Dunkeln tappen.

Meher Baba (1894 - 1969)

08 Oktober 2008

Keine Erfahrung, die nicht o.k. ist.

Meine Empfehlung ist: Kämpfe nicht. Prüfe es nach, wieder und wieder und wieder. Ja, wenn du vor den Zweifeln keine Angst hast - lasse sie kommen, kein Problem! Wenn du vor nichts Angst hast, was kommt, selbst nicht vor der Wüste, dann ist es kein Problem, nur eine weitere Erfahrung. Und es gibt keine Erfahrung, die nicht okay ist.

Samarpan alias Sam Golden (*1941)

Mehr zu und von Samarpan hier:
http://jetzt-tv.net/index.php?id=samarpan

07 Oktober 2008

Zur Wahrheit finden

Wenn wir den Geist nach innen wenden,
erlangen wir Unterscheidungsvermögen.

Durch Unterscheidungsvermögen
finden wir zur Wahrheit.

Shri Ramakrishna (1836 - 1886)

06 Oktober 2008

Gelächter Gottes

Der Urknall war in Wirklichkeit das dröhnende Gelächter Gottes,
der sich freiwillig zum millionsten Mal verlor.

Ken Wilber (*1949)

05 Oktober 2008

In der Wahrheit verankert

Bist Du in der Wahrheit fest verankert, so wirst du selbst im Traum nie die Unwahrheit sagen. Du wirst in Gedanken, Wort und Tat, wahrhaftig sein.

Shri Ramakrishna (1836 - 1886)

04 Oktober 2008

Erfahrung statt Erklärung

Wenn zwei Menschen Kopfschmerzen gehabt haben, können sie diese Erfahrung gemeinsam untersuchen und sich mit Hilfe des Intellekts darüber verständigen. Doch wenn jemand nie im Leben Kopfschmerzen gehabt hat, reicht keine noch so weitgehende intellektuelle Erklärung aus, ihm verständlich zu machen, was Kopfschmerz ist.
Intellektuelle Erklärungen können niemals Ersatz sein für unmittelbare Erfahrung. Sie vermögen allenfals den Boden dafür zu bereiten.

Meher Baba (1894 - 1969)

03 Oktober 2008

Ein einzig Volk von Brüdern

Wir wollen sein ein einzig Volk von Brüdern*,
in keiner Not uns trennen und Gefahr.
Wir wollen frei sein, wie die Väter waren,
eher den Tod, als in der Knechtschaft leben.
Wir wollen trauen auf den höchsten Gott
und uns nicht fürchten vor der Macht der Menschen.

(2. Aufzug, am Schluss der 2. Szene von Friedrich Schillers "Wilhelm Tell")

In einem Interview hat Peter Sodann dem Frager Frank A. Meyer bei "vis-a-vis" vor ein paar Wochen mit schelmisch anmutendem Lächeln davon berichtet, dass dieser Passus während der DDR-Zeit nicht gern gesehen war.

* und Schwestern, versteht sich ;-)

02 Oktober 2008

Weltprozess

Nicht bei den Göttern und ihrem unerforschlichen Willen liegt unser Schicksal; wir sind Teil des Weltprozesses, der sich nach dem Logos vollzieht, welches erkennbar ist.

Heraklit (544 bis 483 v.u.Z.)

01 Oktober 2008

Die ganze Wahrheit über Sheng Fui


Solche und weitere Hinweise zur Bewältigung des Alltags sind in der Seite "Sheng Fui" zu finden, die sich der alten Tradition verpflichtet weiß. Denn was lange als verschüttet galt, wird von Sybille Hofmeister und Lorenz Meyer wieder hervorgehoben. In einem Text "Über uns" weisen sie darauf hin:

"Kaum jemand weiß es und die, die es wissen, streiten es zumeist vehement ab: lange vor der westlichen Kommerzbewegung Feng Shui gab es in China (zunächst nur im Südteil und dort an den Küstenabschnitten) die Lebensbewegung Sheng Fui.

Das Philosophiesystem wie es erstmals vom Weisen Chen Hsien Yu aufgebaut wurde, ist nach den Symbolen Sheng für die Kraft des Verstandes und die Weisheit und Fui, für Liebesmacht und Wollust bezeichnet.

Als es um die Verwestlichung und damit auch kommerzielle Ausbeutung dieses wohl ältesten bekannten Philosophiesystems ging, hat man - reichlich plump und einfallslos - lediglich die Anfangsbuchstaben vertauscht: so wurde aus Sheng Fui das neue Feng Shui…

Auf diesen Seiten finden Sie wissenswerte Informationen über das echte und einzig wahre Sheng-Fui, das nachweislich vor allen Weltreligionen bestand. ..."

Kaum ein Lebensbereich bleibt in dem umfangreichen Angebot ausgespart:
Arbeit und Karriere, Essen und Trinken, Gesundes Leben, Haus und Garten, Körperertüchtigung und Yoga, Liebe und Partnerschaft, Tagesweisheit, Technik und Wissenschaft.

Wer mehr von dieser wirklich wirklich lebenswerten Weise der Gestaltung unseres Alltags finden will, hier mehr:

http://www.sheng-fui.de/

Und nie vergessen zu lächeln ;-)

30 September 2008

3 Jahre "sinndeuter"















3 Jahre sind es heute, dass ich mit dem "sinndeuter" begonnen habe.
Versammelt sind dort nun Texte, Gedanken, Überlegungen, Forderungen, Wünsche, Hoffnungen etc., die mich auf meinem spirituellen Weg begleitet haben.

Ein Ende ist nicht abzusehen.

29 September 2008

Falsches Denken

Das Denken wird falsch durch die störende Wirkung der Sanskaras (Gestaltungen, karmische Formationskräfte), die sich im Laufe der Bewusstseinsentwicklungen angehäuft haben. Diese Sanskaras oder Prägungen äußern sich als Begierden und verzerren das Bewusstsein. Über viele Existenzen hinweg bürden sich dem Bewusstsein fortwährend die Nachwirkungen der Erfahrung auf und trüben die Wahrnehmung der Seele. Das Denken vermag den Wall de Sanskaras nicht zu durchbrechen und so wird das Bewusstsein zum hilflosen Gefangenen der Illusionen, die sein eigenes falsches Denken hervorbringt. Solch falsches Denken herrscht nicht nur dort, wo das Bewusstsein erst teilweise entwickelt ist, sondern auch im Menschen, wo es voll entwickelt ist.

Meher Baba geb. Merwan Sheriar Irani (1894 -1969)

28 September 2008

Bewusstsein und Problem

Ein Problem kann nicht
mit Hilfe des Bewusstseins,
durch welches es herbeigeführt wurde,
gelöst werden.

Albert Einstein (1879 – 1955)

27 September 2008

Besonders hartnäckige Illusion

Menschen,
die wie wir an die Physik glauben,
wissen,
dass die Unterscheidung
zwischen
Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft
nur eine
besonders hartnäckige Illusion
ist.

Albert Einstein (1879 – 1955)

26 September 2008

Am richtigen Platz

Alles ist euer Leben. Tag und Nacht, was immer euch begegnet, ist euer Leben; daher sollt ihr euer Leben der Situation anpassen, die euch im Augenblick begegnet. Verwendet eure Lebenskraft dazu, aus den Umständen, die auf euch zukommen, eine Einheit mit eurem Leben zu gestalten und die Dinge an ihren richtigen Platz zu setzen.

Dogen (1199-1253)

25 September 2008

Dein eigener Palast

Wenn du nicht
dein eigener Palast bist,
wird die Welt für dich
zum Gefängnis.

John Donne (1572 - 1631)

24 September 2008

Menschliche und Göttliche Liebe

Göttliche Liebe
ist von ganz anderer Qualität
als menschliche Liebe:

Menschliche Liebe gilt den Vielen im Einen.
Göttliche Liebe gilt dem Einen in den Vielen.

Meher Baba geb. Merwan Sheriar Irani (1894 -1969)

23 September 2008

Verlangen nach ihm

Ein Schüler fragte: "Herr, wie kann ich Gott erlangen ?" Da nahm ihn der Meister zum Meer und tauchte ihn unter Wasser. Nach kurzer Zeit ließ er ihn wieder los und fragte: "Wie hast du dich gefühlt?" Der Schüler antwortete: "Ich glaubte, mein letzter Augenblick sei gekommen. So verzweifelt war ich." Da antwortete der Meister: "Du wirst Gott schauen, wenn dein Verlangen nach ihm so groß ist, wie deine Sehnsucht nach Luft in diesem Augenblick."

Shri Ramakrishna (1836 - 1886)

22 September 2008

Herbst

Die Blätter fallen, fallen wie von weit,
als welkten in den Himmeln ferne Gärten;
sie fallen mit verneinender Gebärde.

Und in den Nächten fällt die schwere Erde
aus allen Sternen in die Einsamkeit.

Wir alle fallen. Diese Hand da fällt.
Und sieh dir andre an: es ist in allen.

Und doch ist Einer, welcher dieses Fallen
unendlich sanft in seinen Händen hält.


Rainer Maria Rilke ( 1875 - 1926)
aus: Das Buch der Bilder

21 September 2008

Peace One Day - 21. September 2008

Peace One Day (deutsch: Ein Tag Weltfrieden) ist eine Bewegung, die von dem britischen Regisseur Jeremy Gilley 1999 als ein Filmprojekt initiiert wurde. Ziel des Projekts war es zu erreichen, dass der 21. September zu einem Tag wird, an dem weltweit ein Waffenstillstand herrschen sollte. 2001 war durch die UNO der 21. September zum Weltfriedenstag ernannt worden. Jeremy setzt sich aktuell dafür, dass an dem Tag wirklich weltweit "Feuerpause" herrscht. Seine Bestrebungen hat er im Film "Peace One Day" dokumentiert.



Der Tag gilt nicht nur als ein utopischer Wunsch sondern stellt auch einen praktischen Wert dar. So könnten sich etwa Hilfsorganisationen an dem Tag gefahrlos in Kriegsgebieten bewegen. Der Film zeigt auch, dass es möglich ist als einzelner Mensch mit einer Idee etwas zu erreichen und etwas zu verändern.

Mehr dazu hier:

http://www.peaceoneday.org/film.aspx