05 Juli 2008

Erfahrung der Einheit

Wer kann die Ruhe und den Seelenfrieden dessen ermessen, der in der Einheit lebt? Er hat keine Sorgen. Das Wohl aller ist auch sein Wohl. Auch eine Mutter empfindet das Wohlergehen ihrer Kinder als ihr eigenes Wohlergehen, und trotzdem ist ihre Liebe nicht vollkommen, denn sie glaubt, dass sie und ihre Kinder getrennt voneinander sind. Die Liebe eines Weisen, der in Einheit mit allem lebt, übertrifft daher bei weitem die Liebe einer Mutter. Es gibt keinen anderen Weg, eine solche Liebe zu verwirklichen, als die Erfahrung der Einheit. Daher ist alles EINS.

Aus: Ellam Ondre (Alles ist Eins)

04 Juli 2008

Alles ist Eins

Das Wissen um die Einheit von allem ist gut für dich und ist auch gut für die anderen.
Daher: Alles ist Eins.

Aus: Ellam Ondre - Anleitung zur Befreiung.

03 Juli 2008

Mit allem vernetzt

Wir stehen nicht isoliert in diesem Kosmos. Wir wind wirklich Kinder des Kosmos. Wir sind von unserem Wesen her mit allem vernetzt. Das Vernetzende nennt die Mystik "Liebe".

Willigis Jäger (* 1925)

02 Juli 2008

Gesucht gefunden

Erzählt wird von einem Sufi-Heiligen, der Nacht um Nacht zu Gott betete. Er flehteihn um Antwort an. Doch dieser blieb lange lange stumm. Eines Nachts geschah es, dass der Heilige einschlief. Da ist Gott ihm im Traum erschienen und hat zu ihm gesprochen.
Als der Heilige am anderen Morgen wach wurde, klagte er: "Warum bist du genau dann gekommen, als ich schlief, aber nicht, als ich dich gesucht habee?" Gott antwortete ihm darauf: "Wenn du mich dort nicht gesucht hättest, hättest du mich hier nicht gefunden."

01 Juli 2008

Geh' voran...

Nimm immer das Beste aus der Vergangenheit,
lass das Schlimmste liegen
und geh' voran in die Zukunft.

Bob Dylan (*1941)

30 Juni 2008

Dalai Lama singt für kranken Freund

Es hört sich schön an. Der Dalai Lama, so ist in einer Information zu lesen, singt für einen Freund, der an Krebs erkrankt ist. Das "Maha Mrityunjaya Mantra". Dieser Freund, so heißt es, sei Vaclav Havel. Im weiteren Verlauf von umherstreunenden Informationen ist zu lesen, dass der Dalai Lama zunächst die Weitergabe verweigerte, später aber zugestimmt hätte, wenn das Mantra, dass da gesungen ist, nicht verkauft würde. Aber: es ist zu schön, um wahr zu sein.
(Oben: Screenshot)

Fast wütend spricht Gertrud Hirschi auf ihrer Homepage über dieses Gerücht:

"Seit einiger Zeit macht ein Mantra die Runde, welches angeblich von Dalai Lama gesprochen wird und das frei weiter kopiert und verschenkt werden kann. Leider ist dies eine Fehl-Info!!! Das Mantra wurde von einer CD von Hein Braat geklaut. Hier die genauen Angaben:

MANTRAS VON HEIN BRAAT
Der Holländer Hein Braat arbeitet seit über dreissig Jahren als professioneller Musiker. Er hat eine Reihe von indischen Mantras aufgenommen. Seine wunderschöne Stimme in Verbindung mit den heiligen Lauten kreieren eine spezielle Atmosphäre und helfen, das Herz zu öffnen. Die Kassetten eignen sich zur Einstimmung auf heilende Gedanken, für Meditationen und Heilbehandlungen.

...

01 GAYATHRI MANTRA / MAHA MRITYEONJAYA
02 KALI MANTRA / NARAYANA / OM NAMAHA SHIVAYA
03 OM MANI PADME HUM / OM
04 SURYA MANTRAS
05 OM NAMAHA SHIVAYA / BRAHMA MURARI"

http://www.gertrudhirschi.ch/mantras/mantras.html
http://www.heinbraat.com/





29 Juni 2008

Gefangenschaft

Wenn das ganze Universum unser Körper sein kann, warum sollen wir auf den kleinen Körper beschränkt bleiben? Das ist Gefangenschaft.

Osho (1931-1990)

28 Juni 2008

Das Weltliche

Das Weltliche ist uns zu nah:
im Erhalten und Ausgeben
verschwenden wir all unsere Kräfte.

William Wordsworth (1770 - 1850)

27 Juni 2008

Erleuchtung kann nicht erlangt werden...

Dass Erleuchtung
nicht erlangt werden kann,
ist kein leeres Gerede.

Es ist die Wahrheit.
Schwer zu erfassen
ist die Bedeutung des Gesagten!


Huang Po (um 850)

26 Juni 2008

Glanz des Ursprungs aller Substanz

Dieser reine Geist, aller Dinge Ursprung, strahlt in Ewigkeit und auf alle mit dem Glanz seiner eigenen Vollkommenheit.
Aber die Menschen der Welt sind dessen nicht gewahr, sie betrachten nur das, was sie sehen, hören, fühlen und als Geist kennen. Erblindet an ihrem Sehen, Hören, Fühlen und Kennen sehen sie nicht den unermesslichen Glanz des Ursprungs aller Substanz.

Huang Po (um 850)

25 Juni 2008

Nichts als der Eine Geist

Alle Wesen und alle Erleuchteten sind an sich nichts als der Eine Geist, und alles andere ist nichts. Dieser Geist ist ohne Anfang, ungeboren und unzerstörbar, ohne Form, ohne Erscheinung. Er gehört nicht zu den Dingen, die existieren oder nicht existieren. Er ist weder lang noch kurz, weder groß noch klein, denn er ist jenseits aller Beschränkungen, aller Maßeinheiten, Namen, Spuren und Vergleiche. Es ist das, was immer gegenwärtig ist - aber sobald du Begriffe davon bildest, bist du sofort im Irrtum. Dieser Geist ist unermesslich und unergründlich wie die grenzenlose Leere.

Huang Po (um 850)

24 Juni 2008

Der Ursprung des Ichs

Finde den Ursprung des Ichs. Dann werden alle Schwierigkeiten verschwinden und das reine Selbst alleine wird bleiben.

Ramana Maharshi (1879 - 1950)

23 Juni 2008

Du sahst mich an

Ich lösche das Licht, um den Schnee zu sehen. Und sah den Schnee durch das Fenster und sah den Mond. Doch dann sah ich, dass Schnee und Mond nur wieder Fenster sind. Und durch diese Fenster sahst du mich an.

Ernesto Cardenal (*1926)

20 Juni 2008

Unser Ich

Was wir unser Ich nennen, ist nicht anderes als der Schnittpunkt unserer Gedanken, Gefühle, Begierden und Emotionen. Der Weg der Kontemplation lehrt uns, die Identifikation mit diesen Äußerungen unserer Psyche zurückzunehmen. Eine Kränkung ist dann z.B. noch da, die Aggression plagt uns noch, aber wir nehmen Abstand von diesen Regungen. Der Übungsweg hilft uns, auf eine Ebene zu gelangen, auf der die Fixierung an Gedanken oder Gefühle aufgehoben wird.

Willigis Jäger (* 1925)

19 Juni 2008

Glaube

Der Ungläubige glaubt mehr als er meint,
Der Gläubge weniger als ihm scheint.

Franz Grillparzer (1791 - 1872)

18 Juni 2008

Das Gesicht der Nachwelt

Soll einen Meister* das Gesicht
der Nachwelt kümmern? - Nein!
Sie war noch nicht, und ist noch nicht,
Und wird vielleicht nicht sein.

Johann Christoph Friedrich Haug (1761 - 1829)

* Im Original "Autor"

17 Juni 2008

Ego III

Dieses Greifen ist von Anfang an sinnlos, zum Scheitern verurteilt und muss zu Frustration führen, denn das, wonach wir greifen, ist von seinem Wesen her ungreifbar, entbehrt es doch jeglicher Basis oder wahren Identität.
Die Tatsache, dass wir überhaupt zwanghaft greifen müssen und nicht damit aufhören können, zeigt, dass wir in unserem tiefsten Innern sehr wohl um die eigentliche Nicht-Existenz dieses Selbst wissen. Aus diesem insgeheimen, nervenaufreibenden Wissen resultieren all unsere grundlegenden Unsicherheiten und Ängste.

Sogyal Rinpoche

16 Juni 2008

Ego II

Das tibetische Wort für Ego, dakdzin, bedeutet "Greifen nach einem Selbst". Damit wird da Ego definiert als unaufhörliche Bewegung des Breifens nach der trügerischen Wahrnehmung eines "Ich" und "mein", "Selbst" und "anderen", und esbeinhaltet alle Konzepte, Ideen, Begierden und Aktivitäten, die diese falsche Konstruktion aufrechterhalten.

Sogyal Rinpoche

15 Juni 2008

Ego

Das Ego ist die Abwesenheit des wahren Wissens um unser eigentliches Selbst, zusammen mit den entsprechenden Konsequenzen: ein verhängnisvolles Klammern um jeden Preis an ein zusammengestückeltes, behelfsmäßiges Selbstbild, ein unvermeidlich trügerisches Scharlatan-Selbst, das sich wie ein Chamäleon andauernd verändern muss, um die Fiktion seiner Existenz am Leben zu erhalten.

Sogyal Rinpoche